Landesliga 2

Showdown zwischen SV Hohenlimburg und FSV Gerlingen

Da ist die Gerlinger Welt noch in Ordnung. Gegen RW Erlinghausen geht der FSV früh in Führung.  

Da ist die Gerlinger Welt noch in Ordnung. Gegen RW Erlinghausen geht der FSV früh in Führung.  

Foto: Tim Cordes

Gerlingen.   Die Vorentscheidung im Titelkampf der Landesliga 2 naht. Am Sonntag trifft der Tabellenführer SV Hohenlimburg auf Verfolger FSV Gerlingen.

Mehr Spitzenspiel geht nicht. Im Kirchenberg-Stadion kommt es am Sonntag um 15 Uhr zum Gipfeltreffen zwischen Spitzenreiter SV Hohenlimburg 1910 und dem punktgleichen Tabellenzweiten FSV Gerlingen. Beim Showdown am drittletzten Spieltag könnte eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft und direkter Aufstieg fallen.

Monatelang führte Gerlingen die Tabelle der Fußball-Landesliga an, zum Teil mit einem komfortablen Punktevorsprung. Am vergangenen Sonntag folgte dann die Wachablösung an der Tabellenspitze: Nach der eigenen Heimniederlage gegen Erlinghausen und dem Sieg von Hohenlimburg in Olpe ist aus dem Gejagten Gerlingen der Jäger geworden. Und in dieser Rolle fühlt sich FSV-Trainer Dirk Hennecke ausgesprochen wohl.

„Wenn uns das einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir drei Spieltage vor Schluss punktgleich mit dem Tabellenführer sind, dann hätten wir das sofort unterschrieben“, blickt Gerlingens Übungsleiter voller „Vorfreude“ auf das Spiel in Hohenlimburg.

Momentum spricht für die „Zehner“

„Das ist das Endspiel, das wir uns erarbeitet haben“, ist beim 38-Jährigen nach den jüngsten Niederlagen keine Spur von Enttäuschung erkennbar. Ganz im Gegenteil: „Wir haben es immer noch in der eigenen Hand“, verweist Dirk Hennecke darauf, dass drei Siege zum direkten Aufstieg in die Oberliga reichen.

Das Momentum spricht aber für die gastgebenden „Zehner“. „Wenn wir die nächsten zwei Spiele gewinnen, sind wir Meister. Das kann uns dann am letzten Spieltag keiner mehr nehmen“, war ein überglücklicher Michael Erzen nach dem Erfolg in Olpe in die Offensive gegangen.

„Jetzt haben wir es in der eigenen Hand. Wenn wir am Sonntag gewinnen, haben wir einen ganz großen Schritt gemacht. Dann dürften wir sogar ein Spiel verlieren“, hat Hohenlimburgs Trainer die bessere Tordifferenz im Blick.

Hohenlimburger Ziel ist der Aufstieg

„Wir haben immer gesagt, dass wir aufsteigen wollen. Die Qualität dieses Kaders gehört in die Westfalenliga“, ist Erzen von seiner Mannschaft überzeugt. Im Topspiel sieht der 36-Jährige, der im Oktober 2017 die Nachfolger von Marco Slupek angetreten hatte, den Verfolger unter Druck. „Gerlingen muss gewinnen.“

Die Stärken des Gegners sieht Michael Erzen im schnellen Umschaltspiel. Schwächen hat er in der „Defensivarbeit über die Außenpositionen“ ausgemacht.

Am Bieberg hat man nicht vergessen, dass Gerlingen in den letzten beiden Jahren fast bis zum Schluss gegen den Abstieg gespielt hat und mit ganz anderen Ansprüchen als Hohenlimburg in die Spielzeit 2018/19 gestartet ist. „Wir spielen eine fantastische Saison“, lässt sich Dirk Hennecke auch von den Rückschlägen gegen Bad Berleburg und Erlinghausen nicht von seiner Einschätzung abbringen.

Basoglu und Rademacher fehlen

Jetzt ist das I-Tüpfelchen, sprich der Aufstieg in die Oberliga, zum Greifen nah. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Michael Erzen beschäftigt sich Dirk Hennecke nicht mit möglichen Relegationsrunden. Noch nicht. „Das ändert sich doch jede Woche“, sagt Gerlingens Trainer.

Neben Kubilay Basoglu (Adduktorenverletzung) ist auch Lukas Rademacher (muskuläre Probleme) fraglich. Hohenlimburgs Kader ist komplett.

Für Gerlingen geht es in den beiden letzten Spielen gegen Wetter (H) und Hüsten (A). Die „Zehner“ haben es noch mit Werdohl (A) und Menden (H) zu tun.

Pikant: Neben Spielertrainer Marco Polo wechselt auch Mittelfeldregisseur Murat Kaya im Sommer von Werdohl nach Hohenlimburg.

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