Landesliga

Rokitte vom Auftritt des VSV Wenden „ziemlich erschrocken“

Gelb/Rot für Muharrem Shananaj

Gelb/Rot für Muharrem Shananaj

Foto: Michael Meckel

Hünsborn.   Was für ein bitterböser Sonntag für Fußball-Landesligist VSV Wenden. Zum einen verlor der Aufsteiger bei RW Hünsborn mit 0:4 (0:2). Und dann gewann auch noch der TuS Erndtebrück II gegen Hüsten mit 4:0. So schmolz das Polster des VSV auf den Relegationsplatz 13 auf vier Punkte zusammen.

Was für ein bitterböser Sonntag für Fußball-Landesligist VSV Wenden. Zum einen verlor der Aufsteiger bei RW Hünsborn mit 0:4 (0:2). Und dann gewann auch noch der TuS Erndtebrück II gegen Hüsten mit 4:0. So schmolz das Polster des VSV auf den Relegationsplatz 13 auf vier Punkte zusammen.

VSV-Trainer Jörg Rokitte war nach dem Spiel völlig bedient. „Ich bin ziemlich erschrocken, vor allem von der ersten Halbzeit. So eine Leistung kann man sachlich gar nicht begründen. Das wird sicherlich Spuren hinterlassen“, kündigte Rokitte an.

Hünsborn sei keine Übermacht gewesen. Aber, so Rokitte: „Wir haben uns durch unser Verhalten so klein gemacht, dass wir nicht die geringste Chance hatten.“

In der Tat: Über 90 Minuten hatte der VSV keine echte Möglichkeit und bei den Gegentoren halfen die Gäste fleißig mit. Hünsborn hätte schon in der fünften Minute in Führung gehen müssen. Doch Steffen Hatzfeld schoss den Ball frei stehend aus fünf Metern vorbei. In der 27. Minute gab es nach einem unnötigen Foul von Eckhardt an Michel Schuchert Freistoß für RWH aus halbrechter Position. Im Nachstochern drückte Jan Prothmann den Ball zum 1:0 über die Linie. Eine Minute vor der Pause vertändelte Julius Arens den Ball im eigenen Strafraum gegen Henrik Blecker. Der RWH-Kapitän bedankte sich mit dem 2:0.

Späte Tore zum 3:0 und 4:0

Enttäuscht saß Jörg Rokitte in der Pause auf der Trainerbank. Und es sollte für ihn und sein Team noch bitterer kommen.In der 62. Minute folgte eine ganz kuriose Szene. Da wollte Rokitte Tim Mazzotta für Shabanaj einwechseln. Shabanaj war schon vom Feld, Mazzotta durfte aber noch nicht drauf, weil er unter der weißen Hose eine schwarze „Radlerhose“ trug. Es sind aber nur gleichfarbige Hosen erlaubt. So ging Shabanaj zurück aufs Feld. Als der Wechsel drei Minuten später nachgeholt werden sollte, bemerkte Schiedsrichter Bart Shabanaijs „Fauxpas“ und zeigte ihm Gelb/Rot „Das war symptomatisch für unser Auftreten hier“, schüttelte Jörg Rokitte den Kopf. In Unterzahl war das Spiel für die Gaste endgültig gelaufen. Und Hünsborn kam durch späte Tore von Lukas Dettmer (88.) und Luca Künchen noch zu einem 4:0.

RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt jubelte: „Wir freuen uns, dass wir das Derby gewinnen konnten. Aufgrund der ersten Halbzeit geht der Sieg völlig in Ordnung. Einziges Manko: Wir hätten in der zweiten Halbzeit cleverer nach vorne spielen müssen. Der Platzverweis war regelkonform, aber natürlich eine dumme Sache.“
Hünsborn: Eichler, Alfes, Dettmer, Salzmann, Becker, Jung, Hatzfeld, Blecker (82. Freitag), Künchen, Prothmann, Schuchert (76. Arns). - Wenden: von der Heiden, Eckhardt, Bäumer, Solbach, Horst, Shabanaj, L. Arens, Kruse (60. Yahsi), J. Arens (73. Mazzotta), Rokitte, Runkel.

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