Feldhockey Regionalliga

Trainer-Rückkehr zum Kahlenberger HTC mit fadem Beigeschmack

Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war für Tim Leusmann nicht besonders angenehm.

Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte war für Tim Leusmann nicht besonders angenehm.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Gleich am ersten Spieltag traf der Kahlenberger HTC auf den Club Raffelberg. Dort steht der Ex-Trainer der Mülheimer in der Verantwortung.

Die Blicke richteten sich vor dem Spiel zwischen dem Kahlenberger HTC und dem Club Raffelberg zur Gästebank. Jeder Schritt, jede Geste von Trainer Tim Leusmann wurde beobachtet. Nicht ohne Grund. Der Übungsleiter des Duisburger Regionalligisten trainierte noch bis zum Ende der vergangenen Saison die Kahlenberger. Als sich die Aufregung um den Trainer gelegt hatte, ging es um das Sportliche. 2:2 endete die Partie – für beide Seiten ein akzeptables Ergebnis.

Auf der Tribüne war die Rückkehr des ehemaligen Trainers, mit dem der KHTC aus der 2. Bundesliga abgestiegen war, zunächst das Gesprächsthema. Und auch Leusmann selbst gab nach dem Spiel zu: „Es war schon ein komisches Gefühl. Dass dieses Spiel ausgerechnet am ersten Spieltag angesetzt wurde, war schon ein bisschen blöd. Aber jetzt habe ich es hinter mir.“

Abgang mit Nebengeräuschen

Der Abgang des Übungsleiters war nicht gänzlich ohne Nebengeräusche vonstatten gegangen – vor allem die mangelnde Perspektive bei den Blau-Weißen hatte Leusmann bewogen, nach zehn Jahren die Seiten zu wechseln.

Nun kehrte er also erstmalig zurück an die alte Wirkungsstätte. Eine andere Kabine, eine andere Trainerbank – danach zählte nur noch das, was auf dem Platz geschah. Genau wie bei Philip Hüsgen, der sein Debüt auf Seiten der Kahlenberger gab. „Dadurch, dass ich schon Damen- und Jugendmannschaften trainiert habe, war das Gefühl für mich nicht ganz neu. Aufgeregt war ich aber schon“, gestand der neue Linienchef des KHTC.

Für Hüsgen geht es darum, die Mannschaft nach dem Abstieg in der Regionalliga zu etablieren, die Raffelberger konnten den Abstieg in die Oberliga in der vergangenen Saison so gerade noch vermeiden. Trotzdem: Einen klaren Favoriten gab es, auch wegen des Umbruchs bei beiden Mannschaften, im Vorfeld nicht.

Wenig Action in der ersten Halbzeit

So liefen auch die ersten 30 Minuten der neuen Saison. Die beiden Trainer standen konzentriert an der Seitenlinie, gaben immer mal wieder Anweisungen an ihre Teams – laut wurden sie dabei nur selten. Auf dem Feld passierte wenig – 0:0 zur Pause.

Danach nahmen die Kahlenberger das Zepter in die Hand und gingen nach einer Ecke durch Louis Hüsken in Führung. Sein Trainer riss an der Seitenlinie kurz die Arme hoch, dann gab es gleich die nächsten Hinweise ans Team. Die waren noch nicht ganz bei den Spielern angekommen – da war das Spiel auch schon wieder ausgeglichen. Jannis Lorenz verwandelte ebenfalls eine Ecke.

KHTC legt erneut vor

Hätte Lukas Käffel Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels die Konzentration bewahrt und die zweite Kahlenberger Ecke nicht schon beim Zuspiel verstolpert, wären die Hausherren vielleicht mit einer Führung in die Viertelpause gegangen. So blieb es aber beim Remis – bis Jan Köppen nach 52 Minuten auf 2:1 stellte. Diesmal hielt die Führung aber wieder nur wenige Minuten, dann glich Tobias Prost akrobatisch aus. Der Ball war hoch durch den KHTC-Kreis geflogen, Prost drückte die Kugel über die Linie.

„Wir müssen stabiler werden. Wenn es uns gelungen wäre, die Führung etwas länger zu halten, wäre mehr möglich gewesen“, kommentierte Philip Hüsgen das Unentschieden. Tim Leusmann war nach dem für ihn persönlich vielleicht schwersten Auswärtsspiel der Saison zufrieden. „Wir haben es als Team ordentlich gemacht und das Ergebnis spiegelt auch den Spielverlauf wider“, sagte er. Dann hielt er noch kurz Rücksprache mit seinen Co-Trainern und verließ die Anlage. Mit einem komischen Gefühl.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben