FUSSBALL

3:6 – Fatihspors Aufstiegstraum ist schon fast geplatzt

Die Fußballer von Fatihspor sind nun auf Schützenhilfe angewiesen.

Die Fußballer von Fatihspor sind nun auf Schützenhilfe angewiesen.

Foto: Herbert Höltgen / FUNKE Foto Services

Nach einer klaren Niederlage im ersten Relegationsspiel müsste für einen Fatihspor-Aufstieg nun schon eine ganze Menge zusammenkommen.

Der Traum von Fatihspor Mülheim, im zweiten Jahr in Folge einen Aufstieg zu feiern, ist beinahe schon ausgeträumt. Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde unterlagen die Mülheimer bei Rhenania Hamborn mit 3:6 (2:3). Das Ergebnis spiegelt zwar nicht den Spielverlauf wider, führt aber dazu, dass Fatihspor nun auf Schützenhilfe angewiesen ist.

Die Elf von Trainer Suat Cakim müsste am Mittwoch im Heimspiel gegen Lösort Meiderich (19.30 Uhr, Prinzess-Luise-Straße) mit mindestens vier Toren Vorsprung gewinnen und dann hoffen, dass Hamborn nicht gegen Meiderich gewinnt. „Wir hoffen noch bis zur letzten Sekunde“, sagte der Coach nach dem Spiel am Sonntag pflichtbewusst. Er ärgerte sich insbesondere über die letzten Minuten, in denen seine Mannschaft noch zwei Tore kassiert und die Aufgabe damit noch schwerer gemacht hatte.

Fünf Tore allein in der ersten Halbzeit

Fünf Tore fielen allein schon in einer kurzweiligen ersten Halbzeit. Die Gäste aus Mülheim hatten immer dann Probleme, wenn die Hamborner lange Bälle auf ihre beiden Stürmer schlugen. Zwei frühe Gegentreffer (8./10.) resultierten daraus.. Fatihspor war zwar spielerisch bei Weitem nicht die schlechtere Mannschaft, traf aber oft die falschen Entscheidungen. So musste ein Weitschuss her: Aus 25 Metern jagte Emre Öztürk den Ball sehenswert ins rechte obere Toreck. Nur zwei Minuten später fand er per Freistoß Dogan Celik, doch sein Kopfball streifte die Latte. Statt 2:2 hieß es nach 26 Minuten 3:1 für Rhenania. Immerhin versenkte Celik in der 45. Minute einen Freistoß direkt zum erneuten Anschluss.

Nach der Pause drängten die Gäste vehement auf den Ausgleich, der verdient gewesen wäre. Doch der Ball wollte nicht über die Linie. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe brachte Fatih-Keeper Sami Mussa Hamborns Tezcan zu Fall – Elfmeter und 4:2. Die Vorentscheidung.

Üppige Nachspielzeit bringt drei weitere Treffer

Die Nachspielzeit war aufgrund zweier Unterbrechungen üppig und Fatihspor kam in der fünften Extraminute tatsächlich noch einmal zurück. Ein 4:3 hätte zumindest keinen haushohen Sieg am Mittwoch bedurft. Logischerweise wollten die Mülheimer aber noch den Ausgleich – und ließen sich zweimal eiskalt auskontern. Nach fast 103 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab. „Wenn wir es nicht schaffen, dann steigen wir eben nächstes Jahr auf“, versuchte es Trainer Suat Cakim gelassen zu sehen. Der Coach versuchte aber auch seine Mannschaft in Schutz zu nehmen. „Solche Spiele haben wir auch nicht oft, sondern jetzt einmal im Jahr. Uns fehlt vielleicht die Erfahrung.“

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