Fußball

SV Oesbern-Törjägerin Skoupra freut sich auf neuen Trainer

Athanasia Skoupra, Torjägerin des SV Oesbern, in ihrem Element: Zunächst schickt sie eine Gegenspielerin ins Leere, um den Ball dann im Gehäuse unterzubringen .

Athanasia Skoupra, Torjägerin des SV Oesbern, in ihrem Element: Zunächst schickt sie eine Gegenspielerin ins Leere, um den Ball dann im Gehäuse unterzubringen .

Foto: Tobias Schad

Menden  Athanasia Skoupra hat für ihren Verein die meisten Treffer erzielt. Für sie ist das nebensächlich, denn das Team steht für sie an erster Stelle.

. „Das Runde muss ins Eckige.“ Athanasia Skoupra, Fußballerin des SV Oesbern, nimmt diese Redewendung ziemlich ernst. In der abgelaufenen Saison der Staffel 2 der Landesliga war sie das Maß aller Dinge – im Tore schießen. Die 26-Jährige holte sich mit 32 Treffern die „Torschützenkrone“ der Liga. Ein Erfolg, der für die Fußballerin nebensächlich ist.

„Dass wir eine so gute Saison gespielt haben, liegt vor allem daran, dass wir eine Mannschaft geworden sind. Und das wir so weit sind, haben wir Marcus Potthoff zu verdanken“, sagt die Torjägerin und sieht die Ursache für den Aufschwung beim SVÖ vor allem im ehemaligen und zukünftigen Coach. Potthoff hatte die Balltreterinnen vom Habicht bis zum Ende der Saison 2017/2018 betreut und danach eine Pause eingelegt. „Marcus ist einfach ein absoluter Experte und arbeitet unheimlich zielstrebig. Unsere Mannschaft war unheimlich glücklich und hat spontan gefeiert, als klar war, dass er wieder unser Trainer wird“, mag „Atha“ Skoupra die Freude auf die neue Saison gar nicht verbergen.

Treue zum Verein

Irgendwie auch kein Wunder, wenn man die Begeisterung der 26-Jährigen für den Fußball kennt. „Ich liebe diesen Sport. Ich kann mir nichts besseres vorstellen“, sagt Skoupra. Freunde der Erzieherin wissen, dass sie sonntags gar nicht bei ihr anzurufen brauchen. „Allen ist klar, dass ich dann irgendwo auf einem Sportplatz bin“, so die torgefährliche SVÖ-Spielerin. Daraus resultiert auch die Treue zum Verein, denn Jahr für Jahr buhlen andere Vereine um die Talente der Torjägerin. „Es gab Zeiten, da habe ich mir das schon mal angehört. Doch ich muss mich irgendwie auch wohlfühlen. Und da ist nun einmal ein spezieller Bezug zum SV Oesbern.“ Das intakte Innenleben des Vereins und der Mannschaft ist der Fußballerin sehr wichtig. „Da haben wir schon etwas besonders geschaffen“, so die Vollblut-Kickerin.

Skoupra führt für das intakte Innenleben des Teams die gerade absolvierte Mannschaftfahrt nach Holland als Beispiel an: „Wir waren da vier Tage unterwegs und es hat keinen Streit gegeben. Eigentlich erwarten das doch viele, wenn eine Frauen-Truppe unterwegs ist.“ Der Zusammenhalt werde auch dadurch deutlich, dass sich die älteren Teammitglieder um die Mitspielerinnen kümmern, die einen Durchhänger haben. „Das geht aber nur, wenn man eine Mannschaft ist und man einen Blick dafür bekommt“, so Skoupra.

Westfalenliga im Blickfeld

Dass bei aller Harmonie aber auch die sportlichen Ziele durchaus ambitioniert sind, macht die 26-Jährige deutlich: „Wir wollen schon mal in der Westfalenliga spielen“, hat man am Habicht die höhere Spielklasse im erweiterten Blickfeld. Das belegen ja auch die zahlreichen Zugänge. Daraus eine Mannschaft zu formen, wird die Aufgabe von Marcus Potthoff sein. Der auch wieder auf seine Goalgetterin setzen wird. Für die jetzt schon klar ist, dass sie dem Fußball lange treu bleiben wird. „Ich werde mal Trainerin werden“, so Athanasia Skoupra, für die ein Leben ohne das „Runde“ nicht mehr denkbar zu sein scheint.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben