Fußball-Landesliga

VSV Wenden „verliert“ 3:3 in der 95. Minute gegen SpVg Hagen

Redouane El Alami (links) ist einer der Aktivposten des VSV Wenden beim unglücklichen 3:3 gegen den Tabellenzweiten SpVg Hagen 11

Redouane El Alami (links) ist einer der Aktivposten des VSV Wenden beim unglücklichen 3:3 gegen den Tabellenzweiten SpVg Hagen 11

Foto: Michael Meckel

Schönau.  Der VSV Wenden geht in der Nachspielzeit in Führung und gewinnt trotzdem nicht gegen die SpVg Hagen 11.

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Über diesen Fußball-Krimi werden sich die, die ihn erlebt haben, mit Sicherheit noch länger sprechen. Das gilt vor allem für die Schlussphase des Landesliga-Fußballspiels VSV Wenden gegen die SpVg Hagen 11.

Was war geschehen? Als sich das Spiel beim Stand von 2:2 dem Ende näherte, kündigte Schiedsrichter Kevin-Lars Papiorek per Handzeichen zwei Minuten Nachspielzeit an. In der ersten dieser zwei Minuten fasste sich Wenden Andre Schilamow ein Herz und zog aus 20 Metern ab. Mit gütiger Mithilfe von Gästetorwart Niklas Eklas kullerte der Ball zum 3:2 für Wenden über die Linie. Groß war der Jubel bei den Gastgebern. Die so wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf waren für den Tabellenletzten zum Greifen nahe.

Doch Schiedsrichter Papiorek pfiff zum Erstaunen und Ärger der VSV-Fans einfach nicht ab, sondern ließ statt der angezeigten zwei sage und schreibe fünf Minuten nachspielen. Und was geschah, können Sie sich denken. In der 95. Minute flog ein langer Pass durch den Wendener Strafraum. Tim Bodenröder erwischte den Ball am Fünfer und beförderte ihn mit der letzten Aktion des Spiels zum 3:3-Endstand ins Netz. Denn danach war sofort Schluss. Das war bitter. Zumal Wenden durch das Remis die Hinrunde als Tabellenletzter abschloss. Bei einem Sieg wäre Wenden am nächsten Gegner Drolshagen, Werdohl und Bad Berleburg vorbei gezogen.

Nach der „gefühlten Niederlage“ kochten bei den Gastgebern natürlich die Emotionen hoch. „Es war ein hochklassiges Spiel von beiden Seiten, in dem wir den Sieg verdient gehabt hätten. Es hätte ja auch funktioniert, wenn der Schiedsrichter sich nicht hätte volllabern lassen und aus einem unerfindlichen Grund fünf Minuten nachgespielt hätte“, echauffierte sich VSV-Trainer Jörg Rokitte.

Auswechslungen drauf gepackt

Die lange Nachspielzeit habe der Schiedsrichter ihm in einem Gespräch so erklärt, dass er für beiden Wendener Auswechslungen in Nachspielzeit jeweils noch einmal eine Minute drauf gepackt habe, berichtete Wendens Michel Schöler seinem Trainer. „Das kann es nicht sein. Das ist doch lächerlich“, winkte Jörg Rokitte enttäuscht ab.

Über weite Strecken des Spiels konnte man wirklich nicht erkennen, wer Tabellenletzter und wer Zweiter ist. Und Wenden ging ging in der zehnten Minute durch Andre Schilamow verdient in Führung. Doch diese Führung hielt nur zehn Minuten. Erkaya erzielte mit der ersten Gäste-Chance das 1:1.

Wenden lag bereits sieben Minuten später durch Alexander Horst, der nach einem Freistoß völlig frei am Fünfer stand, wieder vorn. Mit der 2:1-Führung ging es auch in diem Kabine. Nach der Pause wurde Hagen stärker und kam in der 56. Minute durch Bodenröder zum 2:2.

In der Folgezeit hatte Wenden etwas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. In der 59. Minute verzog Ropiak völlig frei stehend und in der 73. Minute kratzte Florian Bublitz einen Schuss von Erkaya von der Linie.

In der Schluss-Viertelstunde bekam Wenden das Spiel aber wieder in den Griff und hätte bereits früher, zum Beispiel durch Schilamow (85.) mit 3:2 in Führung gehen können. Doch das geschah nicht. Und so kam es schließlich zu der bereits beschriebenen Nachspielzeit, die für Wenden so hoffnungsvoll begann und dann so tragisch endete.

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