Handball-Landesliga

Westfalia Halingen rüstet nach Abstieg auf

Die Halinger Neuzugänge (v.l.): Patrick Schwarz, Paul Poth, Niklas Walter, Roman Köck, Max Heinemann und Jan Philipp Köhler

Die Halinger Neuzugänge (v.l.): Patrick Schwarz, Paul Poth, Niklas Walter, Roman Köck, Max Heinemann und Jan Philipp Köhler

Foto: Frank Saul

Halingen.   Ein Neuanfang steht für die Handballer von Westfalia Halingen nach dem Abstieg an. Wie der aussieht, ist noch offen.

Der Abstieg aus der Verbandsliga ist angehakt, die Vorfreude auf die neue Saison in der Handball-Landesliga groß. In der Mehrzweckhalle nahm Westfalia Halingen nun die Vorbereitung auf. Mit einigen neuen Gesichtern, aber zunächst ohne den Trainer.

Während seine Schützlinge bereits schwitzten, um sich die konditionellen Grundlagen für die Saison zu erarbeiten, weilte Walter im Urlaub. Nach seiner Rückkehr war der Dortmunder mit dem vorgefundenen Zustand seiner Mannschaft zufrieden. „Die Pause tat den Jungs gut, um mal ihre Wehwehchen auszukurieren“, bemerkt Walter, der im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen die Sommerferien durchtrainieren wird.

„So lange uns die Halle zur Verfügung steht, werden wir das auch nutzen. Es geht ja auch in zehn Wochen schon wieder los“, rechnet der Halinger Trainer vor. In diesen zehn Wochen liegt eine Menge Arbeit vor der Mannschaft.

Sieben Zugänge müssen integriert werden. Mit Paul Poth, Patrick Schwarz, Jan Phillipp Köhler, Roman Köck, Max Heinemann, Lorenz Schlotmann und Niklas Walter sollen die Schwächen des Kaders, die letztlich zum Abstieg aus der Verbandsliga führten, behoben werden. „In der vergangenen Saison war unser Kader so klein, dass wir auf Verletzungen so gut wie gar nicht reagieren konnten. Unser Ziel war es, den Kader breiter aufzustellen und jede Position doppelt besetzt zu haben. Das ist uns gut gelungen“, ist Walter mit den neuen Spielern zufrieden.

Fast 20 Spieler im Kader

17 Spieler bilden nun den Kader der ersten Mannschaft. Für den Trainer entsteht da die Qual der Wahl. „Letztes Jahr hatten wir gar keinen Handlungsspielraum. Wenn ein Spieler mal nicht zum Training kam, musste er trotzdem spielen. Jetzt kann man in so einem Fall einfach auf eine Alternative zurückgreifen“, betont Walter.

Einziger Abgang der Halinger ist Jan Ziegenwirt, der sich einer neuen Herausforderung stellen möchte. Noch ist allerdings unklar, wohin es ihn verschlagen wird.

Kein Saisonziel festgelegt

Nachdem sich die ersten Einheiten meistens draußen abspielten, geht es für die Handballer nun langsam wieder unters Hallendach. In der kommenden Woche folgt beim Handballturnier in Hagen-Emst der erste Härtetest. „Dann dürfen die Jungs endlich wieder das Spielgerät in die Hand nehmen“, schmunzelt Walter. Bis zum Saisonstart folgen dann wöchentlich weitere Testspiele mit höherklassigen Gegnern. „Von der Bezirks- bis zur Verbandsliga ist dann alles vertreten“, sagt Walter.

Ein offizielles Saisonziel möchte der Trainer noch nicht definieren. „Wir müssen erst einmal die neuen Spieler integrieren und daraus eine Mannschaft formen. Das ist nicht immer so leicht, aber wir haben ja noch Zeit bis zum Saisonstart“, erklärt der erfahrene Trainer.

Vorfreude auf Derbys

Gleichwohl ist sich Walter schon über den Status der Westfalia als Absteiger bewusst. „Wir können uns jetzt als Absteiger nicht hinstellen und sagen, dass wir um den Klassenerhalt spielen möchten. Wir wollen schon im oberen Drittel landen und guten Handball spielen. Die Jungs sollen Spaß am Handball haben und Freude daran, ihr Hobby auszuüben. Außerdem hoffe ich, dass wir in diesem Jahr von einem ähnlichen Verletzungspech wie in der Vorsaison verschont bleiben“, skizziert Walter seine Vorstellung.

Über den Abstieg ist unterdessen niemand mehr traurig am Osterfeld. Ganz im Gegenteil, die Vorfreude auf die neue Saison ist spürbar. „Wir freuen uns auf viele Derbys und kürzere Fahrtstrecken“, sagt Walter.

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