Eishockey

Iserlohn Roosters: So will O’Leary die Sturm-Flaute beenden

Fordert mehr Schüsse auf das gegnerische Tor: Der Iserlohner Trainer Jason O’Leary.

Fordert mehr Schüsse auf das gegnerische Tor: Der Iserlohner Trainer Jason O’Leary.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Iserlohn.  Tabellenletzter, kaum Tore geschossen: Trotzdem wollen die Iserlohn Roosters in Bremerhaven siegen. Ein einfaches Mittel soll dabei helfen.

Dieses Tor, es diente Jason O’Leary als Beispiel, als gutes Beispiel und das sogar in mehrfacher Hinsicht. Chris Rumble hatte fast von der blauen Linie abgezogen, Neal Samanski aufgepasst – und zu seinem ersten Treffer in der Deutschen Eishockey Liga abgestaubt. So, wie der am Ende einzige Treffer der Iserlohn Roosters in Krefeld fiel, so soll die Sturm-Flaute der Sauerländer beendet werden.

Vor dem Auswärtsspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven und dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG, fordert Coach O’Leary deshalb von seinen Akteuren: „Wir müssen mehr auf das Tor schießen.“

Roosters: Samanski sichert sich wenigstens den Puck
Roosters- Samanski sichert sich wenigstens den Puck

Weniger Schnörkel, ein einfacheres Spiel – das will O’Leary sehen. Manager Christian Hommel hatte das Schönspielen bereits nach dem Heimspiel gegen Schwenningen als Ansatz für die bislang wenigen Tore ausgemacht. Sieben Mal trafen die Roosters in den ersten vier Spielen. In der vergangenen Saison hatte sie bereits 19 (!) Treffer auf dem Konto stehen. Schlechter haben in dieser Spielzeit nur die Kölner Haie getroffen (sechs Tore).

Daine Todd vor dem Comeback

Im Training ließ O’Leary aus allen Positionen aufs Tor schießen. Denn gegen die Pinguins, die als Tabellendritter die bisherige Überraschung der Saison sind, möchte er eine Premiere erleben. „Wir sind noch nie in Führung gegangen, wir mussten immer einem Rückstand hinterher jagen“, sagt er. Eine Führung sorge für mehr Selbstvertrauen, für mehr Sicherheit im Spiel. „Das ist auch ein bisschen eine Kopfgeschichte.“

Aus dieser Sicherheit heraus sollen sich die Spieler des Tabellenletzten weiterentwickeln. „Es ist gut, gute Jungs zu haben, aber wir brauchen Krieger“, sagt der Trainer. Das Potenzial dazu sieht er in seiner Mannschaft, für die am Freitag neben Daniel Weiß und Ryan O’Connor auch wieder Daine Todd auf das Eis gehen dürfte. Todd fehlte bislang verletzt. Hinter dem Einsatz von Alex Petan steht ein Fragezeichen, hinter dem von Erik Buschmann auch. Im Tor beginnt erneut Anthony Peters.

Warum der Samanski-Treffer in Krefeld aber in mehrfacher Hinsicht als gutes Beispiel diente?

O’Leary kritisiert Konkurrenz

Weil ihn ein U23-Spieler erzielte. „Wir setzen auf die Jungs und geben ihnen jede Menge Spielpraxis“, sagt O’Leary und ergänzt: „Anders als andere Klubs in der DEL.“ Die Iserlohn Roosters gehen ihren neuen Weg konsequent weiter – mit mehr erzielten Toren würde er sich jedoch in Richtung Platz zehn als weniger steil darstellen.

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