FUSSBALL

Mülheimer SV 07 kann den Mülheimer FC im Derby überflügeln

Das letzte Aufeinandertreffen gewann der MFC mit 2:0.

Das letzte Aufeinandertreffen gewann der MFC mit 2:0.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Einen Favoriten gibt es im Duell am Saarnberg nicht. Bei den Gästen bestehen Fragezeichen. Der MSV stellt nächste Woche den neuen Trainer vor.

Das zweite Mülheimer Bezirksliga-Derby der laufenden Saison führt am Sonntag, 15.15 Uhr, auf dem Saarnberg den MSV 07 und den MFC 97 zueinander. Das Spiel kommt ohne einen echten Favoriten aus.

Noch liegt der Gast aus Styrum mit 18 Punkten leicht vorn. Während der MFC in der Liga zwei Niederlagen in Folge kassierte, hat der Spielverein den Rückstand durch den 3:2-Sieg in Bocholt am vergangenen Sonntag bis auf zwei Zähler verkürzt. Bei einem Sieg könnten die „07er“ erstmals wieder am Kontrahenten vorbeiziehen.

Neuer Trainer wird in der kommenden Woche bekanntgegeben

Der MSV kündigte am Freitag an, in der kommenden Woche Neuigkeiten bezüglich der Trainerposition bekannt zu geben. Unter Interimstrainer Dimitri Steininger haben die Blau-Weißen nicht nur in der Liga gewonnen, sondern auch das Pokalspiel gegen Duisburg 08 am Mittwoch. „Es macht Spaß mit den Jungs“, gab Steininger nach der Partie zu Protokoll. Er verfestigte im Pokal das 4-2-3-1 und wird auch im Derby darauf Wert legen, dass die Abwehr und die beiden „Sechser“ die gegnerische Offensive durch geschicktes Verschieben in Schach halten.

Mit dem Gegner hat sich der neue Coach wenig beschäftigt. Und das keineswegs überheblich gemeint. „Ich hatte in den letzten vier Monaten einfach sehr wenig mit Fußball am Hut, das kam ja jetzt alles ziemlich kurzfristig“, sagt Steininger.

MFC möchte auf keinen Fall verlieren

Sein Trainerkollege Hakan Katircioglu will das Spiel beim MSV nach den beiden Niederlagen in der Liga „auf keinen Fall verlieren“. Das Pokalspiel hat dem MFC wieder ein wenig Selbstvertrauen eingeflößt, zumal auch der lange schmerzlich vermisste Mittelfeldspieler Yusuf Isik ein kurzes Comeback gab. „Er war danach ganz schön ausgepumpt“, schmunzelt Katircioglu. Ob und wie lange der 21-Jährige am Waldschlösschen spielen wird, entscheidet sich noch.

Es hängt vermutlich auch davon ab, ob Serkan Cekic und Davi Pinto Freire spielen können. Cekic ist wegen einer Schienbeinprellung angeschlagen, Pinto stieg erst am Freitag wieder ins Training ein. Mit Toygun Tasci fehlt dem MFC eine Einwechselalternative.

Katircioglu denkt über Manndeckung nach

In Styrum haben sie sehr wohl registriert, dass MSV-Stürmer Pascal Roenz seine Torgefahr aus der vergangenen Saison wieder entdeckt hat. „Wir werden im Trainerteam noch besprechen, ob wir da etwas in Richtung Manndeckung machen“, verriet Hakan Katircioglu, ließ aber gleichzeitig durchblicken, dass er eigentlich kein Freund davon ist und raumdeckende Maßnahmen grundsätzlich favorisiert.

Katircioglu wünscht sich darüber hinaus ein ruhiges und sportlich faires Derby. Aus ihm spricht die Erfahrung vom vergangenen Wochenende, als das Spiel der zweiten MFC-Mannschaft beim SC Croatia kurz vor Schluss abgebrochen werden musste. In seiner Rolle als Sportdirektor hatte Katircioglu in dieser Woche noch Einiges mit diesem Spiel zu tun. „Ich denke, dass es auch ohne Provokationen möglich ist“, sagt er.

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