Westfalenliga

Olpe erzielt beim 3:0 über Resse alle Tore in Unterzahl

Das 1:0 von Jona Stöcker

Das 1:0 von Jona Stöcker

Foto: Michael Meckel

Olpe.   Die zusätzlichen Arbeitseinheiten - sprich das Freischüppen des Kunstrasenplatzes im Kreuzbergstadion - haben sich wahrlich gelohnt.

Denn nur dadurch konnte am Sonntag das erste Punktspiel des Fußball- Westfalenligisten SpVg Olpe im Jahr 2018 gegen Viktoria Resse angepfiffen werden. Am Ende konnten die Gastgeber einen wichtigen und verdienten 3:0 (1:0)-Sieg über den Tabellenletzten bejubeln.

Der dritte Heimsieg in Folge war für die SpVg Olpe unglaublich wichtig, weil im Tabellenkeller mit Finnentrop/Bamenohl, Brackel, Hordel und Sinsen vier Mannschaften gewinnen konnten. Ohne die drei Punkte gegen Resse wäre es für die Lesniak-Elf richtig eng geworden.

Rath trifft die Latte

So war das Aufatmen bei den Olpern groß nach dem Schlusspfiff gegen das Schlusslicht. „Wir sind froh, dass wir das erste Spiel gewonnen haben. Der Sieg war für die Mannschaft und auch für den ganzen Verein sehr wichtig“, freute sich Trainer Marek Lesniak.

Der Sieg der SpVg Olpe ist umso höher zu bewerten, weil sie fast eine Stunde in Unterzahl spielen musste. Denn in der 36. Minute sah Jan Prothmann wegen Beleidigung eines Gegenspielers Rot. Doch die Gastgeber waren zu Zehnt eher stärker, was auch Marek Lesniak zu einen dicken Lob veranlasste: „Ich ziehe den Hut vor dem, was meine Jungs fast eine Stunde lang in Unterzahl geleistet haben. In der Phase haben wir alle drei Tore erzielt und verdient gewonnen.“

Die erste große Chance hatten die Olper bereits in der 14. Minute. Da knallte Thomas Rath den Ball aus sechs Metern an die Latte. Glück hatten die Gastgeber elf Minuten später. Da scheiterte der stark bedrängte Sven Jübt mit einem Schuss an Olpes Torwart Christoph Sauermann, der den erkrankten Christian Bölker glänzend vertrat. Nach Meinung von Resses Trainer Frank Conradi hätte es einen Foulelfmeter geben müssen. Aber der Pfiff kam nicht und so blieb es beim 0:0.

1:0 mit dem Halbzeitpfiff

Doch als sich alle schon mit dem torlosen Remis zur Pause anfreundeten, segelte ein Freistoß von David Ohm aus halbrechter Position auf den Kopf von Jona Stöcker. Der Verteidiger scheiterte zunächst aus fünf Metern an Resses Keeper Kingsly Moeses. Doch im Nachsetzen fand Stöcker die Lücke zwischen Moses’ Hosenträgern und schoss den Ball zum verdienten 1:0 in die Maschen. Es wurde erst gar nicht mehr angepfiffen.

Nach der Pause hatten zunächst die Gäste die besseren Chancen. Erst scheiterte Lars Rustige am Pfosten (47.) und Jübt dann eine Viertelstunde später erneut an Christoph Sauermann. Doch danach spielte nur noch die SpVg Olpe. In der 71. Minute fiel die Vorentscheidung. Nach einem Konter über Thomas Rath und David Ohm stand Jannik Buchen ganz frei und netzte ein. Eine Szene, die Frank Conradi erneut auf die Palme brachte, denn Thomas Rath soll am rechten Flügel im Abseits gestanden haben. „Das war eine desolate Leistung des Assistenten“, echauffierte sich der Gäste-Trainer, der in der 79. Minuten zusehen musste, wie ein Kopfball von Steffen Hebbeker zur Verblüffung aller aus 19 Metern zum 3:0 ins Netz flog. „Das Tor durfte natürlich nie im Leben passieren“, konnte sich der Ex-Bundesliga-Torjäger Marek Lesniak ein Lachen nicht verkneifen.

Letztlich gratulierte auch Resses Coach Conradi den Olpern zum „verdienten Sieg“, über den sich Olpes Vorstandsmitglied Jörg Hennecke sehr freute: „Ich bin sehr zufrieden. Nach dem Platzverweis waren wir klar besser. Sicher hat uns das 1:0 mit dem Halbzeitpfiff in die Karten gespielt. Jeder, der hier war, hat ein gutes Spiel gesehen. Und es war wichtig, dass wir mit einem Sieg gestartet sind.“

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