Landesliga 2

SpVg Olpe gegen RW Hünsborn: Derby der Überraschungsteams

Maximilian Wüst (weißes Trikot) und die SpVg Olpe empfangen am Sonntag Rot-Weiß Hünsborn.

Maximilian Wüst (weißes Trikot) und die SpVg Olpe empfangen am Sonntag Rot-Weiß Hünsborn.

Foto: Lothar Linke

Olpe.  Beide Mannschaften sind ordentlich in die Saison gestartet und freuen sich über steigende Formkurven. Wer setzt sich am Ende durch?

Nach einer Woche Pause steht am Sonntag wieder ein Derby in der Fußball-Landesliga auf dem Spielplan. Am Sonntag um 15 Uhr stehen sich auf dem Olper Kreuzberg die SpVg Olpe und RW Hünsborn gegenüber. Für RW Hünsborn ist es bereits das vierte und damit auch schon das letzte Kreisderby in der Hinrunde. Für Olpe ist es nach dem 3:0-Auftaktsieg am ersten Spieltag in Attendorn Derby Nummer zwei.

Beide Mannschaften können mit Fug und Recht als „Überraschungsmannschaften“ bezeichnet werden. Gastgeber SpVg Olpe steht auf dem starken fünften Platz. Dabei hat die Elf von Trainer Ottmar Griffel bereits ihren spielfreien Sonntag hinter sich, sprich ein Spiel weniger auf dem Konto als die Erstplatzierten Erlinghausen, Obersprockhövel und Weißtal. Seit drei Spielen ist die Griffel-Elf ungeschlagen und hat dabei sieben von neun möglichen Punkten geholt.

Rot-Weißer Aufwärtstrend

RW Hünsborn steht zwar nur auf dem zehnten Platz, doch wie die SpVg Olpe hat RW Hünsborn erst fünf Spiele absolviert. Der Aufwärtstrend der Schlabach-Elf ist unübersehbar. Seit vier Spielen ist RW Hünsborn ungeschlagen und holte dabei acht Punkte.

Und beide Mannschaften hätten noch mehr Punkte haben können. So führte Hünsborn vergangene Woche gegen Bad Berleburg durch zwei Tore von Miguel Morente nach 20 Minuten bereits mit 2:0, musste sich am Ende aber mit einem 2:2 zufriedengeben. Auch für Olpe wäre im Spitzenspiel bei RW Lüdenscheid durchaus mehr drin gewesen, als ein 1:1.

Griffel: „Sieg wäre drin gewesen“

„Leider haben wir gegen Bad Berleburg den Sieg verspielt. Leider war da auch die ein oder andere Fehlentscheidung des Schiedsrichters dabei und wir mussten nach der Gelb-Roten Karte für Jan Prothmann mehr als eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen“, bedauert Hünsborns Trainer Timo Schlabach die zwei verlorenen Punkte gegen Bad Berleburg. Aber er stellt auch fest: „Wir könnten das ein oder andere Pünktchen mehr haben, aber grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg und mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden.“

Die gleiche positive Gemütslage herrscht bei Olpes Trainer Ottmar Griffel vor. „Im Prinzip bin ich mit dem 1:1 in Lüdenscheid zufrieden. Sicher wäre auch mehr drin gewesen, aber es sollte mit dem Sieg nicht sein. Wir haben ein 0:1 aufgeholt und ein hochverdientes Unentschieden geholt. Für uns war es wichtig, dass wir einen guten Saisonstart hinlegen und nicht sofort wieder im Tabellenkeller hängen. Mit Ausnahme des 2:5 in Bad Berleburg ist uns das gelungen“, resümierte Ottmar Griffel mit ein paar Tagen Abstand das 1:1 am Lüdenscheider Nattenberg und die bisherigen Spiele.

Bilanz spricht für Hünsborn

Beide Trainer sehen dem morgigen Derby am Kreuzberg zuversichtlich entgegen. „Wir hoffen, dass wir unseren guten Lauf fortsetzen können. Aber Hünsborn wird eine große Herausforderung. Die gehören für mich zu den besten Mannschaften der Liga“, warnt Ottmar Griffel vor den Gästen vom Löffelberg.

Außerdem hofft Griffel, dass die negative Olper Serie gegen RW Hünsborn ein Ende findet. Die Bilanz spricht klar für RW Hünsborn. In den drei Spielen zwischen Olpe und Hünsborn seit dem Olper Westfalenliga-Abstieg im Sommer 2018 gab es drei Hünsborner Sieg mit 9:2 Toren für die Löffelberg-Elf. „Leider waren die Spiele gegen Hünsborn ja nicht so sehr vom Erfolg gekrönt. Ich hoffe, dass wir diese negative Bilanz am Sonntag ausbessern können“, lacht Ottmar Griffel, der sich auch über die verbesserte Personallage freut. „Die ist entspannt. Ich habe zumindest ein paar Optionen mehr, als am Anfang der Saison“, freut sich Ottmar Griffel.

Auch Timo Schlabach freut sich auf das Derby am Kreuzberg. „Olpe wird eine echte Standortbestimmung. Natürlich wollen wir gewinnen. Dafür spielt man ja Fußball. Aber Olpe wird ein ganz dickes Brett für uns werden. Um in Olpe zu gewinnen, muss alles passen“, betont Timo Schlabach. Auch bei RW Hünsborn sieht es personell ganz gut aus. Bitter ist, dass ausgerechnet der ehemalige Olper Jan Prothmann wegen seiner Gelb/Roten Karte gegen Bad Berleburg nicht an seiner alten Wirkungsstätte am Kreuzberg auflaufen kann.

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