Feldhockey

Kahlenberger HTC: Pfingstturnier mit Tradition und viel Herz

Hockey und Zelten gehören beim KHTC untrennbar zusammen. Gespielt wird aber, anders als auf diesem Foto aus dem Jahr 2018, auf dem Kahlenberger Kunstrasen und nicht direkt auf der Zeltwiese.

Hockey und Zelten gehören beim KHTC untrennbar zusammen. Gespielt wird aber, anders als auf diesem Foto aus dem Jahr 2018, auf dem Kahlenberger Kunstrasen und nicht direkt auf der Zeltwiese.

Foto: Herbert Höltgen

Mülheim.  Mehr als 400 Kinder treffen sich an Pfingsten zum Hockey spielen und Zelten. Die Ehrenamtlichen funktionieren dabei selbst wie ein Hockeyteam.

Es wird wieder voll in den Saarner Ruhrauen beim Kahlenberger HTC: Mehr als 40 Hockeymannschaften aus ganz NRW, also mehr als 400 Kinder rücken an Pfingsten mit Trainer- und Betreuerteams an, um beim KHTC das Ulla-Celler-Gedächtnisturnier zu spielen. Für die Jungs und Mädchen der D- und C-Altersklassen steht aber noch viel mehr auf dem Programm, als der Spielplan: Ein großes Hockey-Zeltlager oder ein Ausflug mit dem Drachenboot zum Beispiel. Zum 13. Mal findet am 8. und 9. Juni das Ulla-Celler-Gedächtnisturnier des KHTC statt. Dahinter steckt ganz viel ehrenamtliches Engagement – und das Organisationsteam arbeitet dabei ganz ähnlich wie eine Hockeymannschaft.

Die Organisation übernehmen nämlich immer die Eltern der C- und D-Jahrgänge. „Vor drei Jahren sind wir angefangen, quasi als Rookies“, erinnert sich Sabine van der Griendt, deren Sohn bei den Kahlenberger C-Knaben spielt. „Am Anfang hat man noch etwas Welpenschutz, Schonfrist, da bekommt man kleinere Aufgaben. Aber irgendwann ist man dann groß genug.“

Ehrenamtliche stemmen die großen Aufgaben – und ganz viele Kleinigkeiten

In diesem Jahr ist van der Griendt federführend für die Organisation des Pfingstturniers. Wie auf dem Feld also : Am Anfang darf man noch lernen – aber eine Saison später, wenn die Älteren weg sind, ist man dann selbst der Kapitän.

Ein Team aus acht bis zehn Personen kümmert sich hauptsächlich, dass die großen Aufgabenbereiche abgedeckt sind.

Der Aufbau der Zelte zum Beispiel, das Sponsoring, die Beschallungsanlagen, das Catering, oder die Turnierleitung. Dort arbeitet in diesem Jahr auch Martin Mons: „Es sind ganz viele Kleinigkeiten, die zu tun sind. Zum Beispiel einfach nur dafür zu sorgen, dass alle Mannschaften pünktlich bei ihren Spielen sind, dass der Zeitplan eingehalten wird. Oder auch, dass immer Spielbälle am Platz sind.“

Finals finden am Sonntagnachmittag statt

Insgesamt vier Turniere werden ausgespielt, die ersten Spiele werden am Samstag um 10 Uhr angepfiffen, Finals und Siegerehrung sind für Sonntag zwischen 12 und 15 Uhr angesetzt. Ein Wochenende im Ausnahmezustand – bei dem die Eltern aber gerne mittendrin sind.

„Dadurch dass das Organisationsteam rotiert, gibt es nicht so schnell Ermüdungserscheinungen“, meint Sabine van der Griendt, „und es gibt immer wieder neue Ideen.“ Und auch die Eltern hätten Spaß: „Man bewegt sich immer im Team, kommt als Eltern aber auch mit anderen Leuten quer durch den Verein in Kontakt. Dadurch wird man viel mehr im Club verankert und spürt dieses Vereinsgefühl.“ So stellt der Club Jahr für Jahr ein Riesenevent auf die Beine.

Drachenboote als Alleinstellungsmerkmal

Alleine hunderte Kinder in den Zelten unterzubringen ist eine große Aufgabe, bei der aber viele weitere Eltern das Organisationsteam unterstützen. Dazu kommen dann die Ehrenamtlichen der Kahlenberger Wassersportabteilung und des DLRG, die mit den Gästen die Drachenbootausflüge unternehmen. Ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal. „Auch die Anlage ist besonders“, meint van der Griendt. „Wir sind hier schön im Grünen, es ist einfach eine entspannte Atmosphäre. Es ist ein Hockeyfestival.“ Das auch die Gäste überzeugt, wie Martin Mons betont: „Ganz viele Gastmannschaften wollen sich schon bei der Abreise jeweils fürs nächste Jahr anmelden.“

Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre das, wie in jedem anderen Verein, nicht möglich. Martin Mons sagt: „Es macht viel Spaß, sich zu engagieren – und der Erlös des Turniers kommt dann ja unserer Nachwuchsabteilung zu Gute.“

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