Frauenfußball

Nach Elfmeterschießen: SV Heißen feiert den nächsten Pokal

Großer Jubel – und links der Pokal: Der SV Mülheim-Heißen ist Kreispokalsieger 2019.

Großer Jubel – und links der Pokal: Der SV Mülheim-Heißen ist Kreispokalsieger 2019.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg.  Gelb-Weiß Hamborn hat es dem SV Heißen schwer gemacht, doch am Ende jubelte das Team aus Mülheim. Die Nervenstärke entschied ein kurioses Spiel.

Wenige Zentimeter waren es, die am Donnerstagabend das Fußball-Kreispokalfinale an der Warbruckstraße in Duisburg entschieden: Fünf Spielerinnen des SV Heißen trafen vom Elfmeterpunkt ins Tor, eine Akteurin von Gelb-Weiß Hamborn dagegen nur ein ganz kleines Stück zu hoch – an die Latte. Die Krönung eines kuriosen Spiels mit einem frühen Platzverweis sowie zwei Eigentoren.

Nach drei Titeln in der Halle und der Niederlage im Niederrheinpokalfinale vor wenigen Tagen haben es die Fußballerinnen des SV Heißen nun auch auf dem Feld geschafft, ihr Trophäe zu gewinnen. Der Weg dahin war es aber schwerer als gedacht – Kopfsache, wie Trainer Arnd einräumte.

Frühe Rote Karte für die Torhüterin

„Für die war das das Spiel der Saison. Hamborn war richtig gut und hat auch alles gegen uns reingeworfen“, erklärte Popiecz, „bei uns dagegen hat man gemerkt, dass die Saison vorher schon vorbei war.“ Deshalb, und aufgrund einer frühen Schwächung, war der Zwei-Klassen-Unterschied auf dem Feld nicht zu bemerken.

Schon nach einer knappen Viertelstunde musste Torhüterin Nadine Nürenberg nämlich mit der Roten Karte vom Feld. Kira Hellenkamp wurde für eine Feldspielerin eingewechselt und musste nur wenige Minuten später (17.) hinter sich greifen. 0:1 und Unterzahl – aber Heißen schlug direkt zurück.

Zwei Eigentore der Duisburgerinnen drehten das Spiel innerhalb von fünf Minuten. Die Mülheimerinnen dominierten zwar, bekamen aber besonders die schnellen Angreiferinnen von Gelb-Weiß nie unter Kontrolle.

Hamborn erzielt noch zweimal den Ausgleich

„Wir haben unsere Chancen am Anfang nicht gemacht und Hamborn hat immer wieder gut gekontert“, so Popiecz. Folge waren das 2:2 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und das 3:3 in der 85. Minute – Julia Buhren hatte die Heißenerinnen zwischendurch mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung geschossen (70.). „Da sahen wir schon aus fiel der sichere Sieger“, meinte Popiecz nachher über die Zeit nach dem 3:2 – bis der erneute Ausgleich fiel.

Also fiel die Entscheidung vom Punkt – und da half Hamborn alle Motiviation nichts. Am Ende jubelte der SVH, der in dieser Saison in den Pokalwettbewerben eine Macht war. In der kommenden Saison sollen auch die Ergebnisse in der Niederrheinliga besser werden, von Platz zehn aus gibt es reichlich Luft nach oben für Verbesserung.

Jetzt liegt der Augenmerk voll auf der Trainersuche

Neuzugänge sollen bald feststehen, wichtiger ist aber ersteinmal die Trainerposition: Arnd Popiecz hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass er nach der Saison aufhören würde, nannte persönliche Gründe. Seine Mannschaft sorgte für ein dramatisches, aber erfolgreiches Finale – Popiecz geht als Pokalsieger.

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