Eishockey

Iserlohn Roosters verlieren erneut und bangen um Friedrich

Der Gesichtsausdruck von Co-Trainer Jim Midgley zeigt es an: Auch beim 0:5 gegen Mannheim sind die Iserlohn Roosters chancenlos.

Der Gesichtsausdruck von Co-Trainer Jim Midgley zeigt es an: Auch beim 0:5 gegen Mannheim sind die Iserlohn Roosters chancenlos.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Iserlohn.  Die nächste klare Niederlage für die Iserlohn Roosters in der DEL: Mit 0:5 verloren sie gegen die Adler Mannheim. Welche Statistik erschreckt.

Es war ein Bild mit Symbolcharakter: Nach einem grenzwertigen Check von Andrew Desjardins lag Marko Friedrich benommen auf dem Eis. Die Nummer 67 der Iserlohn Roosters lag am Boden, so wie sein Klub in der Deutschen Eishockey Liga derzeit am Boden liegt und Richtung Tabellenende taumelt. Die deutliche 0:5-Niederlage gegen die Adler Mannheim war die vierte in Folge – und eine Statistik bereitet vor allem Sorgen.

Roosters vier Minuten in Überzahl

Dabei begann das Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister mit einer Art Steilvorlage. Für vier Minuten schickten die Schiedsrichter Mannheims Borna Rendulic bereits in der zweiten Spielminute auf die Strafbank. Doch die Roosters konnten daraus keinen Profit schlagen und brachten das Tor der Gäste nie ernsthaft in Gefahr.

Roosters: Die Pressekonferenz nach dem 0:5 gegen Mannheim
Roosters- Die Pressekonferenz nach dem 0-5 gegen Mannheim

Anders traten die Mannheimer auf. Mark Katic brachte seine Mannschaft in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Er nutzte eine kurze Verwirrung in der Defensive der Sauerländer eiskalt aus und ließ Iserlohns Torwart Anthony Peters keine Chance.

Ebenso chancenlos war Peters beim Treffer zum 2:0 der Gäste durch Andrew Desjardins (17.). Ein leichtfertiger Scheibenverlust der in Überzahl spielenden Roosters im Offensivdrittel, ein schneller Sololauf – und schon lagen die Gastgeber mit zwei Treffern zurück, verdient.

Torwartwechsel nach dem 0:5

Petan, Grenier oder Halmo besaßen in der Folge zwar auch sehr gute Torchancen, allerdings nutzten sie diese nicht. Mannheim schraubte das Ergebnis mit der Coolness eines Meisters immer weiter in die Höhe. Benjamin Smith (27./29.) und Nicolas Krämmer (35.) ließen die meisten Roosters-Fans unter den 4058 Zuschauern endgültig verstummen, während Roosters-Trainer Jason O’Leary seinen Goalie erlöste, Peters vom Eis nahm und Andy Jenike zwischen die Pfosten stellte.

Dass die Partie für Daniel Weiß nach einem Check von hinten an der Bande in der 38. Minute beendet war? Das war fast genauso nebensächlich wie die Spieldauerstrafe gegen Mannheims Thomas Larkin in der 54. Minute. Viel alarmierender neben der vierten Niederlage in Folge: Seit nun 211,21 Minuten sind die Roosters ohne eigenen Treffer. Brody Sutter traf zuletzt zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen den ERC Ingolstadt (Endstand: 2:3). Es folgten die Pleiten gegen Berlin (0:4), Straubing (0:5) – und jetzt Mannheim.

Das sagt Jason O’Leary

„Mannheim hat sehr stark gespielt heute Abend. Wir haben wieder unsere Chancen nicht genutzt, haben aber auch zu wenig Druck auf das Tor gemacht“, sagte Roosters-Trainer Jason O’Leary. Ob er nach zuletzt zehn Spielen mit nur zwei Siegen, jetzt wieder vier Niederlagen in Folge und vor allem auf Grund der 211,21 Minuten ohne eigenen Treffer mehr als Psychologe denn als Trainer gefordert ist? „Ja, auf jeden Fall“, antwortete der Coach.

So geht es Marko Friedrich

Marko Friedrich wurde übrigens noch während der Partie mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht und untersucht. Nach dem Spiel war Friedrich kurz in der Eishalle. „Wie es mit ihm weitergeht, müssen wir abwarten“, sagte O’Leary.

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