Frauenfußball

SG Albaum/Heinsberg feiert rauschende Aufstiegsnacht

Die SG Albaum Heinsberg schaffte in einem packenden Spiel gegen den SuS Reiste mit einem 2:1-Sieg den Aufstieg in die Bezirksliga.

Die SG Albaum Heinsberg schaffte in einem packenden Spiel gegen den SuS Reiste mit einem 2:1-Sieg den Aufstieg in die Bezirksliga.

Foto: meinolf Wagner / Meinolf Wagner

Albaum/Heinsberg.   Hochverdient steigen die Frauen der SG Albaum/Heinsberg in die Bezirksliga auf. In Reiste gibt es ein spannendes Finale.

Der SuS Reiste hatte alles richtig gemacht, als sie das Relegationsspiel der Fußballerinnen um den Aufstieg in die Bezirksliga in ihr Sportfest eingebunden haben. So gab es eine würdige Kulisse für diese finale Begegnung. Mehr als 300 Zuschauer sahen, wie die Kickerinnen aus der Gemeinde Kirchhundem triumphierten.

Die Fußballerinnen des SG Albaum/Heinsberg haben es geschafft: Im letzten Relegationsspiel gewann die Elf von Martin Arndt beim SuS Reiste mit 2:1 (1:1). Nicole Hoffmann und Madeleine Habbel (nach Hoffmann-Vorarbeit) erzielten die Tore für die SG Albaum/Heinsberg zum verdienten Sieg. Marei Mette glich zwischenzeitlich für die Gastgeberinnen aus, was für Stimmung auf den Rängen und Spannung auf dem Platz sorgte.

Die SG Albaum/Heinsberg hat mit ihrem Trainer Martin Arndt, der im dritten Jahr die sportliche Verantwortung trägt, Vereinsgeschichte geschrieben. Die Mannschaft und die Fans jubelten nach dem Schlusspfiff und das Aufstiegsteam sang sich schon einmal für die folgende Aufstiegsparty warm. Alles eingerahmt mit den obligatorischen Sekt- und Bierduschen, die bei Aufstiegsfeiern nicht fehlen dürfen.

Sellmann möchte die Welt umarmen

„Unfassbar. Jetzt wird ohne Ende gefeiert, mindestens bis Montag. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, die sich nicht hat aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin sehr stolz“, freute sich Johanna Sellmann die Torschützenkönigin vom Dienst.

Mit feuchten Augen fiel sie auf dem schmucken Kunstrasenplatz in Reiste allen um den Hals, die sich ihr in den Weg stellten.

Erfolgstrainer Martin Arndt stand die Freude nach einem schweren Stück Arbeit ins Gesicht geschrieben. „Es war ein mehr als verdienter Sieg, auf Grund unserer individuellen Klasse haben wir uns am Schluss durchgesetzt. Hätten wir unsere Chancen im ersten Durchgang konsequent genutzt wären wir nicht in die Bredouille geraten.“

Weiter gab er zu verstehen: „Nach dem Ausgleichstor hat der SuS Reiste noch einmal für Spannung gesorgt. Als Motivationshilfe habe ich der Mannschaft mitgeteilt, das wir in die Bezirksklasse müssen, denn die hohen Siege in der Kreisliga bringen uns nicht weiter und bedeuten auf Dauer Stillstand.“

Schlüter erster Gratulant

Als erster Gratulant war Joachim Schlüter Vorsitzender des FLVW Olpe vor Ort und lobte: „ Ein verdienter Sieg vor einer tollen Kulisse.“

Im Vereinsheim in Heinsberg haben die Mannschaft, Trainer und Fans die Nacht zum Tag gemacht. So freute Johanna Sellmann, denn sie spielte im zentralen Mittelfeld auf einer ungewohnten Position und brachte ihre Mitspielerinnen mit präzisen Anspielen in gute Situationen. „Heute hat sich die Mannschaft ihren Traum erfüllt und wir haben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung unser Ziel erreicht.“

Weiter bemerkte sie: „Mir ist es egal, wer die Tore erzielt. Hauptsache, wir gewinnen. Nun geht es zur Feier ins Klubheim und viele Spielerinnen haben sich für Montag frei genommen“.

Völlig abgekämpft war Madeleine Habbel, die mit ihrer Bude zum 2:1 das Tor zur Bezirksklasse öffnete. „Heute haben wir ein ganz spannendes Spiel für uns entschieden. Ich bin überglücklich“.

Der Reister Trainer Bernd Thiele sah das Ergebnis und den Spielverlauf realistisch: „Heute haben wir alles getan, aber es hat nicht gereicht. Wir konnten unsere langzeitverletzten Spielerinnen nicht kompensieren. Ich gratuliere der SG Albaum/Heinsberg zum verdienten Aufstieg.“

Nach Ausgleich kommt Spannung auf

Auch die Reister Spielführerin Johanna Bamfaste ergänzte: „Wir müssen feststellen, dass die Mannschaft alles versucht hat und man muss akzeptieren, dass wir mit dem Ausgleichstor für Spannung gesorgt haben. Aber wir konnten anschließend nicht nachlegen“. Weiter bilanzierte Johanna Bamfaste: „Nach dem Abstieg im letzten Jahr hat sich die Mannschaft stabilisiert und das war das wichtigste Ziel“.

Das Schlusswort hatte Engelbert Schulte, nicht als Vorsitzender des FC Finnentrop, sondern als Koordinator Frauenfußball im Kreis Olpe: „Es war ein hochverdienter Sieg der SG Albaum/Heinsberg. Ein Sieg des größeren Willens, denn der Ausgleich für den SuS Reiste war nur ein zwischenzeitliches Intermezzo“.

Schulte freut sich über eine weitere überkreisliche Mannschaft: „Zwei Landesligisten und zwei Bezirksligisten sind eine stolze Bilanz für den heimischen Frauenfußball.“

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