Handball

SG Attendorn/Ennest muss womöglich noch vier Mal ran

Jan Berkenhagen setzt sich gegen die Herdecker Hintermannschaft durch und trifft zum 31:26.

Jan Berkenhagen setzt sich gegen die Herdecker Hintermannschaft durch und trifft zum 31:26.

Foto: Meinolf Wagner

Attendorn.   Die unwahrscheinlichste aller Möglichkeiten ist eingetreten. Der direkte Aufsteiger in die Handball-Landesliga wird in zwei Entscheidungsspielen ermittelt.

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Der Gewinner hat es geschafft, der Verlierer dagegen spielt in der Relegation gegen den Wittener TV 1877, den Tabellendritten der Bezirksligastaffel Ruhrgebiet.

Ein 31:27-Heimsieg gegen die HSG Herdecke/Ende reichte der SG Attendorn/Ennest nicht für den direkten Aufstieg in die Handball-Landesliga. Die Hansestädter müssen wegen Punkt- und Torgleichheit in zwei Entscheidungsspielen gegen die HSG Herdecke/Ende noch einmal ran. Es müssen alle Kräfte gebündelt werden und die negativen Gedanken nach dem Saisonabschluss gegen die HSG Herdecke/Ende mit den bitteren Schlusssekunden ausgeblendet werden.

„So eine Situation habe ich noch nie erlebt und wird auch in den nächsten zehn Jahren nicht mehr eintreten, gab Peter Pickel (Herdecke) Staffelleiter der Bezirksliga Südwestfalen zu verstehen, „die Termine der Entscheidungsspiele zwischen Attendorn gegen Herdecke/Ende habe ich ganz aktuell und kurzfristig angesetzt“.

Kurzfristig angesetzt

Peter Pickel betonte: „ Die Begegnungen sind unmittelbar nach Saisonschluss. Wenn man länger wartet, können die Mannschaften aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr vollständig spielen“.

Es wird eine Tortur für den Aufsteiger. Im günstigsten Fall würden zwei Siege für den direkten Aufstieg reichen, denn der Verlierer darf in der Relegation noch zwei Mal gegen den Wittener TV ran. SGA-Pressewart Lars Müller: „Absoluter Schwachsinn, diese Entscheidungsspiele. Die Saison in der Bezirksliga ist ohnehin schon zu lang. Mit diesen Extra-Spielen in unserem engen Kader und anschließend eventuell anstehenden Relegationsspielen gegen den Wittener TV hätten wir dann 32 Spiele absolviert“.

Ein Pensum, dass die HSG Herdecke/Ende mit dem breiteren Kader deutlich leichter wegstecken kann. Lars Müller: „Wir haben am Samstag gespielt und müssen Dienstag und Donnerstag ran. Als Krönung dann vielleicht noch Relegation am Sonntag und Mittwoch. Das ist für eine Amateurmannschaft eigentlich gar nicht zu schaffen.“ Die Paarungen um Platz zwei:

Attendorn/Ennest - Herdecke/Ende

Dienstag, 20 Uhr Rundturnhalle in Attendorn.

Herdecke/Ende - Attendorn/Ennest

Donnerstag, 19.30 Uhr Halle am Bleichstein Herdecke.

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