Balve Optimum

Manfred Dippong gibt die wichtigen Signale

Manfred Dippong sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Manfred Dippong sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

Foto: Dietmar Reker

Balve.   Ein kurzes Nicken, ein schnelles Handzeichen: Beim Balve Optimum achtet jeder Sportler genau auf Manfred Dippongs Gestik.

Kopfnicken oder Handzeichen, mit diesen Gesten sorgt Manfred Dippong im Springstation des Longines Balve Optimum für einen reibungslosen Ablauf. Er hat einen wichtigen Posten, denn der Balver ist dafür verantwortlich, dass die Reiterinnen und Reiter mit ihren Pferden zeitgenau in den Parcours einreiten. Mit zwei weiteren Helfern steht er am Parcourseingang und beobachten das Geschehen auf dem Hauptplatz.

Enger Kontakt mit dem Fernsehen

„Wir müssen den Aktiven an der sogenannten ,Schleuse’ sagen, wann sie einreiten dürfen“, erklärt Dippong. Diese Aufgabe hat er schon länger inne. Seit ungefähr zehn Jahren ruft er die Reiter nun schon vom Abreiteplatz auf. Auf Letzterem wärmen die „Cracks“ ihre Pferde auf und absolvieren einige Probesprünge.

Kleine Faustformel von einem, der es wissen sollte: „Bei zirka zehn bis fünfzehn Pferden vor dem eigenen Einritt, setzen sich die Teilnehmer schon in den Sattel und reiten Schritt, Trab und Galopp und wärmen so die Vierbeiner auf“, sagt Dippong.

Ganz wichtig wird die Aufgabe, wenn das Fernsehen da ist. „Dann müssen wir genau planen. Das Fernsehen und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) besprechen mit uns Ansagern, wie viele Minuten für das Springen eingeplant sind.“

Sendezeiten immer im Blick

Dann kann Dippong zeitgleich bis zu drei Teilnehmer in die Hindernisbahn schicken. „Natürlich springen die nicht auf einmal, aber die Zeit verkürzt sich enorm“, fügt er hinzu. Der Mitarbeiter vom Fernsehen gibt ihm permanent Hinweise, wie viel Fernsehzeit noch vorhanden ist. „Wir führen hier praktisch ein Zeitmanagement durch. Falls nicht genügend Zeit vorhanden ist, darf eben nur ein Paar auf dem Platz“, so Dippong, der sonst als Architekt arbeitet.

Das Planen liegt ihm im Blut. Über einen längeren Zeitraum war er deshalb sogar Parcourschef. Die Materie ist ihm also nicht unbekannt. Ganz im Gegenteil: Seine Tochter Lisa zählt zu den stärksten Dressureiterinnen im Märkischen Kreis.

Zurück zum Turnierplatz: „Ich informiere die Reiter auch über Pausen im Parcours, wenn die Bodenpflege ansteht“, erklärt Dippong. Ganz wichtig dabei : „Ich rufe jeden Teilnehmer mit Namen auf.“

Viele Reiter verlassen sich auf Manfred Dippong, denn manch einer ist so mit dem Aufwärmen seines Pferdes beschäftigt, dass er gar nicht merkt, wann es losgeht. Oft kommen die Reiter zum Einritt am Hauptplatz und warten, bis „Manni“ durch Kopfnicken oder Handzeichen den Einritt freigibt. „Bei den meisten klappt das auch.“

Zu wünschen ist ihm am Sonntag daher ein glückliches Händchen, damit alle Ritte zeitgerecht über den Fernsehsender laufen.

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