VSV Wenden

Jörg Rokitte: „Wir können so nicht weitermachen“

Andre Schilamow (rechts, VSV Wenden) und der Briloner Felix Schulte ringen um den Ball.

Andre Schilamow (rechts, VSV Wenden) und der Briloner Felix Schulte ringen um den Ball.

Foto: Lothar Linke

Schönau.  Ernüchterung herrscht beim Fußball-Landesligisten VSV Wenden nach dem 0:3 gegen den SV Brilon.

Das konnte beim VSV nun niemand gebrauchen: Als Tabellen-Schlusslicht geht der Fußball-Landesligist in den kommenden, spielfreien Sonntag und muss tatenlos zuschauen, wenn die Vorplatzierten im Keller möglicherweise punkten und sich absetzen.

Nach der 0:3 (0:2)-Heimniederlage am Sonntag gegen den SV Brilon, einer über weite Strecken ratlosen Darbietung in der zweiten Halbzeit, bleibt nur eines: Die zweiwöchige Spielruhe nutzen, um sich wieder zu sortieren. Um einen echten Neuanfang hinzubekommen.

„Wir können natürlich so nicht weitermachen,“ sah auch Trainer Jörg Rokitte ein. Ihn ehrt es, dass er sich nach der Trennung von Manuel Fernholz dieser komplizierten Aufgabe angenommen hat. Doch sein Fazit nach 0 Punkten und 1:6-Toren aus den beiden letzten Spielen klang ernüchtert: „Wir wollen ehrlich sein: Wahrscheinlich müssen mehr Steine umgedreht werden als ich erhofft hatte. Weil bei allem Hadern - wir müssen was finden, mit dem das Potenzial ausgeschöpft wird. So passt es einfach nicht.“

Schwerer Rucksack

Die erste Halbzeit ging in Ordnung. Fußballerisch. Die Mannschaft spielte engagiert, nur: Sie verbreitet beim Gegner keinen Schrecken und kassiert auf der anderen Seite zwei absolut vermeidbare Tore zum 0:1 und 0:2. Das sind zwei zusätzliche Steine im ohnehin schweren Rucksack, den der VSV Wenden nun weitere 45 Minuten mit sich rumschleppen muss. Rokitte: „Wir müssen einfach mit der Null in die Pause gehen, damit wir eine Lösung für die zweite Halbzeit finden können, ohne den Druck zu haben, einem Rückstand hinterher laufen zu müssen. Dafür müssen wir natürlich diese beiden Tore verhindern. Dann können wir uns immer noch überlegen, was können wir noch tun, um diese Deckung auseinander zu hebeln. Und wenn’s nur ein genialer Moment ist.

Dieser geniale Moment fiel aus und der SV Brilon hatte natürlich keinerlei Anlass, sein Bollwerk zu lockern. Die Gäste spielten ein solides 4-5-1, mit dem Zweifach-Torschützen Baran Arslan vorn. „Dass man da mal nicht durchkommt, damit muss man leben,“ sagte Rokitte. Nur ist man diesmal selten bis gar nicht durchgekommen.

Von der Qualität, vom Potenzial, gehört der VSV Wenden nicht auf den letzten Landesligaplatz. Womöglich liegt das Problem dann doch, wie man im Fußball gern sagt, „in den Köpfen“. Jörg Rokitte deutete so etwas in der Richtung an: „Ich habe den Eindruck, dass das in Stresssituationen ein bisschen kopflos wirkt, und diese Abgeklärtheit fehlt, einen Plan weiter durchzuziehen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben