Westfalenliga

SG Finnentrop/Bamenohl ist erst in der Nachspielzeit durch

Robin Entrup (rechts) trennt Liguda vom Ball.

Robin Entrup (rechts) trennt Liguda vom Ball.

Foto: Lothar Linke

Finnentrop/Bamenohl.   Die SG Finnentrop/Bamenohl hat das Westfalenliga-Spitzenspiel gegen den DSC Wanne-Eickel mit 4:2 gewonnen.

Wer sowohl das Spiel der SG Finnentrop/Bamenohl am Gründonnerstag in Erkenschwick (0:0), als auch das am Ostermontag gegen den DSC Wanne-Eickel (4:2) gesehen hat, der musste staunen.

Nämlich darüber, welche Wandlung sich in nur vier Tagen vollzogen hat. Eine zum Positiven. Bestand die Partie in Erkenschwick vornehmlich aus Zweikämpfen und endete aus SG-Sicht glücklich 0:0, offenbarte die gestrige Auseinandersetzung das, was man von zwei Spitzenmannschaften der Westfalenliga erwarten kann: Fußballerische Qualität, gelungene Spielzüge, und obendrauf sehenswerte Tore. Was die zwei Spiele verbindet: Beide waren sehr intensiv. Die Truppe von Ralf Behle dürfte nach Abschluss der Feiertage gewusst haben, was sie getan hat.

Möglicherweise hätte sie es gestern einfacher gehabt, hätte sie frühzeitig klare Verhältnisse geschaffen. Chancen dazu hatte sie. Und danach sah es zur Pause auch aus. Phillip Hennes’ Heber zum 1:0 in der 17. Minute über Wannes Torwart Simpson hinweg war ebenso eine Augenweide wie das 2:0 von Moritz Kümhof (42.). Der hatte sich drei Gegenspieler im Strafraum passend gestellt, dann den Ball in Präzisionsarbeit Richtung langen Innenpfosten gezirkelt.

Der Halbzeitstand entsprach den Kräfteverhältnissen. Denn Finnentrop/Bamenohl war die klar bessere Mannschaft und machte auch Hoffnung auf ein entsprechend deutliches Erfolgserlebnis.

Halbzeitführung klar verdient

Doch nicht zu vergessen: Da stand ihnen mit Wanne-Eickel eine Klassemannschaft gegenüber - die freilich dieses Prädikat bis dahin nur sporadisch bestätigt hatte. Der Argwohn, dass diese 2:0-Führung alles andere als ein Ruhekissen sein würde, war berechtigt. Dies zeigte sich nach dem Wechsel.

Denn da gestattete die SG dem Gast den Anschluss. Weil sie ihre Chancen auf 3:0 oder mehr nicht nutzte. „Davor hatten wir gewarnt. Wir mussten die Gelegenheiten, die wir hatten, besser zu Ende spielen,“ blickte Ralf Behle zurück auf dicke Möglichkeiten zur früheren Entscheidung. Wie auf die Doppelchance von Tim Schrage, die DSC-Torwart Simpson mit einer Doppel-Parade beantwortete, oder Hasan Dogrusöz und Phillip Hennes, die aus aussichtsreicher Position nicht trafen.

Wanne-Eickel schritt zur Bestrafung, kam durch Nick Ruppert heran (62.). Und es war ein Trugschluss, dass mit Tobias Kleppels Kopfball nach langem Freistoß von Robin Entrup aus der eigenen Hälfte zum 3:1 (72.) der Sack zu war. Denn jetzt wurde es erst richtig eng, als Josse Gerick per Hacke zum 2:3 verkürzte (80.) und Christopher Hennes das sichere 3:3 von der Torlinie weg köpfte. „Da stand ich zum Glück genau richtig, ich bin froh, dass ich dem Team da helfen konnte,“ sagte der Retter bescheiden. Denn wer weiß, ob die SG nach einem 3:3 nochmals zurück gekommen wäre auf die Gewinnerstraße. Spekulationen dahingehend beendete Tim Schrage. Mit seinem 4:2 in der Nachspielzeit war die Geschichte dann „durch“.

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