Westfalenliga

Ralf Behle erwartet gegen Neheim wieder ein Kampfspiel

Der Ausfall von Mike Schrage trifft die SG Finnentrop/Bamenohl hart.

Der Ausfall von Mike Schrage trifft die SG Finnentrop/Bamenohl hart.

Foto: martin droste / Martin Droste

Finnentrop/Bamenohl.  Im zweiten Saisonspiel muss Westfalenliga-Vizemeister SG Finnentrop/Bamenohl am Samstag zum SC Neheim reisen.

Nach einer turbulenten Woche mit den schweren Kopfverletzungen von Mike Schrage und Moritz Kümhof muss und will Ralf Behle zur fußballerischen Normalität zurückkehren.

Aber das fällt dem Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl vor dem schweren Samstagsspiel beim SC Neheim (Anstoß: 17 Uhr im Binnerfeldstadion) natürlich schwer. „So etwas habe ich in 40 Jahren noch nicht erlebt“, stand Behle im Vorschaugespräch immer noch unter dem Eindruck des folgenschweren Zusammenpralls seiner beiden Leistungsträger im Heimspiel gegen Wiemelhausen. Zwar haben Schrage und Kümhof inzwischen die Krankenhäuser wohl verlassen. Aber es ist noch gar nicht absehbar, wann das Duo wieder auf dem Fußballplatz stehen kann. „Uns bricht die ganze Mittelfeldachse weg“, verweist der SG-Übungsleiter auf die Folgen dieses „Doppelschlags“. Zudem ist Mike Schrage als Co-Trainer ja nicht nur auf dem grünen Rasen wichtig. Aber Jammern gehört nicht ins Repertoire von Ralf Behle. Zumal der Kirchhundemer einige Alternativen in der Hinterhand hat. „Wir sind aber nicht nur beim Personal flexibel“, kann sich Behle Systemumstellungen in Neheim vorstellen.

Mit dem Gastspiel des RSV Meinerzhagen im Westfalenpokal hat sich Behle noch gar nicht beschäftigt. Unter der Woche konzentrierte sich Finnentrop/Bamenohl ganz auf die Partie im Binnerfeldstadion, die wegen des Schützenfestes in Neheim vorgezogen wird. Auf Video hat sich Ralf Behle eine Halbzeit von der 0:1-Niederlage der Hochsauerländer beim Lüner SV angesehen.

Bruchhage freut sich auf Vizemeister

„Die Spiele gegen Neheim sind meistens nicht mit feiner Klinge geführt worden“, erwartet Behle wieder ein Kampfspiel. Die Platzherren haben in der Sommerpause Leistungsträger wie Okan Güvercin, Emre Yilmaz oder Silvio Meyer verloren. Verpflichtet wurden Nachwuchsspieler wie Felix Fleck (U19 Lippstadt) und Maurice Majewski (U19 Holzwickede), aber auch gestandene Fußballer wie der Ex-Werdohler Rejhan Zekovic (Langscheid/Enkhausen), mit 31 Treffern bester Torschütze der Bezirksliga 4. Nach der „vollkommen unnötigen Niederlage“ beim Geheimfavoriten Lüner SV freut sich Alex Bruchhage auf das Heimspiel gegen den „Titelkandidaten“ aus dem Kreis Olpe. „Finnentrop/Bamenohl war als Vizemeister die große Überraschung der letzten Saison. Die Mannschaft ist gereift, auch taktisch, das ist auch und besonders ein Verdienst von Trainer Ralf Behle“, lobt SC-Chefcoach Alex Bruchhage den Gegner. Bis auf Riad Xhaka (privat verhindert) und Burak Yavuz (in Lünen wieder verletzt) sind alle Spieler an Bord und hochmotiviert.

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