Finnentop/Bamenohl

Wird der Vizetitel in der Westfalenliga noch wertvoll?

Heiko Entrup lässt Yannick Ohler keine Chance und erzielt das 2:0 für Finnentrop/Bamenohl.

Heiko Entrup lässt Yannick Ohler keine Chance und erzielt das 2:0 für Finnentrop/Bamenohl.

Foto: Martin Droste

Finnentrop/Bamenohl.   Die SG Finnentrop/Bamenohl geht nach dem souveränen 6:1 (4:0)-Heimsieg gegen Absteiger Kirchhörder SC als Tabellenzweiter in das Saisonfinale.

Das Fernduell um die Vize-Meisterschaft wird in Iserlohn (Finnentrop/Bamenohl) und Wiemelhausen (Sinsen) ausgetragen.

Vielleicht bekommt der letzte Spieltag noch eine ganz besondere Bedeutung. Denn sollte nach Informationen von SG-Trainer Ralf Behle Regionalligist Wuppertaler SV die Lizenz nicht bekommen, könnte Kaan-Marienborn wieder über den Strich rutschen, mit Auswirkungen nach unten. Dann kommt es vielleicht doch noch zu einer Aufstiegsrelegation der Westfalenliga-Zweiten.

Frühe Entscheidung

„Wenn du die Chance hast, aufzusteigen, dann musst du sie auch nutzen“, will sich Behle erst gar mit den auch im Umfeld des heimischen Westfalenligisten geäußerten Bedenken beschäftigen, die Oberliga sei für den Verein eine Nummer zu groß.

Während der Kirchhundemer „stolz“ auf die Entwicklung seiner Mannschaft ist und sich über die Reaktion nach dem 1:3 beim Kellerkind Horst-Emscher freuen konnte, verließ Kirchhördes Coach Lothar Huber die H&R-Arena mit gemischten Gefühlen. Der 67-jährige will sich nach der Saison endgültig aus dem Trainergeschäft zurückziehen. „Es wird auch Zeit. Aber es ist schade, sich mit dem Abstieg zu verabschieden“, blickte der ehemalige Verteidiger von Borussia Dortmund etwas traurig drein. Vor dem „sympathischen“ und erfahrenen Kollegen zog Ralf Behle den sprichwörtlichen Hut.

Furioses Finale

Das letzte Saison-Heimspiel in Bamenohl war früh entschieden. Mit einem für Torwart-Routinier Yannick Ohler unhaltbar abgefälschten Schuss brachte Tim Schrage die Platzherren schon in der 4. Minute mit 1:0 in Führung. Die Nummer 9 der Gastgeber war am Sonntag auffälligster Spieler seiner Mannschaft. Das lag aber nicht nur an seiner Leistung auf dem Kunstrasenplatz. Schrage spielte mit neuen Schuhen. Deren Farbe beschrieb ein Gästebetreuer als „Bonbon-rosa“. „Ich musste mal eine neue Farbe probieren“, schmunzelte Schrage nach seiner Auswechslung, die aber nichts mit seiner Leistung zu tun hatte. Trainer Behle nahm seinen Angreifer und später auch Moritz Kümhof wegen der vierten gelben Karte vorzeitig aus der Begegnung.

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden. Schon vor dem Halbzeitpfiff hatten Heiko Entrup (12.), Lasse Strotmann (18.) nach einem tollen Angriff über Tim Schrage und Heiko Entrup sowie Kümhof per Kopfballtor (38.) auf 4:0 erhöht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit vergab Nicolas Herrmann zunächst das 5:0, als er frei vor dem Tor nur das Außennetz traf. Für den 1:4-Ehrentreffer sorgte auf der anderen Seite Christian Wazian (65.), auf Vorarbeit des pfeilschnellen Alexander Bernhard.

Das sollte aber das letzte Aufbäumen der Gäste gewesen sein. Tobias Kleppel mit dem 5:1 (81.) und Lasse Strotmann, der immer mehr zum Torjäger wird, mit dem 6:1 (86.) sorgten für ein furioses Finale der Heimmannschaft. Das alles sah Hasan Dogrusöz nach seinem erneuten Urlaub nur von der Auswechselbank.

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