Fußball Landesliga

Blau-Weiß Mintard enttäuscht gegen den ESC auf ganzer Linie

Bemüht, aber glücklos: Verteidiger Marcel Glahn (li.) und „Sechser“ Sinan Kilincarslan (re.) können Sebastian Hoffmann (Mitte) in dieser Szene nicht stoppen. Er traf zum 1:1.

Bemüht, aber glücklos: Verteidiger Marcel Glahn (li.) und „Sechser“ Sinan Kilincarslan (re.) können Sebastian Hoffmann (Mitte) in dieser Szene nicht stoppen. Er traf zum 1:1.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Trainer Marco Guglielmi ärgert sich nach dem Duell gegen seinen Ex-Klub Rellinghausen über den schwachen Auftritt seiner Mannschaft.

Mintards Trainer Marco Guglielmi musste sich nach dem Spiel erst einmal den Frust von der Seele reden. Fast fünf Minuten lang schimpfte der Trainer von Blau-Weiß Mintard vor sich her. Er hatte sich eine Menge vorgenommen für das Spiel gegen seinen alten Klub, den ESC Rellinghausen – doch seine Mannschaft enttäuschte auf ganzer Linie und verlor das Heimspiel verdient mit 1:2 (1:1).

„Ich bin sehr enttäuscht. Ich dachte wir brennen hier heute ein Riesenfeuerwerk ab, aber das war zu wenig für so ein wichtiges Spiel“, meinte der Coach. Im Endeffekt war es nicht einmal ein Strohfeuer, das seine Mannschaft auf heimischer Anlage an den Tag legte. Zu keiner Phase kamen die Hausherren wirklich ins Spiel. Die spielerischen Probleme konnten die Blau-Weißen auch mit dem Kampf nicht wettmachen. „Die Zweikampfquote war klar auf Seiten von Rellinghausen“, bemängelte Guglielmi. „Sobald einer neben uns stand, haben wir den Ball ja schon verloren.“

Dominic Haas verhindert frühen Rückstand

Schon nach zehn Minuten hätte seine Elf in Rückstand liegen müssen. Torwart Dominic Haas musste nach einer Ecke einen Kopfball aus kürzester Distanz abwehren (3.), kurz darauf strich ein Volleyschuss von Nico Beckmann knapp über sein Tor (8.), ehe erneut ein Essener nach einem Freistoß völlig frei zum Kopfball kam (10.).

Mintard selbst kam vorne überhaupt nicht zum Zuge. Marco Brings agierte glücklos, während Mathias Lierhaus in vorderster Front vollkommen abgemeldet war. Beide waren trotzdem am Führungstor beteiligt. Brings schickte Lierhaus auf die Reise, doch Torwart Björn Heußen war vor dem Stürmer zur Stelle und köpfte den Ball raus – genau vor die Füße von Jeremy Ulrich, der zum 1:0 ins leere Tor traf.

Führung gibt Hausherren keine Sicherheit

Die Führung hätte den Gastgebern Sicherheit geben können. Das Gegenteil war der Fall. „Wir machen hinten Fehler, das ist lächerlich“, ärgerte sich Trainer Guglielmi hinterher. Sebastian Hoffmann traf in der 41. Minute zum 1:1.

Auch in Hälfte zwei änderte sich am Spielverlauf wenig. „Wenn es mal nicht läuft, dann muss man auch mal ein Unentschieden über die Zeit bringen“, meinte Guglielmi. Doch seine Mannschaft bekam in der 62. Minute den Ball nicht geklärt und ESC-Kapitän Dominik Huxholt traf aus dem Hintergrund zur Führung der Gäste.

Mintarder warten vergeblich auf Elfmeterpfiff

Auch der Schiedsrichter war den Mülheimern an diesem Samstag nicht gewogen, hätte er doch in der 72. Minute durchaus auf Strafstoß für die Hausherren nach einem Foul von Niklas Piljic an Marco Brings entscheiden können. „Es fehlte das Glück, dass wir den Elfer dann halt nicht kriegen“, haderte der Coach. Seiner Elf fehlte auch in der Schlussphase die nötige Idee, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. „Wenn die den einen Fehler nicht gemacht hätten, dann hätten wir noch drei Stunden spielen können und hätten kein Tor gemacht“, schimpfte Guglielmi.

Seine Mannschaft verpasste mit der Niederlage nicht nur den dritten Sieg in Folge, sondern die Möglichkeit, sich in der Tabelle eine Menge Luft zu verschaffen. Nun muss die DJK am kommenden Sonntag beim Mitaufsteiger Steele ihr wahres Gesicht zeigen.

DJK Blau-Weiß Mintard – ESC Rellinghausen 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Ulrich (26.), 1:1 Hoffmann (41.), 1:2 Huxholt (62.)

BWM: Haas - Verzi, Glahn, Piontek, Müller - Szewczyk, Kilincarslan - Hirtz (75. Olivieri), Brings (87. Özer), Ulrich (38. Beyer) - Lierhaus

ESC: Heußen - Doil, Piljic, Neuse, Beckmann (78. Köllner) - Huxholt, Homberg (59. Haase) - Pirogov, Hoffmann, Waßmann (46. Krämer) - Nadolny (71. Matondo)

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