RW Hünsborn

Marius Uebach hat Rückkehr fest im Blick

So soll’s bald wieder sein: In seiner typischen Art gibt Marius Uebach seinen Gegenspielern das Nachsehen, hier den Erndtebrückern Till Hilchenbach (links) und Marcel Becker.

So soll’s bald wieder sein: In seiner typischen Art gibt Marius Uebach seinen Gegenspielern das Nachsehen, hier den Erndtebrückern Till Hilchenbach (links) und Marcel Becker.

Foto: Meinolf Wagner

Hünsborn.   Es ist ein Silberstreif am Horizont. Marius Uebach, Torjäger des Fußball-Landesligisten Rot-Weiß Hünsborn, ist wieder im Mannschaftstraining.

Stand jetzt ist er für die Rückrunde einsatzbereit. Vor gut einem Jahr, in der letzten Minute des Spiels beim SSV Hagen, hatte sich der 27-Jährige einen Kreuzbandriss zugezogen.

Herr Uebach, wie ist der aktuelle Stand nach ihrer Verletzung?

Marius Uebach: Der aktuelle Stand ist, dass mein Kreuzband wieder gut zusammen gewachsen ist. Nur die Patellasehne ist noch ein bisschen gereizt.

Bei solchen Verletzungen wie einem Kreuzbandriss ist die Diagnose niederschmetternd. Haben Sie sich eine zweite und dritte Meinung eingeholt?

Ja. Die erste Diagnose lautete nur eine Dehnung des Innenbandes, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine MRT- Bilder. Die Bestätigung, dass schließlich das Kreuzband doch gerissen war, bekam ich aus Köln.

Wie ging’s dann weiter?

Ich wurde in Leverkusen bei Dr. Klein operiert und hatte danach die Reha in Hünsborn. Schwerpunkt der Reha war, die Bewegung des Knies sowie die Stärkung der Muskulatur wieder herzustellen.

Sind Sie in der langen Pause nicht ungeduldig geworden?

Anfangs war es noch in Ordnung, aber je länger es dauerte, umso ungeduldiger wurde ich.

War es nicht furchtbar, draußen zu stehen und der Mannschaft nicht helfen zu können?

Ja, das ist schon schlimm gewesen. Weil Fußball für mich sehr, sehr wichtig ist und ich ohne nicht sein kann. Trotzdem muss ich sagen, dass die Mannschaft es in den letzten Wochen überragend macht.

Hand aufs Herz. Hatten Sie zwischenzeitlich nicht Bammel, dass mit dem Fußball ganz Schluss sein könnte?

Ja das hat man, aber ich wollte auf jeden Fall wieder auf dem Platz stehen. Der unbedingte Wille war da. Dies war meine schwerste Verletzung im Fußball. Sonst hatte ich höchstens Zerrungen oder Dehnungen.

Wann sehen wir Sie wieder auf dem Platz?

Der Fitnesszustand wird von Tag zu Tag besser, aber es fehlt noch einiges an Muskelaufbau. Ich hoffe, dass ich nach der Winterpause wieder durchstarten kann. Die Hallenturniere sind leider kein Thema, obwohl der Wendener Gemeindepokal in der Halle immer ein Höhepunkt ist und alle heiß darauf sind. Da herrscht eine einmalige Atmosphäre.

Wie hat es sich angefühlt, zum ersten Mal wieder im Mannschaftstraining zu sein?

Richtig ins Mannschaftstraining bin ich vor gut drei, vier Wochen eingestiegen. Sie haben mich sehr gut wieder aufgenommen und mich im Abschlussspiel auch mal ein Tor schießen lassen.

Wie beurteilen Sie die momentane Situation der Mannschaft in der Meisterschaft?

Die letzten Wochen sind wirklich sehr gut gewesen. In vielen Spielen, wir verloren haben, waren wir nie das schlechtere Team. Wir stehen jetzt wieder gut in der Tabelle da und werden uns auch noch mehr verbessern.

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