Sportlerwahl

Wer wird Sportlerin des Jahres 2020? Stimmen Sie ab!

Die "ungekrönte Königin" ist Helena Tröster bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften in Hagen mit drei Titeln.

Die "ungekrönte Königin" ist Helena Tröster bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften in Hagen mit drei Titeln.

Foto: lup

Kreis Olpe.  Seit der vergangenen Woche läuft die Wahl unserer Zeitung zur Sportlerin, zum Sportler und zur Mannschaft des Jahres 2020.

In sechs Etappen stellen wir unseren Lesern und Leserinnen in den nächsten Wochen die je sieben zur Wahl stehenden Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften vor. Den Auftakt machten - wie es sich gehört - in der vergangenen Woche die ersten vier Kandidatinnen Annica Deblitz, Liv Heite, Johanna Pulte und Isabel Schneider. In dieser Folge sind die anderen drei an der Reihe

Melina Schöttes

Die Skilangläuferin des Skiclub Oberhundem und „Titelverteidigerin“ war auch 2020 sehr erfolgreich. Mitte Januar gewann Melina Schöttes den 50. Dolomitenlauf. Die WP-Sportlerin des Jahres 2019 feierte damit ihren ersten Sieg bei einem internationalen Skimarathonrennen. Der Dolomitenlauf ist die größte Langlaufveranstaltung in Österreich mit fast 1000 Profi- und Hobbyläufern. Nur zehn Minuten nach dem norwegischen Sieger in der Herrenklasse bog Melina Schöttes auf die Zielgerade ein und nahm unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer nach 1:46:58 Stunden den Siegerkranz entgegen. Nach 42 Kilometern folgte ein emotionaler Empfang in Lienz. „Dass die Nationalhymne nur für mich gespielt wurde, und ich da oben stand, war schon ein cooles Gefühl. Das habe ich auch noch nicht erlebt.“

Zwei Wochen vor dem ersten Lockdown folgte der zweite große Erfolg. Bei der Skimarathon-Europameisterschaft im März in Leutasch gewann Melina Schöttes über 42 Kilometer in der freien Technik Bronze. Dabei musste sie wegen eines Stockbruchs nach einem Sturz 1,5 Kilometer mit nur einem Stock laufen. Dann kam der erste Lockdown. Aber Mitte Oktober fügte Melina Schöttes, inzwischen 22 Jahre, ihrer langen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu: In Gersfeld bei Fulda wurde sie Deutsche Meisterin im Rollski-Berglauf. Nach 5,4 Kilometern blieb die Zeit bei 22:17,5 Minuten stehen.

Pauline Fernholz

2020 war das große Jubiläumsjahr des Frauenfußballs. 1970, also vor 50 Jahren, hob der DFB das Frauenfußball-Verbot auf. Und das Jubiläumsjahr war trotz Corona ein sehr erfolgreiches Jahr für den Frauenfußball im Kreis Olpe. Neben dem Landesliga-Aufstieg der SG Albaum/Heinsberg war der Regionalliga-Aufstieg der SF Siegen einer der Highlights für den Frauenfußball im Kreis Olpe. Warum SF Siegen? Weil bei den Sportfreundinnen mit Marie und Sophie Rüthing aus Meggen sowie Lotta und Pauline Fernholz aus Hillmicke zwei Schwestern-Paare ganz wichtige Rollen beim Regionalliga-Aufstieg der Siegenerinnen spielten. Bei dem erfolgreichen Quartett aus dem Kreis Olpe stach Pauline Fernholz, die 2019 bereits mit Fortuna Freudenberg in die Westfalenliga aufstieg, noch ein wenig heraus. Mit 13 Toren war sie zweitbeste Torjägerin der Frauenfußball-Westfalenliga der Saison 2019/20.

Und Pauline Fernholz setzte in der neuen Spielzeit und in der neuen Umgebung noch einen drauf. Mit acht Treffern führt sie zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung Ende Oktober die Torschützenliste der Regionalliga an. Damit hat sie maßgeblichen Anteil daran, dass die Siegenerinnen schon wieder auf dem ersten Platz stehen. Pauline Schürholz hofft, dass es bald wieder los geht. „Es ist richtig ärgerlich, dass die Corona-Pause gekommen ist. Unsere Mannschaft ist gut in Schuss. Wir befinden uns in einer guten Ausgangslage im Kampf um die Meisterschaft. Dennoch müssen wir die Entscheidung des FLVW abwarten. Es ist alles ungewiss. Und es wird keine Entscheidung geben, die für alle Mannschaften fair ist“, befürchtet Pauline Fernholz.

Helena Tröster

Helena Tröster aus Kirchveischede kann trotz Corona auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken. Ende Januar wurde die Leichtathletin der TSG Lennestadt in Dortmund mit 5,64 Metern NRW-Hallenmeisterin im Weitsprung (U18). Nach dem ersten Lockdown ging es erfolgreich weiter. Bei den Westfälischen Jugendmeisterschaften Mitte September in Hagen war Helena Tröster die „ungekrönte Königin" der Titelkämpfe. Sie gewann die Titel über 100 und 200 Meter sowie im Weitsprung.

Damit nicht genug: Mit 12,06 Sekunden (100 Meter),24,90 Sekunden (200 Meter) und 5,79 Metern (Weitsprung) stellte sich auch gleich drei neue persönliche Bestleistungen auf. „Ich habe das alles noch gar nicht so richtig realisiert, ich bin total überrascht“, sagte Helena Tröster nach ihrem Dreifach-Triumph im Ischelandstadion. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im September in Heilbronn wurde Helena Tröster in der Altersklasse U18 in 25,13 Sekunden Elfte über 200 Meter. Helena Trösters Erfolge wurden honoriert. Im November wurde die 16-jährige Schülerin des Gymnasiums der Stadt Lennestadt für den Landeskader im Goldgas-Talentteam des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen nominiert. Und das war noch nicht alles. Bundestrainerin Elke Bartschat berief Helena Tröster Ende November für den Nationalkader 2 des DLV (NK2).

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