Landesliga

RW Hünsborn legt einen optimalen Saisonstart hin

Dominic Kruse (VSV Wenden, rechts), versucht, dem Hünsborner Abwehrspieler Steffen Freitag den Ball abzujagen.

Dominic Kruse (VSV Wenden, rechts), versucht, dem Hünsborner Abwehrspieler Steffen Freitag den Ball abzujagen.

Foto: Lothar Linke

Schönau.  Mit 2:0 (1:0) gewann Rot-Weiß Hünsborn am Donnerstag sein erstes Saisonspiel, das Nachbarderby beim VSV Wenden.

Für die Rot-Weißen war es der um eine Woche verspätete Auftakt, nachdem die Elf vom Löffelberg am ersten Spieltag wegen des Erndtebrücker Rückzugs noch hatte aussetzen müssen, der VSV Wenden hatte dagegen beim 3:3 in Drolshagen schon erste Landesliga-Wettkampfpraxis sammeln können. „Ich freue mich riesig! Auch über die Einstellung. Es war sehr wichtig, dass wir vor der Halbzeit das 1:0 gemacht haben,“ sagte ein glücklicher RWH-Trainer nachher.

Langeweile prägte die Anfangsphase des Nachbarduells vor 350 Zuschauern in Schönau. Da war jede Menge Luft nach oben. Beide Seiten scheuten das Risiko, den frechen Vorstoß, Sicherheit war zunächst oberstes Gebot.

Lediglich eine Torchance der Gäste sorgte für kurzzeitige Aufregung. Die hatte Kapitän Henrik Blecker. Er bekam in der 5. Minute den Ball von Luca Künchen herüber geschoben und zog sofort ab. Julian Kucharske, Neuzugang im Wendener Kasten und gestern statt Michel Eick-Barghorn zwischen den Pfosten, parierte. Auf der Gegenseite hatte der Wendener Neuzugang Redouane El Alami in der 22. Minute eine Chance, bekam das Zuspiel etwas zu weit in den Rücken und erwischte den Ball nicht optimal. Elfer forderten einige Wendener, als Kapitän Marco Bäumer in der 27. Minute im Gerangel mit Kevin Becker nach einer Flanke zu Boden ging. VSV-Trainer Manuel Fernholz: „Kann man geben, muss man nicht geben.“

0:1 bringt Schwung in die Sache

Schwung bekam die Partie ab der 40. Minute und das aber richtig. Dazu trug der Hünsborner Führungstreffer entscheidend bei. Simon Weber war auf dem rechten Flügel geschickt worden und zog ab. Auf dem regennassen Boden wurde die Kugel tückischer und zischte ins Netz.

Kurz darauf hätte das 0:2 fallen können. Steffen Hatzfeld tauchte nach einer Flanke von Lukas Dettmer am Fünfer auf, zögerte einen Tick zu lange mit dem Abschluss, so dass der Ball zunächst geklärt wurde. Der kam dann nochmals zu Hatzfeld, diesmal versuchte er es per Fallrückzieher, mit dem aber hatte der VSV-Keeper keine Mühe.

Nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter, und es war Alexander Horst, der mit einem Lattenschuss (47.) ein Signal aussandte. Horst war dann drei Minuten später der Vorlagengeber zu Redouane El Alamis Torschuss, der aber knapp am Kasten vorbeiging.

Eine Möglichkeit, auszugleichen, hatte der VSV, als Kevin Becker den Ball vertändelte, Runkels Pass auf Sebastian Henne zu steil war. Viel näher am 1:1 waren die Wendener in der 87. Minute. Da klatschte ein abgefälschter Freistoß von Lennart Arens an den Pfosten. Und im Gegenzug fiel die Entscheidung durch Luca Künchen, der gegen eine aufgerückte VSV-Abwehr das 2:0 erzielte. „Wir mussten alles aufmachen, mussten das Risiko eingehen, das 0:2 zu kriegen,“ sagte Fernholz, für dessen Begriffe seine Elf „zu wenig Chancen kreiert“ hatte. Michael Meckel

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