Kris Stremmel

„Ich weiß, was die Mannschaft kann“

Kris Stremmel (links) und der Sportliche Leiter Michael Kügler

Kris Stremmel (links) und der Sportliche Leiter Michael Kügler

Foto: Volkher Pullmann

Dahl/Friedrichthal.   Am Sonntag kommt es in der Fußball-Kreisliga B zum Gipfeltreffen zwischen Spitzenreiter SF Dünschede und dem Zweiten SV Dahl/Friedrichsthal.

Aufsteiger Dahl/Friedrichsthal hat die letzten acht Spiele am Stück gewonnen und ist seit 13 Spielen ungeschlagen. Wir sprachen mit Trainer Kris Stremmel über den Höhenflug des SV Dahl/Friedrichsthal, seine Karriere und das Gipfeltreffen im Sportpark Repetal.


Sie stehen mit zwei Punkten Vorsprung vor Saalhausen/Oberhundem auf Aufstiegsplatz zwei. Hatten Sie vor der Saison insgeheim gehofft, soweit oben mitzuspielen oder sind Sie selbst von Ihrer Mannschaft überrascht?
Kris Stremmel: Weder noch. Wir haben intern ein Ziel ausgegeben. Ich weiß, was die Mannschaft kann.


Am Sonntag können Sie den SF Dünschede mit einem Sieg bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Wie sehr fiebern Sie und Ihre Mannschaft dem Spiel in Dünschede entgegen.
Für uns ist es ein Spiel wie jedes andere.

Sehen Sie neben Dünschede und Saalhausen/Oberhundem noch andere Konkurrenten um die beiden Aufstiegsplätze?
Es ist sehr eng, Rahrbachtal und Listerscheid haben auch gute Chancen. Man darf sich kaum eine Niederlage erlauben und die Tagesform ist oft entscheidend.

Am Anfang der Saison lief es eigentlich gar nicht so rund. Wie kam es zum Aufschwung ab der Mitte der Hinrunde?
Ich will nicht sagen, es lief nicht rund. Es gab Gründe wie Verletzungen, Formschwankungen und die Integration der neuen Spieler. Die Mannschaft hat sich jetzt gefunden.

Vor der Saison kam mit Michael Kügler ein neuer Sportlicher Leiter zum SV Dahl/Friedrichsthal. Wie ist Ihre Zusammenarbeit und welchen Anteil hat er am Erfolg?
Die Zusammenarbeit ist super. Michael und ich sind auf der gleichen Wellenlänge. Er macht einen tollen Job, nicht nur als sportlicher Leiter, sondern auch als Spieler. Jeder im Verein kann von der Erfahrung profitieren.

Außerdem kam Torjäger Chris Hardenack vom Landesligisten FSV Gerlingen zurück. Wie sehr hat das Ihre Mannschaft beflügelt?
Es ist wie bei Michael, Chris spielt eine super Saison. Er hat eine hohe individuelle Qualität. Es gibt aber auch noch zehn andere Spieler auf dem Platz, da profitiert jeder von jedem.

Der SV Dahl/Friedrichsthal ist Ihre erste Trainerstation. Bis zu welcher Liga können Sie trainieren?
Ich kann bis zur Oberliga, 2. Frauen Bundesliga, B-Juniorinnen-Bundesliga sowie in den Stützpunkten der Verbände und den Nachwuchsleistungszentren der Vereine arbeiten. Ich habe bis jetzt die DFB Elite-Jugend Lizenz erworben

Haben Sie vor, einmal in solch einer hohen Liga zu trainieren?
Im Moment nicht. Man soll aber auch niemals nie sagen.

Zurück zum SV Dahl/Friedrichsthal. Es lief nicht immer so rund wie in dieser Saison. Ich erinnere an den bitteren Abstieg als Viertletzter in die Kreisliga C vor zwei Jahren. Wie haben Sie das erlebt?
Es war bitter. Wir haben das so angenommen und positiv gedacht.


Im Sommer 2018 kam es dann zum Wiederaufstieg nach Elfmeterschießen im Relegationsspiel gegen Albaum/Heinsberg in Kirchveischede. Wie war das Gefühl nach dem letzten Elfmeter?
Die Anspannung war hoch und die Erleichterung danach groß.

Hatten Sie etwas Mitgefühl mit Albaum/Heinsberg?
Das Mitgefühl war auch groß, weil man weiß es hätte auch andersherum laufen können. Das Spiel hatte nach der Dramatik keinen Verlierer verdient. Aber so ist das im Sport. Es gibt Verlierer und Gewinner. Ich hoffe, dass Albaum/Heinsberg dieses Jahr den Aufstieg schafft. Es sieht ja gut aus. Ich wünsche viel Glück.

Vor Dahl/Friedrichsthal spielten Sie in der Landes- und Bezirksliga beim SV Rothemühle. Verfolgen Sie noch die Spiele Ihres Ex-Vereins und geben Sie ihm noch Chancen im Aufstiegskampf der Kreisliga A?
Ich verfolge generell sehr intensiv die Sauerländer-und Siegerländer Fußballszene, natürlich auch den SV Rothemühle. Ich habe mit Daniel Morillo-Rigau und Marcel Tolzin zusammengespielt. Aus der Ferne betrachtet machen sie auch einen guten Job. Ich wünsche ihnen viel Glück im Aufstiegsrennen.

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