Schwimmen

Mülheimer Schwimmer fahren mit Ambitionen nach Berlin

Das Team der SG Mülheim für Berlin.

Das Team der SG Mülheim für Berlin.

Foto: Carmen Wierling / SG Mülheim

Zuletzt mussten die Schwimmer der SG Mülheim kleinere Brötchen backen. Bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften haben sie aber Ambitionen.

Mit 16 Teilnehmern fährt die Startgemeinschaft Mülheim am Montag zur deutschen Jahrgangsmeisterschaft im Schwimmen nach Berlin. Ganz ohne Ambitionen geht die SG nicht an den Start.

In den vergangenen Jahren mussten die Mülheimer ihre Erwartungen doch stark zurückschrauben. Vor einem Jahr schafften es gerade einmal zwei SG-Schwimmer in ein Finale ihres Jahrgangs. Sind die Ambitionen in diesem Jahr also ähnlich gering. „Nein, nein“, betont der neue Trainer André Engel. „Wir hatten eine gute Entwicklung in diesem Jahr und haben mindestens sechs Finalhoffnungen“, sagt er.

Niklas Krüger und Leni Mund haben gleich zwei Finalchancen

Im Fokus stehen dabei vor allem Niklas Krüger und Leni Mund, die gleich auf zwei Strecken das Zeug haben dürften, sich für den Finallauf zu qualifizieren. Niklas Krüger steht in seinem Jahrgang 2005 auf dem vierten Platz der deutschen Bestenliste über 100 Meter Freistil. Über die doppelte Distanz war er in dieser Saison der Sechstschnellste.

Leni Mund ist vor allem auf den Bruststrecken stark. Siebte der DSV-Rangliste ist sie über 100 Meter, Achte über 200 Meter. Ebenfalls in den Top-Ten platziert sind Arleen Rumbaum als Sechste über 100 Meter Brust und Luca Bork als Siebter über 50 Meter Brust. Daneben könnten auch Fritz Mund und Timo Ewert ein Finale erreichen. „Es wird natürlich darum gehen, sich noch einmal zu verbessern und den Finalplatz zu sichern“, gibt Trainer André Engel die Zielsetzung vor. Natürlich ist die Konkurrenz auch im Verfolgerfeld stark genug. „Aber wir waren auch nicht faul“, sagt der Coach.

Anstrengende Trainingslager auf Sizilien und Mallorca

In Trainingslagern auf Sizilien und Mallorca haben die beiden SG-Kader sich über Ostern für die Jahrgangsmeisterschaft fit gemacht. „Wir sind um sechs Uhr morgens das erste Mal ins Wasser und um 21 Uhr das letzte Mal wieder raus“, erzählt der Coach. „Nun wollen wir uns belohnen für ein Jahr harte Arbeit“, so Engel.

Dass die Tendenz stimmt, war über die Saison bereits erkennbar. Nach zehn Medaillen bei der NRW-Meisterschaft 2018 waren es in diesem Jahr 18. Nach 14 DM-Startern im Vorjahr qualifizierten sich diesmal 19 Mülheimer. Drei fallen allerdings aus schulischen Gründen aus. Mara Hower und Sarah Everbeck sind erst bei den German Open vor eineinhalb Wochen auf den Berlin-Zug aufgesprungen. „Das alles lässt halt hoffen“, sagt Engel, der seit dem 1. August des letzten Jahres die Geschicke bei der Startgemeinschaft leitet. Optimistisch stimmt ihn auch die Tatsache, dass sich viele seiner jüngeren Schützlinge gleich auf mehreren Strecken qualifiziert haben und nicht bloß auf einer. „Das zeigt die gute Breite und nimmt ein Stück weit den Druck, wenn der Fokus nicht auf einem Rennen liegt“, erklärt der Trainer.

Am späten Samstagabend (1. Juni) geht es zurück nach Mülheim. „Erschöpft aber hoffentlich glücklich“.

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