Wassersport

Gina Barth vom Mendener SV hat ihre Zukunft fest im Blick

Gina Barth in ihrem Element: Die Schwimmerin des Mendener SV ist über 100 Meter Brust schnell unterwegs. Die Distanz überwindet sie in etwas mehr als 1:15 Minute.

Gina Barth in ihrem Element: Die Schwimmerin des Mendener SV ist über 100 Meter Brust schnell unterwegs. Die Distanz überwindet sie in etwas mehr als 1:15 Minute.

Foto: Tobias Schad

Menden.  Die 18-Jährige hat sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Sie kann zwar nicht an den Start gehen, hat aber schon ein neues Ziel.

„Noch bevor ich überhaupt im Stande war zu laufen, konnte ich schon schwimmen“, erinnert sich Gina Barth, Schwimmerin des Mendener SV, an ihre Anfänge im Wasser. Der mittlerweile 18-Jährigen wurde der Sport quasi in die Wiege gelegt. „Mein Vater war bis zum vergangenen Februar erster Vorsitzender des Schwimmvereins. Meine Mutter hat vor zwei Jahren sogar noch die Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse 50 über die 100 Meter Brust gewonnen“, erinnert sich Barth. Die junge Frau hat das Wasser quasi im Blut. Deshalb stand auch schon im „Schwimmflügelalter“ fest, dass ihre sportliche Zukunft zwischen den bunten Bahnbegrenzungsleinen liegt. Und die verläuft sogar recht erfolgreich. Wen wundert’s, bei dieser schwimmbegeisterten Familie.

Kollegiales Miteinander

Gina Barth hat erfolgreiche acht Monate hinter sich. Aus sportlicher und schulischer Sicht, denn sie hat neuerdings ihr Abitur in der Tasche. Pläne für ihre weitere Laufbahn hat sie auch schon: „Ich habe mich, direkt nachdem ich mein Abi-Zeugnis bekommen habe, für ein Zahnmedizinstudium in Bonn beworben“, sagt sie. Jetzt heißt es warten. Ende Juli, Anfang August rechnet sie mit einer Antwort der Universität. Bis dahin verbringt die 18-Jährige ihre freie Zeit mit Urlaub und Training. Sie ist derzeit mit Freundinnen vom SV in Schweden unterwegs. Mit den Mannschaftskolleginnen verbindet sie nicht nur der Sport, sondern eine enge Freundschaft, wenn nicht sogar mehr: „Beim SV sind wir eine Familie.“ Der Zusammenhalt ist groß beim Mendener Verein. Teamfähigkeit ist hier schon quasi eine Tugend: „Viele sagen, Schwimmen ist kein Mannschaftssport. Aber bei uns ist es so, vor allem bei den Staffeln. Wenn jemand keine gute Leistung bringt, wird er oder sie direkt vom gesamten Team aufgebaut.“ Dieses kollegiale Miteinander sei etwas Besonderes und maßgeblich dafür, dass die Sportler in ihren Einzelwettbewerben erfolgreich abschneiden. „Bei uns gibt es keine Streitigkeiten. Man muss Freude haben, um Leistung zu bringen.“

Dezember im Fokus

Apropos Leistung: Die hat Gina Barth in den vergangenen Monaten geliefert. Sogar so gut, dass sie sich für die offenen Deutschen Meisterschaften vom 1. bis zum 4. August in Berlin qualifiziert hat. Für 50 und 100 Meter Brust. Die 50 Meter buchte sie sogar schon im September in Solingen. Die 100 Meter machte sie mit knapp 1:15,6 Minuten bei den südwestfälischen Meisterschaften klar. „Das war echt eine Erleichterung“, erklärt Barth und führt fort: „So gern ich bei den Deutschen Meisterschaften mitgeschwommen wäre, dieses Jahr passt es leider aus persönlichen Gründen nicht.“ Der jungen Schwimmerin ist die Entscheidung nicht leicht gefallen: „Ich hätte mich gerne mit der deutschen Spitze gemessen.“ Aber die Meisterschaften schwimmen ja nicht so einfach weg. Gina Barth plant schon die Teilnahme am nächsten Wettkampf: „Ich würde gerne im Dezember bei den Kurzbahnmeisterschaften in Berlin mitschwimmen.“ Wichtig ist ihr auch der Verein oder wie sie sagt: „Meine SV-Familie.“ Sollte es mit dem Studium in Bonn klappen, will sie trotzdem für den Mendener SV schwimmen. „Ich würde dann einfach in Bonn trainieren. Da gibt es ja schließlich auch Schwimmbäder.“

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