Fußball

Jürgen Winkel hat einen neuen Verein

Jürgen Winkel hört am Ende der Saison 2019/20 als Trainer des FC Lennestadt auf.

Jürgen Winkel hört am Ende der Saison 2019/20 als Trainer des FC Lennestadt auf.

Foto: Michael Meckel

Halberbracht/Eslohe.  Nachdem Jürgen Winkel Mitte Oktober bekannt gegeben hatte, dass er den FC Lennestadt zum Saisonende verlassen würde, gab es einige Spekulationen.

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Die sind nun beendet, denn Jürgen Winkel hat einen neuen Verein.

Ab der kommenden Saison wird der 53-jährige Halberbrachter den Fußball-Bezirksligisten BC Eslohe trainieren. Winkel: „Als klar war, dass ich den FC verlassen würde, habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, wie geht’s weiter?“ Angebote habe es gegeben. Auch „ein Päuschen“ sei infrage gekommen. Aber das hat sich nun erledigt. Denn er hat festgestellt: „Ich habe noch Bock.“

Man kennt sich

Mit Roland Keggenhoff, dem Sportlichen Leiter des BC Eslohe, hatte Jürgen Winkel schon in früheren Zeiten Kontakt gehabt, man kannte sich. „Wir funken auf einer Wellenlänge.“ Aber zustande gekommen war ein Wechsel bis dato nicht. Winkel: „Eslohe ist ein guter Verein, hat eine gute Mannschaft, eine junge Truppe, mit der man Spaß und auch Erfolg haben kann, dazu ein prima Umfeld, eine Top-Sportanlage.“ Und mit 53 Jahren fühle er sich noch nicht so weit, nichts mehr zu machen. Im Gegenteil: „Man kann sicher die Erfahrungen, die man in den letzten Jahren gemacht hat, weitergeben.“

Für Eslohe sprach auch, dass die Fahrt auch nicht allzu lang ist. „Zwölf Kilometer von Halberbracht,“ hat Jürgen Winkel ermittelt. Nicht die Welt. „Das in Summe hat mich dann dazu bewogen, das zu machen.“ Eine Voraussetzung für sein Ja-Wort sei allerdings gewesen, dass die Esloher Mannschaft zu großen Teilen zusammen bleibt. „Das hat Roland dann erfragt und das war in ein, zwei Tagen auch klar.“ Den FC Lennestadt hat Winkel über seinen künftigen Verein informiert.

Nach den ganzen Jahren Landesliga und Westfalenliga ist die Bezirksliga 4 eine völlig neue Umgebung.. „Klar. Aber das macht auch einen Reiz aus. Man muss sich umstellen auf ein paar andere Dinge. Man muss man sich ein bisschen verändern und neu entwickeln.“

Ob der Aufwand geringer wird? „In der Westfalenliga muss man vieles über Internet machen, Spielanalyse und vieles andere. Ich denke, das kann man da auch, wenn vielleicht nicht ganz so extrem,“ antwortet Winkel, „natürlich lebt man viel davon, dass man den Gegner kennt. Aber das sind Sachen, die man sich erarbeiten muss.“

Erleichtert, dass nun eine Entscheidung gefallen ist, ist Jürgen Winkel nicht. „Ach was. Wer mich kennt, weiß, dass ich locker drauf bin. Und den Druck, unbedingt was machen zu müssen, habe ich auch nicht. Für mich ist das Hobby.“

18 Jahre TuS Halberbracht, acht Jahre beim FC Lennestadt, 26 Jahre Spielertrainer und Trainer. Ein „Päuschen“, wie er es nennt, sei da nicht ganz abwegig. Darüber habe er auch mit seiner Frau gesprochen, verriet er. „Da hat meine Frau gesagt: Alles schön und gut. Nach zwei Wochen rennst du doch wieder jeden Sonntag auf die Sportplätze und guckst dir Spiele an.“

Die „Ära Winkel“ war eine Erfolgsstory für den FC Lennestadt. Im November 2014 wurde Jürgen Winkel Trainer der Landesliga-Mannschaft. 2015/16 gelang dem FCL erstmals der Aufstieg in die Westfalenliga. Zwar stieg der FCL sofort wieder ab, aber 2018 konnte er den direkten Wiederaufstieg in die Westfalenliga feiern.

Darüber hinaus wurde Winkel mit dem FC Lennestadt zweimal Kreispokalsieger (2016 und 2018) sowie Hallen-Masters-Sieger 2015. In der laufenden Saison belegte FC Lennestadt lange den zweiten Platz hinter der SG Finnentrop/Bamenohl, aktuell seht er mit 27 Punkten auf dem vierten Platz der Westfalenliga.

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