SCHWIMMEN

Kurzbahn-DM ist für Damian Wierling nur eine Zwischenstation

Dreimal deutscher Kurzbahnmeister mit der Staffel, doch im Einzel blieb Damian Wierling in Berlin ohne Meistertitel.

Dreimal deutscher Kurzbahnmeister mit der Staffel, doch im Einzel blieb Damian Wierling in Berlin ohne Meistertitel.

Foto: DSV / Mirko Seifert

Mülheim.  In Berlin wird Damian Wierling dreimal Meister mit der Staffel. Selbst die Kurzbahn-EM im Dezember ist einem großen Ziel untergeordnet.

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Dreimal Deutscher Meister mit der Staffel, davon einmal in deutscher Rekordzeit – so lautet die Bilanz von Schwimmer Damian Wierling bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin. Im Dezember nimmt der Mülheimer die Kurzbahn-EM in Glasgow in Angriff. Die ganze Saison ist aber dem einen großen Ziel untergeordnet.

Die Wettkämpfe in Berlin bezeichnet der 23-Jährige als Zwischenetappe. „Allgemein ist die Kurzbahnsaison nicht von Stellenwert, da in dieser Saison alles im Zeichen der Olympischen Spiele steht“, erklärte Wierling.

Krankheit beeinträchtigte die Vorbereitung

Die Vorbereitung auf Berlin verlief wegen einer Krankheit nach den Military World Games in China auch nicht optimal. „Deswegen war ich mit den Ergebnissen durchweg zufrieden“, meinte Wierling, obwohl es über 100 Meter Freistil trotz Vorlaufbestzeit nicht zum Titel reichte. Im Endlauf musste sich der Mülheimer dem jungen Hamburger Rafael Miroslaw geschlagen und mit Platz zwei zufriedengeben.

„Mit der Zeit bin ich auch zufrieden, jedoch verärgert, dass ich mich da auf den letzten Metern noch habe abziehen lassen. Ich konnte in dem Moment aber nicht mehr kontern“, erklärte der Athlet der SG Essen und fügte hinzu: „Kein Sportler verliert sowas, ohne sich hinterher massiv darüber zu ärgern.“

50 Meter Schmetterling liefen nicht rund

Gar nicht rund liefen erneut die 50 Meter Schmetterling, wo Wierling sogar ohne Medaille blieb. Nur Platz vier stand nach dem Endlauf zu Buche. „Ich kann noch nicht ausmachen, wieso es nicht gelaufen ist“, haderte Wierling.

Wesentlich besser lief es dafür in den Staffelwettbewerben. Dreimal Platz eins und einmal Platz zwei standen am Ende für die Quartetts der SG Essen zu Buche. Mit dem Mixed über 4x50 Meter Freistil knackte Wierling sogar den deutschen Rekord – 1:32,39 Minuten. „Den Rekord hatten wir schon angepeilt, da es zuvor nur eine Limitzeit gab. Die Strecke ist noch relativ neu“, ordnete Wierling die neue Bestmarke ein.

Normen über 50 und 100 Meter Freistil geschafft

Nun beginnt für den Mülheimer Schwimmer die Vorbereitung auf die Europameisterschaft auf der Kurzbahn, die vom 4. bis zum 8. Dezember in Glasgow stattfindet. „Ich hoffe, dass ich über 50 und 100 Meter Kraul starten darf, da ich über beide Strecken auch die Norm unterboten habe“, sagte Wierling im Anschluss an die Wettkämpfe in Berlin. Danach geht es in Amsterdam bereits wieder auf die Langbahn, die dann den restlichen Verlauf der Saison bestimmen wird.

Zuvor steht aber noch einmal ein Heimatbesuch an, denn Damian Wierling ist am Dienstag einer der Gäste bei der Gala zum 100-jährigen Bestehen des Mülheimer Sportbundes in der Stadthalle. Er wird dort in einer Talkrunde mit den Mülheimer Olympiasiegern Gabriela Grillo und Thilo Stralkowski von Moderator Claus Lufen interviewt.

Anschließend stürzt sich Damian Wierling wieder ins Training. Alles für den großen Traum, zum zweiten Mal nach Rio 2016 bei den Olympischen Spielen mit dabei zu sein.

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