Fitness

Teresa Metten: „Tabata kann jeder“

Sind mit Begeisterung beim Tabata-Kurs von Teresa Metten (2. von rechts) am frühen Samstagmorgen auf den Halberbrachter Sportplatz dabei: Nora Martinez, Melanie Stahl, Jennifer Briam, Saskia Bischoping, Katharina Schweinsberg und Tanja Hesse.

Sind mit Begeisterung beim Tabata-Kurs von Teresa Metten (2. von rechts) am frühen Samstagmorgen auf den Halberbrachter Sportplatz dabei: Nora Martinez, Melanie Stahl, Jennifer Briam, Saskia Bischoping, Katharina Schweinsberg und Tanja Hesse.

Foto: Michael Meckel

Halberbracht.  Fitnesstrainerin Teresa Metten bietet „Tabata“ in Halberbracht an. Was hat es damit auf sich?

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Sonne scheint, doch es ist trotzdem bitterkalt am Samstagmorgen kurz nach zehn Uhr auf dem über 400 Meter hoch gelegenen Sportplatz in Halberbracht.

Während fleißige Mitglieder des TuS Halberbracht ihren Sportplatz winterfest machen, wird auf dem grünen Kunstrasen ebenso fleißig trainiert. Dabei handelt es sich aber nicht um die Fußballer des TuS, die sich für das nächste Spiel fit machen wollen, sondern um sechs junge Damen, die den „Tabata“-Kurs, einen von aktuell 16 Kursen von Fitnesstrainerin Teresa Metten aus Halberbracht, besuchen.

Der TuS Halberbracht stellt Teresa Metten den Sportplatz für den Kurs zur Verfügung. „Wenn der TuS in der Vorbereitung mal ein Fitness- oder Koordinationstraining haben möchte, stehe ich im Gegenzug gern zur Verfügung“, sagt Teresa Metten.

Doch zunächst gilt es natürlich, dem ziemlich ahnungslosen Reporter das Wichtigste zu erklären: Was ist das denn überhaupt, Tabata? Nur eines konnte er im Voraus in Erfahrung bringen: Die Tabata-Trainingsmethode wurde im Jahr 1996 von dem japanischen Sportwissenschaftler Dr. Izumi Tabata am Nationalen Institut für Fitness und Sport in Tokio entwickelt. Teresa Metten versucht, Wissenslücken des Berichterstatters zu füllen.

Hochintensiv-Training

„Tabata ist ein Hochintensiv-Training. Es sind viele kleine und kurze Intervalle mit immer nur ein paar kurzen Pausen zwischen den Übungen. Das sind aber keine Erholungspausen, wie man das sonst kennt. Die Pausen dienen zum kurzen Durchatmen. Dann geht es wieder weiter. So ist der ganze Körper maximal in Anspannung. Einige sind dabei am Ächzen und Krächzen. Aber am Ende sind sie stolz, dass sie es geschafft haben“, erzählt Teresa Metten. Tabata könne jeder und in jeder Umgebung betreiben. „Es kommt auf die richtige Übungsauswahl an. Dann braucht man nur noch eine Stoppuhr oder eine Timer-App“, so Teresa Metten.

Seit Juni treffen sich die begeisterten Freizeitsportlerinnen – von Ferienpausen abgesehen – jeden Samstagmorgen und sind auf dem Halberbrachter Sportplatz aktiv. „Eigentlich sind es noch ein paar Teilnehmerinnen mehr. Wenn alle da sind, sind es zehn oder elf. Einige sind krank oder im Urlaub. Ja, und ganz ehrlich: Einige wollten heute auch bestimmt ein Foto vermeiden“, lacht Teresa Metten.

Jedes Training dauert eine halbe Stunde. Der Kurs geht noch bis Dezember. Natürlich darf da die neugierige Frage des Reporters nicht fehlen: Ist euch das hier eigentlich nicht zu kalt? „Nein“, lacht Teresa Metten, „wenn es nicht gerade so viel schneit, dass man gar nichts mehr sieht, sind wir bei jedem Wetter hier. Dann suche ich mir eben Übungen ohne Richtungswechsel und Springen aus, weil sonst die Rutschgefahr auf den Matten zu groß ist. Aber insgesamt klappt das dann schon. Ansonsten gibt es zum Glück auch noch ein Dach. Im Sommer war es bei der Hitze eher zu heiß. Da kam auch noch die Hitze von unten, vom Kunstrasen dazu. Da sind wir in den Schatten gewandert.“

Familienfreundliche Trainingszeiten

Interessant sei Tabata besonders für Menschen, die wenig Zeit hätten, aber gerne sportlich aktiv sein möchten, so Teresa Metten. „Es gibt Leute in Städten, die machen morgens vor der Arbeit 20 Minuten Tabata im Fitnessstudio, weil sie zeitlich mehr Sport nicht schaffen.“Nach der „theoretischen Trocken-Schulung“ für den Reporter geht es raus auf den grünen Kunstrasen, wo die Teilnehmerinnen schon sehnsüchtig auf ihre Trainerin warten. Und sie sind alle vom Tabata-Kurs von Teresa Metten hellauf begeistert.

Zum Beispiel Melanie Stahl: „Ich wohne seit gut etwa zwei Jahren in Halberbracht. Früher bin ich immer ins Fitnessstudio gegangen. Das war letztlich immer so weit. Dann habe ich Teresa Metten durch meinen Hund kennengelernt. Dann hat Teresa gesagt, komm doch mal vorbei. Eigentlich wollte ich mit einer Freundin zusammen gehen. Die wollte aber nicht. Dann war ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal hier und es gefällt mir total gut. Es ist auf jeden Fall perfekt. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß.“

Auch Katharina Schweinsberg ist mit viel Eifer, und nicht zum ersten Mal bei einem Kurs von Teresa Metten dabei. „Bei Teresa mache ich schon im vierten oder fünften Jahr Sport. Ich musste wegen zwei Schwangerschaften aussetzen. Aber Teresa ist sehr flexibel. Ich durfte sogar schon mit Kindern kommen. Ich bin auch noch in einem Donnerstags-Kurs dabei. Ab und zu gehe ich auch Dienstag morgens flexibel mit Kind zu einem Kurs. Die Uhrzeiten passen gut. Sie sind sehr familienfreundlich. Diesen Kurs finde ich richtig gut, weil er halt nur eine halbe Stunde dauert. Da werden viele Sachen in kurzer Zeit körperlich beansprucht“, so Katharina Schweinsberg, die auch aus Halberbracht kommt.

Genauso mit viel Freude dabei ist die ebenfalls in Halberbracht wohnende Saskia Bischoping: „Ich kenne Teresa seit vielen Jahren durch die Tanzgarde, wo sie sehr aktiv war. Für mich ist das Positive, dass Teresa mehrere Kurse anbietet. So kann ich flexibel tauschen und ausweichen, wenn ich mal Schicht- oder Spätdienst habe. Bei Tabata ist für mich die hohe Anstrengung in der Gruppe interessant. Dadurch erhöht sich die Motivation, auch dann durchzuhalten, auch wenn man eigentlich nicht mehr kann.“

Mit Begeisterung bei der Sache

Auch Tanja Hesse aus Kirchhundem ist mit Begeisterung bei der Sache: „An den Kurs bin ich durch Teresa Metten gekommen. Ich kenne Sie schon durch Personal-Training und einem anderen Kurs. Tabata hat mich schon viele Jahre interessiert. Tabata ist sehr effektiv, weil es in sehr kurzer Zeit sehr anstrengend ist. Das Besondere ist auch, dass der Kurs draußen stattfindet.“

Mit Nora Martinez war auch eine „Tabata-Anfängerin“ an jedem kühlen Samstagmorgen in Halberbracht dabei. Auch sie war sofort mit viel Enthusiasmus bei der Sache: „Ich bin heute zum ersten Mal hier und schnuppere mal rein. Ich habe schon häufiger von Tabata gehört. Das hört sich interessant und exotisch an. Jetzt möchte ich am eigenen Leib erfahren, was Tabata ist und was das mit mir macht. Auch der Termin samstagsmorgens passt wunderbar: Die Kinder gehen zum Kinderturnen und Mama geht zu Tabata“, lacht die Halberbrachterin.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben