Skilanglauf

Melina Schöttes beendet eine außergewöhnliche Saison

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Melina Schöttes (rechts) blickt nach einer erfolgreichen Saison auf insgesamt 15 Wettkämpfe in der Schweiz, Italien, Österreich und Schweden zurück.

Melina Schöttes (rechts) blickt nach einer erfolgreichen Saison auf insgesamt 15 Wettkämpfe in der Schweiz, Italien, Österreich und Schweden zurück.

Foto: Thomas Griesbeck/DSV

Oberhundem/Sedrun.  Nach der Absage der Deutschen Meisterschaften ging es für Melina Schöttes vom SC Oberhundem zum Saisonende noch mal in die Schweiz.

Auf Einladung des Deutschen Skiverbandes durften alle Sportlerinnen und Sportler die in dieser sehr schwierigen Saison für den DSV gestartet waren bei den Schweizer Meisterschaften in Sedrun ein sehr schönes Saisonfinale erleben. Alle Trainer, Betreuer und Techniker nebst Wachstruck um Bundetrainer Peter Schlickenrieder waren in Graubünden dabei, um den 35 Sportlern noch einmal die besten Vorrausetzungen für ein erfolgreiches Wettkampfwochenende zu bieten.

Sedrun liegt nahe der Quelle des Vorderrheins am Gotthard-Basistunnel und die Strecken schlängeln sich zu beiden Seiten des wenige Meter breiten Flusses.

Einzige Sportlerin aus NRW

Die Farben des Westdeutschen Skiverbandes vertrat Melina Schöttes vom Ski Club Oberhundem, die als einzige Sportlerin aus NRW starten durfte. Zum Auftakt wurde bei strahlendem Sonnenschein ein Klassiksprint ausgetragen. In dem stark besetzten Feld von knapp 60 Damen, unter anderem mit den Schweizer Silbermedaillen-Gewinnerinnen im Teamsprint von der Weltmeisterschaft in Oberstdorf vor vier Wochen, landete die 22-Jährige nach 3:36.66 Minuten im Prolog auf dem hervorragenden 14. Platz, zu einem Top Ten Platz fehlten lediglich 1,8 Sekunden. Dies reichte für den ungefährdeten Einzug in die Finalläufe. Als Dritte in ihrem Viertelfinale verfehlte Melina Schöttes den Einzug in das Halbfinale nur knapp.

Weiter ging es mit den 30 Kilometern mit Massenstart, nach leichtem Regen in der Nacht auf einer äußerst anspruchsvollen 5-Kilometer-Runde, die sechsmal absolviert werden musste. Bis Mitte des Rennens lag Melina Schöttes noch in aussichtsreicher Position, musste dann aber abreißen lassen und landete am Ende nach 1:37.46 Stunden im Mittelfeld der knapp 40 Starterinnen aus vier Nationen.

Herrlicher Sonnenschein

Bei herrlichem Sonnenschein standen die Bewerbe im Teamsprint an. Die Oberhundemerin startete hier zusammen mit einer Sportlerin aus Thüringen. Die Strecke musste von den beiden jeweils dreimal durchlaufen werden. Nach einem Sturz beim zweiten Wechsel reichte es für die beiden nicht für den Einzug ins Halbfinale.

Trotzdem war die Oberhundemerin nicht nur mit diesem Wochenende, sondern auch mit der kompletten Saison zufrieden, sah es doch am Anfang der Saison im November noch so aus, dass keine oder wenige Veranstaltungen stattfinden konnten. Beginnend mit einem Trainingslager Anfang Dezember in der Schweiz und insgesamt 15 Wettkämpfen in der Schweiz, Italien, Österreich und Schweden liegt eine lange, anstrengende, aber auch erfolgreiche Saison hinter der angehenden Physiotherapeutin.

Hoffnung auf ein normales 2021/22

„Ich bin froh, dass der Deutsche Skiverband und das Team Zipps mir diese Starts ermöglicht haben. Natürlich war aufgrund der strikten Hygienemasnahmen alles viel aufwändiger als in den vorigen Jahren, deshalb möchte ich mich ganz besonders bei meinen Sponsoren, den Firmen Bals, Patt und Bever bedanken, ohne diese Unterstützung und die meiner Familie und des Skiclub Oberhundem wäre vieles nicht möglich gewesen. Auch die Bildungsakademie für Therapieberufe in Bestwig, wo ich meine Ausbildung mache, hat mich für alle Trainings- und Wettkampfmaßnahmen freigestellt. Seit dieser Saison habe ich einen Vertrag mit der Firma Salomon, die mir sehr gutes Material zur Verfügung gestellt hat“, zieht Melina Schöttes ein positives Fazit der Coronasaison.

Jetzt ist erst einmal ein wenig Ruhe angesagt, bevor es mit der Vorbereitung auf Sommerwettkämpfe und die nächste Saison weiter geht, in der Hoffnung, dass diese wieder normal ablaufen kann.

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