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Sport im Kreis Olpe: Das bewegt unsere Leser 2020 am meisten

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Die "Erste" der SG Finnentrop/Bamenohl ohne Mike Schrage (links) und Tim Schrage (rechts): Jahrelang unvorstellbar.

Die "Erste" der SG Finnentrop/Bamenohl ohne Mike Schrage (links) und Tim Schrage (rechts): Jahrelang unvorstellbar.

Foto: martin droste / Martin Droste

Kreis Olpe.  Spontan-Hochzeit, Abschied zweier Fußball-Brüder, Rücktritt eines Vereinsvorsitzenden: Zwar bestimmte Corona das Jahr 2020. Aber im Sport interessierten auch andere Themen.

Das waren 2020 die zehn meistgelesenen Lokalsportartikel im Kreis Olpe.

10. Transfer-Paukenschlag des Jahres

Mit Mike und Tim Schrage verlor Oberliga-Aufsteiger SG Finnentrop/Bamenohl zwei seiner prägendsten Fußball-Persönlichkeiten. Der Aufschwung, den die SG in den vergangenen Jahren genommen hat, war eng mit den Namen Tim und Mike Schrage verknüpft. „Beide stehen für Qualität und unsere Erfolge in den vergangenen Jahren sind sicher auch auf die beiden zurückzuführen“, sagte André Ruhrmann, Sportlicher Leiter der SG, damals am 28. Mai, als der Doppel-Abschied publik wurde. Er betonte aber auch: „Es tut mir einfach leid und ich habe ein sehr stark weinendes Auge, weil die beiden in all den Jahren nicht nur Spieler waren, sondern auch zu Freunden geworden sind.“ Nicht zuletzt lobte Ruhrmann das Verhalten der Fußball-Brüder ausdrücklich: „Die beiden haben immer mit offenen Karten gespielt. In meinen Augen ist das alles sehr sauber gelaufen“.

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9. Bölker ist der Beste

In unserer neuen Serie „Unsere Besten des vergangenen Jahrzehnts“ landete Christian Bölker aus Heggen in der Torhüter-Wertung auf Platz eins. Nach seiner Zeit beim Verbandsligisten SpVg Olpe wechselte Bölker zum Regionalligisten FC Kaan-Marienborn, dort spielte er in der Regionalliga West und hatte dort glänzende Auftritte. Heute spielt Bölker beim Oberligisten RSV Meinerzhagen. Auf den Plätzen unseres Rankings folgen Kevin Schulte und Jonas Ermes.

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8. Jubel in Rothemühle und bei RWL

Beide Mannschaften durften dann doch in die Fußball-Bezirksliga aufsteigen. Rot-Weiß Lennestadt als letzter Tabellenführer (nach der Quotientenregel) und Rothemühle als Halbzeitmeister der Kreisliga A. „Beide Mannschaften haben eine super Saison gespielt und haben es auch beide verdient aufzusteigen, deshalb gab es an der Entscheidung keine Zweifel“, betonte Hartmut Baßenhoff, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses. Und FLVW-Kreisvorsitzender Joachim Schlüter ergänzte: „Wir haben eine gute Lösung gefunden, um allen Aufstiegskandidaten gerecht zu werden“.

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7. Erfolgreiche Fußball-Schwestern

Brüderpaare gab es schon einige im Fußball. Berühmte wie die Weltmeister Fritz Walter und Otmar Walter oder Helmut und Erwin Kremers. Aber Fußball-Schwestern? Oh ja. Lotta und Pauline Fernholz sind weithin bekannt und, wo immer sie spielten und spielen, erfolgreich. Die beiden hatten beim SV Hillmicke die ersten Fußball-Schritte unternommen, wechselten von dort zum FSV Gerlingen und zu Fortuna Freudenberg, um dann mit den Sportfreunden Siegen 2019/20 in die Regionalliga aufzusteigen.

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6. Rücktritt beim SC LWL 05

Im Sommer wechselten gleich 13 Nachwuchs-Fußballer in den Seniorenbereich des SC LWL 05. Aber das nützte Trainer der „Ersten“, Frank Keseberg, nichts. Er hatte vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenfünften Germania Salchendorf große personelle Probleme. Doch der Jugendvorstand des Sportclubs war nicht bereit, Spieler aus der erfolgreichen A-Jugend für das noch immer abstiegsgefährdete Bezirksligateam abzustellen. Wegen „der Meinungsverschiedenheiten mit dem Jugendvorstand“ trat Dirk Klein als 1. Vorsitzender zurück. „Der Jugendvorstand entscheidet bei uns, wer in der 1. Mannschaft spielt“, schüttelte Klein mit dem Kopf.

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5. Spontane Hochzeit

Elke Poggel und Fußball-Schiedsrichter Andreas Poggel hatten alles perfekt geplant. Sie hat am 19. April Geburtstag, er am 17. April. Mittendrin, am 18. des Monats, hatten die beiden ihre standesamtliche Hochzeit feiern wollen. Doch dann zog Mitte März Corona ins Land. Die Standesämter reduzierten ihre Trauungen oder setzten sie ganz ab. Was folgte, war die wohl spontanste standesamtliche Hochzeit überhaupt. Elke Poggel musste selbst laut lachen, als sie ihren Anruf von jenem März-Tag um 12.30 Uhr schilderte. „Die Standesbeamte sagte mir: Sie können heute um 15 Uhr kommen“. Die Szene im heimischen Wohnzimmer war Hollywoodreif. Frau Poggel in spe drehte sich noch während des Telefongesprächs um und rief ihrem Bräutigam zu: „Sollen wir heute um drei heiraten“? Das Ja-Wort schallte aus der Küche herüber. Andreas wollte. Klar. Gesagt, getan.

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4. Sie haben die Wahl!

Wählen Sie die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften! Auch Ende 2020 rufen wir unsere Leserinnen und Leser auf, ihre Favoriten zu benennen. Was lange nicht selbstverständlich erschien. Wir hatten uns Gedanken gemacht, ob eine solche Wahl nach einem Jahr mit derart dünnem Wettkampf-Kalender überhaupt Sinn machen würde. Macht sie! Und das ist den großartigen Sportlerinnen, Sportlern und Mannschaften im Kreis Olpe zu verdanken, die trotz eines extrem dünnen Terminkalenders dennoch Spitzenleistungen erbracht und aus den wenigen Wettkämpfen das Beste herausgeholt haben.

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3. Trainer der Tochter zuliebe

Frank Germann, der ehemalige Profi von Bayer Leverkusen, Arminia Bielefeld oder Hannover 96, trainiert die Fußballfrauen des FSV Gerlingen. „Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, eine Frauenmannschaft zu trainieren“, gab Frank Germann im Gespräch mit uns zu. Mögliche Vorurteile gegen Fußballerinnen, die es bei vielen Männern immer noch gibt, spielen beim 52-Jährigen, der seit 2007 in Thieringhausen wohnt, keine Rolle. „Ich mache das meiner Tochter zuliebe.“

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2. Pokal-Sensation in Attendorn

Riesensensation an der Wiesbadener Straße. Der Fußball-A-Kreisligist SV Türk Attendorn gewann das Duell David gegen Goliath gegen den scheinbar übermächtigen Oberliga-Aufsteiger SG Finnentrop/Bamenohl im Elfmeterschießen. Held war Abdulkadir Tuncdemir, der gegen den entscheidenden Elfmeter verwandelte. Türk Attendorn erreichte das Finale des Krombacher Kreispokals. Dort unterlag er dem Landesligisten SpVg Olpe in einem Wahnsinns-Endspiel mit 5:6 - ebenfalls nach Elfmeterschießen.

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1. Corona ist da

Der erste bekannt gewordene Corona-Fall im heimischen Fußball! Am 15. März hatte sich herausgestellt, dass beim späteren Oberliga-Aufsteiger SG Finnentrop/Bamenohl ein Spieler leichte Symptome gezeigt hatte. Das Test-Ergebnis war positiv. Der Spieler ging in Quarantäne, auch ein Großteil der Mannschaft zog sich auf freiwilliger Basis zu Hause zurück. Wer ahnte damals schon, wie hart die Pandemie noch zuschlagen würde, und das auf allen Ebenen, in allen Lebensbereichen, aber halt auch im Heimatsport...

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