Landesliga

SC Drolshagen schockt SpVg Olpe früh

Die SpVg Olpe drückt auf den 2:2-Ausgleich, der ihr letztlich auch gelingt.

Die SpVg Olpe drückt auf den 2:2-Ausgleich, der ihr letztlich auch gelingt.

Foto: Lothar Linke

Olpe/Drolshagen.  Der Wieder-Einstand von Trainer Ottmar Griffel bei der SpVg Olpe endete mit einem 2:2 gegen Drolshagen.

Eigentlich kann das Wasser, in das ein Ottmar Griffel springt, für diesen nicht allzu kalt sein. Dafür ist er zu lange im Geschäft.

Dennoch wurde es plötzlich bitterkalt, dieses Wasser. Als Griffel, schon hinein gesprungen war. Denn nach nur 23 Minuten lag seine Mannschaft, die SpVg Olpe, gegen den SC Drolshagen unter dem Jubel der riesigen Fanschar aus der Nachbarstadt, mit 0:2 hinten. Erst Jan Germann rettete den Olpern in der 23. und 81. Minute noch das 2:2 im Kreisduell der Fußball-Landesliga.

Stute-Sönnecken trifft Pfosten

Doch als der Gast mit zwei Toren vorn lag, war der Druck, der ohnehin schon auf den Olpern gelastet hatte, innerhalb kurzer Zeit ins Gigantische gewachsen. Und Griffel, der erst drei Tage zuvor für den zurückgetretenen Thomas Hütte eingesprungen war, redete nachher auch nicht drumerum: „Wenn wir da noch weiter aufmachen und das Dritte kriegen, ist das Spiel entschieden.“

Ein höherer Olper Rückstand war in dieser Anfangsphase durchaus möglich, denn das 0:2 hätte auch eher fallen können: Nur drei Minuten nach dem Drolshagener 1:0 traf Stute-Sönnecken den Pfosten des Olper Tores.

Ein Fußballgenuss war das, was den 250 Zuschauern bei Dauerregen geboten wurde, beileibe nicht. Spielten die Nerven mit? Beide Mannschaften leisteten sich eine Vielzahl von Fehlpässen. Olpe kam ab der 20. Minute stärker auf, und brachte sich in dieser Phase, wie auch der zweiten Halbzeit, um den Lohn des Anrennens. „Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Situationen über links und über rechts gehabt, aber haben es nicht geschafft, die Bälle final, zu stecken, und zu spät geschossen,“ befand Griffel.

Holger Burgmann, Trainer des SC Drolshagen, wollte seiner mit großem Kämpferherzen am Kreuzberg auftretenden Truppe keinen Vorwurf machen: „Wir haben eine sehr junge, unerfahrene Mannschaft und haben gewusst, was in der Liga auf uns zukommt. Ganz abgesehen davon, wer uns heute alles gefehlt hat, was aber keine Ausrede sein soll.“

Der Gast erwischte einen Fabelstart. Nach nur vier Minuten gelangte der Ball von Mike Schwarz (rechts) auf Johannes Knorn (links), der fand sofort den Torschützen Jan Gummersbach in der Mitte. Schwarz selbst besorgte dann zum blanken Entsetzen der Olper das 0:2 in der 23. Minute.

Als Jan Germann die Olper noch vor der Pause heran brachte, war das verdient. Aber aus SCD-Sicht unnötig: „Wir haben den Ball schon sicher auf der linken Außenbahn, verlieren ihn, und daraus resultierte der Freistoß,“ kritisierte Burgmann. Den abgefälschten Ball lenkte Tom Gummersbach zwar noch bravourös an die Latte, doch den Abpraller versenkte Germann gedankenschnell und unhaltbar.

In der Folge hatte die SpVg Olpe die schwierige Balance zu meistern, einerseits auf das 2:2 zu gehen, aber dennoch hinten sicher zu stehen. „Das 1:3 wäre für uns tödlich gewesen,“ verdeutlichte Griffel, die Kniffligkeit der Aufgabe. Das 1:3 blieb den Olpern erspart, dank Jan Germanns trockenen Schuss zum 2:2 neun Minuten vor Schluss.

Holger Burgmann lobte den guten Beginn seiner Mannschaft: „Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt, was uns in den letzten Spielen nicht so gut gelungen war. Wir gehen 2:0 in Führung und das war sicher nicht ganz unverdient.“

Zwar bescheinigte Burgmann den Olpern, „spielerisch und taktisch etwas besser“ gewesen zu sein. „Wenn die Olper das in der einen oder anderen Situation besser ausspielen, brennt es sicher noch öfter vor unserem Tor.“ Dennoch habe seine Mannschaft „heute ein gutes Gesicht gezeigt.“ Natürlich sei das 2:2 angesichts der Führung „vielleicht etwas ärgerlich,“ befand Burgmann, sah es aber nüchtern: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“

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