Skilanglauf

Melina Schöttes holt Silber im Deutschlandpokal

Melina Schöttes bei der Siegerehrung in Finsterau.

Melina Schöttes bei der Siegerehrung in Finsterau.

Foto: privat

Finsterau.  Eigentlich sollte es das Heimrennen im Deutschlandpokal für die Starter des Westdeutschen Skiverbandes sein.

Aber auch in diesem Jahr konnte auf Grund der Schneelage das Rennwochenende in unserer Region nicht durchgeführt werden.

Der SK Wunderthausen musste die geplante Veranstaltung der höchsten nationalen Rennserie der Skilangläufer an den Deutschen Skiverband zurückgeben. Somit musste auch die Oberhundemerin Melina Schöttes wieder eine lange Anfahrt in Kauf nehmen, verlegt wurde nach Finsterau in den Bayrischen Wald, direkt an der tschechischen Grenze.

Ideale Bedingungen

Fast ein Meter Naturschnee im Skilanglaufstadion sorgten für beste Bedingungen für die besten deutschen Nachwuchsskilangläufer. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle Verbände ihre besten Sportler gemeldet, es fehlten nur die Sportler, die Deutschland bei der U23-WM in der Schweiz vertraten.

Am Samstagmorgen stand der Sprint über 1,4 Kilometer in der freien Technik auf dem Programm. Einen hervorragende Prolog absolvierte hier die 19-jährige Oberhundemerin. Mit nur drei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit aller gestarteten Damen wurde sie nach dem Prolog auf Platz vier geführt. Bei den Juniorinnen U20 war es sogar die schnellste Prologzeit.

In einem bis zur Ziellinie spannenden Finale der besten sechs Damen erkämpfte sich Melina Schöttes ihren ersten Podestplatz in dieser Wintersaison im Deutschlandpokal.

Gesamtplatz vier, aber zweitbeste Juniorin und somit durfte Melina Schöttes die Silbermedaille mit nach Oberhundem nehmen.

Fünfte in klassischer Technik

24 Stunden später standen zehn Kilometer klassich auf dem Programm. Vier mal musste die anspruchsvolle 2,5 Kilometer lange Runde gelaufen werden. Mit Startnummer 1 eröffnete Melina Schöttes den zweitem Wettkampftag.

Nach dem hervorragendem Ergebnis aus dem Sprint hatte sie sich wieder ein Podestplatz vorgenommen. Dass dies nicht funktionieren würde, war schon am Ende der ersten Runde abzusehen. „Der Ski lief heute gar nicht, berghoch war er zu glatt und auf der Geraden und bergab fehlte Tempo,“ war Melinas Kommentar nach dem Rennen.

Immerhin kämpfte sich die Oberhundemerin Runde für Runde durch, am Ende reichte es für Platz fünf in der Klasse U20 und somit wieder für wertvolle Punkte für die Gesamtwertung des Deutschlandpokals. Hier wird Melina in der Zwischenwertung auf Platz drei der Juniorinnen geführt. So wie der Oberhundemerin erging es auch den übrigen Startern des Westdeutschen Skiverbandes, es waren keine vorderen Platzierungen möglich. „Ich ärgere mich schon ein wenig, ich hatte mich richtig gut gefühlt, es wäre viel mehr möglich gewesen, aber wir hatten heute alle kein optimales Material, kann passieren, da hat man keine Chance gegenüber der Konkurrenz. Aber dafür war der Sprint richtig gut,“ zieht die 19-jährige Schülerin dennoch ein positives Fazit vom vergangenem Wochenende.

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