Fußball-Bezirksliga 5

Erneuter Wechsel an der Tabellenspitze?

Szene aus der Vorsaison: TuS Oeventrop - SV Hüsten 1:1 (0:1). Jubel des TuS Oeventrop über den 1:1 Ausgleichstreffer in der 90. Minute. Foto: Laura Boucsein

Szene aus der Vorsaison: TuS Oeventrop - SV Hüsten 1:1 (0:1). Jubel des TuS Oeventrop über den 1:1 Ausgleichstreffer in der 90. Minute. Foto: Laura Boucsein

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Sauerland.Gibt es am 7. Spieltag der Fußball-Bezirksliga 5 nach der zweiten Mannschaft des SC Neheim, dem SV Dorlar/Sellinghausen, SV Brilon und SV Hüsten 09 bereits den fünften Tabellenführer?

Der ungeschlagene Spitzenreiter SV Hüsten 09 steht im Stadtduell beim TuS Oeventrop vor einer schwereren Aufgabe. Spielt Hüsten nur Remis und gewinnt der TuS Müschede sein Heimspiel gegen den FC Nuhnetal, würden die Kicker von Trainer Marco Szczygiel erstmals in dieser Saison auf den ersten Platz vorrücken. Um Abstiegspunkte geht es in Cobbenrode, wo die noch sieglose Mannschaft von Trainer Dirk Schüttler auf den Drittletzten FC Fleckenberg/Grafschaft trifft.

TuS Oeventrop -
SV Hüsten 09 (So., 15 Uhr)

Auf dem Sportplatz „In den Oeren” in Oeventrop wird bei der Rückkehr von Ex-Keeper Trägner, der jetzt für den SV Hüsten 09 spielt, mit einer großen Zuschauerkulisse gerechnet. Der Tabellensechste TuS Oeventrop, der nur vier Punkte Rückstand auf Hüsten hat, will dem ungeschlagenen Spitzenreiter ein Bein. „Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert”, sagt Oeventrops Trainer Lars Rathke und ergänzt: „Es wäre natürlich schön, Hüsten die erste Niederlage beizufügen.” Lars Rathke beobachtete den Gegner beim 1:0-Sieg in Allagen. „Das wird eine hohe Hürde”, sagt der TuS-Coach. Bei den Gastgebern fehlen Andreas Roland und Chris König, der zuletzt wieder ins Lauftraining eingestiegen ist.

Hüstens Spielertrainer Alex Bruchhage freut sich auf das Derby. „In der Vergangenheit gab es immer intensive und kampfbetonte Spiele. Es wird eine enge Kiste, da der TuS Oeventrop eine gute Mannschaft stellt”, sagt Bruchhage und ergänzt: „Wir wollen unsere Serie aber fortsetzen und ungeschlagen bleiben.” Bei den Grün-Weißen aus Hüsten fallen Fabian Fischer und Timo Hennecke aus. Fragezeichen stehen hinter Lukas Berens und Phillip Pellmann.

SV Dorlar/Sellinghausen -
GW Allagen (So., 15 Uhr, Dorlar)

„Der 2:1-Sieg in Eslohe hat uns Auftrieb gegeben. Mit einem weiteren Dreier gegen Allagen könnten wir den Erfolg vergolden”, sagt Dorlars Trainer Markus Hermes und ergänzt: „Allagen ist ein unbequemer Gegner. Kleinigkeiten werden über den Ausgang der Partie entscheiden.” Der SV Dorlar/Sellinghausen tritt in Bestbesetzung an.

FC Arpe/Wormbach -
SC Neheim II (So., 15 Uhr)

Arpes Trainer Waldemar Patrzek liegt das magere 1:1-Unentschieden in Oberschledorn noch schwer im Magen. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir uns gegen Neheim enorm steigern müssen. Ich habe die Neheimer im Spiel gegen Brilon beobachtet. Sie haben sehr gute Spieler in ihren Reihen”, berichtet Patrzek vor dem Heimspiel am Sonntag in Wormbach. Tino Ruggio (Gehirnerschütterung) fällt aus. Michael Pieper ist angeschlagen (Fußprellung).

Neheims Trainer Guido Hülsmann könnte mit einem Punkt beim Vizemeister der vergangenen Saison gut leben. „Auf uns wartet eine schwere Aufgabe, aber wir werden uns nicht verstecken”, sagt Hülsmann. Ob Torwart Fabian Pelkner spielt, ist noch fraglich. Er hat Schichtdienst im Krankenhaus. Kevin Schulte (Bänderriss) fällt aus.

TuS Warstein -
SV Oberschledorn (So., 15 Uhr)

Der SV Oberschledorn trifft auf den besten Angriff der Liga: Aufsteiger TuS Warstein hat bereits 22 Treffer erzielt und ist im Angriff mit Raulf (13 Saisontore), Siepe und Bigge ganz stark besetzt. SVO-Trainer Martin Gerbracht: „Nach den Aussagen einiger Trainerkollegen ist der TuS Warstein in der Offensive kaum zu bremsen. Da Warstein mit Viererkette spielt, werden wir unsere Spielweise etwas umstellen. Wir wollen dem TuS Warstein die Lust am Offensivfußball nehmen.“ Fehlen werden bei Oberschledorn die Verletzten Andre Gerbracht und Raphael Hänsch. Außerdem ist Christian Hankeln nicht dabei.

FC Cobbenrode -
FC Fleckenberg/Grafschaft (So., 15 Uhr)

Der FC Cobbenrode holte zuletzt mit dem 3:3-Unentschieden gegen den TuS Oeventrop den ersten Punkt in der Bezirksliga 5. „Die Stimmung im Team ist gut. Ich hoffe, dass wir den Schwung aus dem Oeventrop-Spiel mitnehmen und es nun aufwärts geht”, sagt Cobbenrodes Trainer Dirk Schüttler.

Aufsteiger FC Fleckenberg/Grafschaft steht in der Tabelle mit drei Punkten zwei Plätze vor Schlusslicht Cobbenrode. „Wir hatten allerdings auch ein ganz schweres Auftaktprogramm mit Gegnern, die zu den besten der Liga gehören”, sagt Fleckenbergs Spielertrainer Fadil Raci. Mit Christian Bürger (Kreuzbandriss), Holger Knoche (Knieverletzung), Felix Geuecke (Nasenbeinbruch), Bastian Didam (Bänderriss), Florian Grobbel (Zehenbruch) und Tim Schneider (Schlüsselbeinbruch) fallen sechs Spieler aus. „Die Ausfälle treffen uns hart, denn wir haben keine großen Alternativen“, sagt Fleckenbergs Geschäftsführer Michael Krähling.

SV Brilon -
RW Erlinghausen (So., 15 Uhr)

Aufgrund der Heimbilanz mit drei Siegen und 8:1-Toren sowie der personellen Lage bei den Rot-Weißen aus Erlinghausen ist der Tabellendritte aus Brilon Favorit im Altkreisderby. „Wir sind gut drauf und freuen uns auf das Derby“, sagt Brilons Trainer Schorsch Niglis. Bei Brilon kehrt Keeper Pressmann zwischen die Pfosten zurück. Nicht dabei sind Andre Loer, Manuel Bücker und Tobias Koschka.

Bei RW Erlinghausen entscheidet sich der Einsatz der erfahrenen Roberto Busacca und Jan Busch, die zuletzt schon arg vermisst wurden, erst vor dem Spiel. Schlecht sieht es auch bei Christian Nehlert aus, der eine Schienbeinverletzung hat, und vermutlich nicht spielen kann. Syleman Gültekin fehlt mit einem Faserriss. „In Anbetracht dieser Situation bleibt nur zu hoffen, dass Jan und Roberto auflaufen können. Aber auch mit den beiden wird es sehr schwer. Gegen den SV Brilon sind jedoch alle bei uns hochmotiviert. Egal mit welcher Mannschaft wir auf dem Platz stehen“, sagt RWE-Trainer Stephan Schröder.

SG Hoppecketal/Padberg -
BC Eslohe (So., 15 Uhr)

In Padberg hat der Aufsteiger bisher noch nicht verloren (0:0 und 2:2). Eslohe hat nach den bisherigen drei Auswärtsspielen eine ausgeglichene Bilanz (1 S., 1 U., 1 N.). „Von der Papierform her ist Eslohe Favorit“, sagt SG-Trainer Thorsten Frohneberg, der bereits nach sechs Spieltagen von einer angespannten Situation spricht. „In den beiden letzten Spielzeiten haben wir nur oben gestanden. Daher ist die augenblickliche Situation für alle neu. Wir müssen lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Angst haben wir keine. Ich hoffe, dass wenigstens ein Punkt bei uns bleibt.“ Fehlen werden Tim Heuschneider (fällt auf unbestimmte Zeit aus), Peter Rozdebski (familiär verhindert), Alexander Luce und Otto Sagel (beide privat verhindert). Ferner ist der Einsatz von Torhüter Frank Simon fraglich.

Auch der BC Eslohe hat große Personalsorgen. Bedingt durch Schichtarbeit, Urlaub, Krankheit und Verletzungen fallen erneut mehrere Spieler aus. „Alle aufzuzählen, wäre müßig. Ich muss auf jeden Fall wieder auf drei A-Jugendliche zurückgreifen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiß ich noch nicht, wer mir zur Verfügung steht“, sagt Eslohes Trainer Andre Büsse. „Wir müs-sen in die Zweikämpfe kommen und uns nicht wie zuletzt in Dorlar den Schneid abkaufen lassen. Außerdem müssen wir eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen.“

TuS Müschede -
FC Nuhnetal (So., 15 Uhr)

Im vergangenen Jahr gab es ein Schützenfest. Der TuS Müschede, der derzeit mit einem Punkt Rückstand auf Hüsten auf Platz zwei liegt, gewann gegen den FC Nuhnetal mit 8:3. TuS-Trainer Marco Szczygiel: „Der FC Nuhnetal ist vorne hui und hinten pfui. Darauf werden wir uns einstellen. Wenn die Gäste einen guten Tag erwischen und man sie spielen lässt, können sie je-den in der Liga schlagen. Gegenüber der letzten Serie lassen wir aber zurzeit wenig Gegentore zu. Das ist auch ein Verdienst von Basti Keil und Julian Gawenda, die der De-fensive Sicherheit geben. Ich hoffe, dass wir nicht in Rückstand geraten. Am Sonntag brauchen wir Geduld.“ Sommer, der zuletzt beim 5:0-Sieg bei RW Erlinghausen gefehlt hat, ist wieder dabei. Ein Fragezeichen steht hinter Fabian Lülff. Fehlen werden Vito Catalano, Sebastian Schulz und Michael Steinrücke.

Beim FC Nuhnetal fehlen verletzungsbedingt Thorsten Ante und Marc Gross. Der Einsatz von Patrick Sauerwald entscheidet sich erst am Sonntag. Erstmals wieder dabei nach seiner Verletzung ist Sascha Bleich.

Zu den Aussichten sagt Nuhnetals Trainer Günter Guntermann: „Von der kleinen Serie mit drei Siegen dürfen wird uns nicht blenden lassen. Die Einstellung hat zwar gestimmt, spielerisch ist aber noch viel Sand im Getriebe.“ Der FC Nuhnetal gewann zuletzt zweimal in der Meisterschaft (3:0 gegen Hoppecketal, 2:1 gegen Dorlar) und einmal im Pokal (3:1 in Assinghausen). Guntermann: „Müschede ist aber ein anderes Kaliber. Der TuS ist aus unserer Sicht gesehen zur falschen Zeit in Tritt gekommen. Für mich ist Müschede der Top-Favorit auf die Meisterschaft. Die Mannschaft ist taktisch gut ausgebildet und verfügt mit Vento über einen der überragenden Mittelfeldspieler der Liga. Wir haben aber durch die drei Siege auch Selbstvertrauen getankt.“

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