SG Finnentrop/Bamenohl

Perfektes Geburtstagsgeschenk für Mike Schrage

Moritz Kümhof (Mitte) hat das Tornetz im Visier, der Ball geht in dieser Szene aber am Meinerzhagener Gehäuse vorbei.

Moritz Kümhof (Mitte) hat das Tornetz im Visier, der Ball geht in dieser Szene aber am Meinerzhagener Gehäuse vorbei.

Foto: Martin Droste

Meinerzhagen.   Dank einer taktischen Meisterleistung hat die SG Finnentrop/Bamenohl das Westfalenliga- Topspiel beim RSV Meinerzhagen mit 1:0 gewonnen.

Damit haben die Behle-Schützlinge mit dem Tabellenzweiten punktemäßig gleichgezogen und freuen sich jetzt auf das Kreisderby am Sonntag zu Hause gegen den FC Lennestadt.

Zwei Spieler standen bei den Gästen im Dauerregen von Meinerzhagen im Mittelpunkt: Nicolas Herrmann und Mike Schrage. „Wir wollten Mike den Sieg schenken“, freute sich SG-Übungsleiter Ralf Behle für seinen Co-Trainer. Der ältere der Schrage-Brüder wurde am Sonntag 30 Jahre alt. „Danke an die Mannschaft, das war das perfekte Geschenk“, lachte Schrage nach dem schwer erkämpften Erfolg beim Sahin-Team.

Spieler des Tages war aber Nicolas Herrmann. Der Blondschopf fasste sich in der 56. Minute ein Herz und schoss den Ball von der Mittellinie über den verdutzten RSV-Schlussmann Jonas Ermes hinweg ins Netz. „Ich habe gesehen, dass Jonas zu weit vor seinem Tor stand“, berichtete Herrmann, der vorne ein enormes Laufpensum leistete und bei seiner Auswechslung in der 83. Minute zu Recht viel Applaus erhielt.

Weil Tim Schrage (Achillessehnenprobleme) und Phillip Hennes (Grippe) zuletzt kaum trainieren konnten und auch Hasan Dogrusöz nicht richtig fit war, war Nicolas Herrmann in vorderster Linie weitgehend auf sich alleine gestellt. Sein Tor des Tages gegen den ehemaligen Mannschaftskollegen Jonas Ermes - beide haben eine LWL-Vergangenheit - war alleine das Eintrittsgeld wert. Ermes stand beim RSV ab der 42. Minute zwischen den Pfosten, weil Nils Langwald bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler am Kopf getroffen wurde und nicht mehr weiterspielen konnte.

„Wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, hatte sich nicht nur Andre Ruhrmann nach dem Führungstreffer drei erstklassige Chancen von Herrmann, Moritz Kümhof und des eingewechselten Tim Schrage notiert. Aber auch so war der Sportliche Leiter des Tabellendritten hochzufrieden.

Berlinski trifft zweimal Aluminium

Meinerzhagen dominierte über weite Strecken, hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und durch Neuzugang Ron Berlinski einige gute Chancen. So hatte der in der Winterpause aus Hordel geholte Westfalenliga-Torjäger zwei Mal Pech und traf nur das Aluminium. Angetrieben von Kapitän Julian Jakobs und Hakan Demir ließen die Platzherren Ball und Gegner laufen. Die Gäste versuchten, die Räume eng zu machen.

„Fußballerisch war das zu wenig.“ Das wusste nach der Begegnung auch Ralf Behle. Aber der SG-Trainer machte aus der personellen Not eine Tugend. Schon im Hinspiel bei der unglücklichen 0:3-Niederlage hatte der Kirchhundemer gesehen, dass Meinerzhagen Probleme gegen tief und kompakt stehende Gegner hat.

Nach dem 1:0 stellten die Gastgeber hinten auf Dreierkette um. Das spielte eher Finnentrop/Bamenohl in die Karten. Die Behle-Elf setzte offensive Nadelstiche und hätte fast das 2:0 erzielt. So mussten die Gäste im nasskalten Stadion an der Oststraße bis zum Abpfiff zittern. Dann endlich konnte der pitschnasse Ralf Behle den sprichwörtlichen Hut vor seiner Mannschaft ziehen.

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