Damen-Handball

Wölfinnen verabschieden sich mit 32:27-Sieg aus der Oberliga

Lücke genutzt: Die SG Menden Sauerland II (hier im Angriff mit Luisa Köck) gewinnt gegen den TSV Hahlen mit 32:27 (15:12).

Lücke genutzt: Die SG Menden Sauerland II (hier im Angriff mit Luisa Köck) gewinnt gegen den TSV Hahlen mit 32:27 (15:12).

Foto: Dietmar Reker

Menden.   Trotz des Abstiegs noch einmal aufgedreht: Die Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland gewinnen ihr letztes Meisterschaftsspiel.

Eigentlich war es ein schönes Saisonende für die Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland. Den „Wölfinnen“ gelang im letzten Saisonspiel noch einmal ein Sieg. Gegen den TSV Hahlen fuhren die Mariotti und Co. einen letztlich verdienten 32:27 (15:12) Erfolg. Allerdings war der Sieg nur ein kleines Trostpflaster für eine bittere Saison, die mit dem Abstieg in die Verbandsliga endete.

Während der gesamten Partie am späten Samstag Nachmittag ging schon viel Wehmut durch die Walramhalle. Denn mit dem finalen Erfolg ging auch eine erfolgreiche Ära für den Mendener Frauenhandball zu Ende, die vor 35 Jahren mit der Westdeutschen Meisterschaft eines Teams des SV Menden begonnen hatte. Damals noch unter der heimischen Trainerlegende Dieter Kamp. Doch das ist nun einmal Vergangenheit, ab sofort steht der Frauenhandball bei der SG Menden Sauerland unter der Überschrift „Neuaufbau mit dem eigenen Nachwuchs“.

Zunächst zeigte aber die „alte“ Mannschaft noch einmal ihr Potenzial. Und das sah so aus, dass man den Gegner aus Ostwestfalen über die komplette Spielzeit beherrschte. „Mir war klar, dass die Mädels dieses Spiel gewinnen werden. Es ist halt kein Druck mehr da“, war SG-Frauenwart Andre Julius vom vorerst letzten Sieg eines Mendener Oberliga-Teams überzeugt. Für die heimischen Ballwerferinnen war es auch eine Art von Belohnung für den Zusammenhalt in der Mannschaft. „Wir hatten uns das auch alle anders vorgestellt“, war von den Teams zu hören. Wobei man sich als Mannschaft in Sachen Zusammenhalt sowieso keinen Vorwurf machen brauchte.

Ständig in Führung gelegen

Eine Aussage, die aber auch zeigt, dass die heimischen Ballwerferinnen oft auch an sich selbst gescheitert sind. Schön war, dass im Saisonfinale die „Wölfinnen“ von der ersten bis zur 60. Spielminute in Führung lagen.

Doch das war dann nach Spielschluss schnell nur eine Randnotiz. Denn dann wurde es richtig wehmütig in der Walramhalle, als die Mannschaft vom Verein verabschiedet wurde. „Es gab Mannschaftsbilder und Trikots als Dankeschön“, so Andre Julius. Wer weiß, vielleicht, gibt es ja bei der ein oder anderen ein Wiedersehen. Etliche Tränen kullerten nach Spielschluss.

SG Menden Sauerland: Remmert, Bertram; Julius (2), Petrias, Mariotti, Seck (4), Wrede (7), Thiemann (1), Albrecht (5), Loos (2), Gran, Fahn (7/3), Kucharczyk (2), Köck (2).

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