Handball-Landesliga

Fünf Gründe warum es bei Westfalia Halingen nicht läuft

Dennis Bichmann (rechts) wird schmerzlich vermisst.

Dennis Bichmann (rechts) wird schmerzlich vermisst.

Foto: Martina Dinslage

Halingen.  Als Titelkandidat in die Saison gestartet, nun heißt es Abstiegskampf. Wir betreiben Ursachenforschung.

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Mit dem Spiel gegen die SG Ruhrtal steht für den Handball-Landesligisten Westfalia Halingen ein vier-Punkte-Spiel gegen einen direkten Nachbarn im Tabellenkeller auf dem Programm. „Da zählen nur zwei Punkte. Egal wie. Das Spiel müssen wir gewinnen“, sagt Olaf Pokroppa, Vorsitzender der Westfalia. Anwurf ist am Samstag um 19.15 Uhr in der Mehrzweckhalle. Aber warum läuft es in dieser Saison im Mendener Norden so schlecht? Fünf Gründe, woran es liegen könnte.

1 Verletzungen: Bereits seit April müssen die Halinger auf ihren besten Torschützen Dennis Bichmann verzichten. In diesem Jahr wird er auch nicht mehr zurückkehren. Die Treffer des wurfgewaltigen Halingers fehlen. Hinzu kommen die ständigen Ausfälle weiterer Leistungsträger.

2 Kein(e) Leader: Häufig gleichen die Halinger Auftritte in dieser Saison dem gleichen Strickmuster. Einer guten bis sehr guten ersten Halbzeit folgt der Einbruch in der zweiten Hälfte. „Da fehlt einer, der das Heft des Handelns in die Hand nimmt und die anderen mitreißt“, sagt der Halinger Vorsitzende. Auch in dieser Rolle wird Dennis Bichmann schmerzlich vermisst. Verwunderlich ist es schon, dass sich kein Spieler findet, haben doch die meisten Akteure bereits Erfahrungen in höherklassigen Ligen gesammelt.

3 Erwartungshaltung: Dass man das Saisonziel „oben mitspielen“ nach dem Abstieg aus der Verbandsliga ausgegeben hat, war ein Fehler wie sich nun zeigt. „Das müssen wir natürlich korrigieren. Für uns steht jetzt der Klassenerhalt an erster Stelle. Wir haben es noch nicht geschafft, uns in der Landesliga zu akklimatisieren“, sieht Pokroppa ein. Gegen den Aufsteiger aus Ruhrtal ist ein Sieg umso bedeutender, weil der Abstand zwischen beiden Teams sonst auf vier Punkte anwächst und ein schneller Sprung aus dem Keller immer schwieriger wird.

4 Die Vorbereitung: Mitten in der Vorbereitung trennte sich die Westfalia von Trainer Jörg Walter. Mit Sebastian Swoboda stand zwar direkt ein Nachfolger parat, aber eine gewisse Unruhe ließ sich nicht vermeiden. „Sebastian macht einen super Job und ist genau der richtige Trainer für uns“, betont Olaf Pokroppa und lobt den ehemaligen Übungsleiter der zweiten Mannschaft. Erschweren kommt hinzu, dass der Kader noch von Vorgänger Walter nach dessen Wünschen zusammengestellt wurde.

5 Einstellung: Ein Problem, das Trainer Sebastian Swoboda häufiger bemängelt hat. „Wir sind manchmal zu leichtsinnig und spielen nicht vernünftig zu Ende. Bei Führung fangen wir an Trickwürfe zu probieren, statt vernünftig weiterzumachen.“

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