Landesliga

Gerlinger Ziel: Irgendwie gewinnen

Dominik Zimmermann (links) ist für das Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück 2 fraglich.

Dominik Zimmermann (links) ist für das Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück 2 fraglich.

Foto: artin Droste

Gerlingen/Hünsborn.   Die Generalprobe ging daneben.

Im letzten Testspiel vor dem Start in das Fußballjahr 2019 kassierte Landesliga-Spitzenreiter FSV Gerlingen eine Heimniederlage. Durch ein spätes Tor von Henrik Blecker setzte sich der Nachbar und Klassenrivale RW Hünsborn mit 1:0 am Bieberg durch. Doch vor den Meisterschaftsspielen zu Hause gegen TuS Erndtebrück 2 und bei der FSV Werdohl wissen beide Trainer, die Ergebnisse von Vorbereitungspartien richtig einzuschätzen.

„Testspiele und Pflichtspiele sind zwei verschiedene Sportarten“, bringt Gerlingens Cheftrainer Dirk Hennecke den Unterschied auf den Punkt. Ein Muster ganz ohne Wert sind für seinen Hünsborner Kollegen Andreas Waffenschmidt solche Begegnungen zwar nicht. „Das 1:0 in Gerlingen ist schön für den Kopf und gut für die Stimmung. Aber ob das was wert ist, steht auf einem anderen Blatt Papier“. Zumindest eine wichtige Erkenntnis hat Waffenschmidt beim Testspiel-Derby gewinnen können. Der lange verletzte und sehnlichst zurück erwartete Angreifer Marius Uebach hat 60 Minuten durchgehalten und dürfte für Werdohl am Sonntag wieder eine Option sein.

Von einer Generalprobe will Dirk Hennecke erst gar nicht sprechen. Den Trainer des Tabellenführers FSV Gerlingen beschäftigen ganz andere Dinge als die Niederlage am Dienstagabend. Da ist zum einen die durchwachsene Vorbereitung: In den vier Trainingswochen in diesem Jahr konnte der Spitzenreiter vor dem Abschluss am Freitag witterungsbedingt ganze drei Mal auf dem Bieberg üben.

Das ist für Hennecke zwar „keine Ausrede“. Aber der FSV-Coach weiß, dass beim Heimauftakt gegen „die Wundertüte“ Erndtebrück von seiner Mannschaft „keine Wunderdinge“ zu erwarten sind. „Irgendwie gewinnen“ lautet das Tagesziel gegen die Zweitvertretung aus dem Wittgensteiner Land. Unterschätzen werden die Platzherren den abstiegsbedrohten Gast auf keinen Fall. „Wir haben gegen den SSV Hagen gesehen, was passieren kann“, erinnert sich Dirk Hennecke nur allzu gut an die Schlappe gegen das abgeschlagene Schlusslicht.

Auf der Auswechselbank dürfte es am Sonntag nicht eng werden. Denn es drohen eine ganze Reihe von Ausfällen. Stephan Stettner fehlt mit Hüftproblemen. Stark fraglich sind Lukas Rademacher, Kapitän Florian Brüser, David Ohm und Dominik Zimmermann. „Erndtebrück ist ein gefährlicher Gegner“, warnt Trainer Dirk Hennecke mit Blick auf das 1:0 in der Hinrunde im Pulverwaldstadion.

Schuchert und Freitag fehlen Hünsborn

Vor dem Hünsborner Gastspiel im Riesei-Stadion (Sonntag, 15 Uhr) sorgt die FSV Werdohl mal wieder für Schlagzeilen, diesmal sind die aber positiv. So hat der Verein aus dem Märkischen die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt. Fitim Zejnullahu tritt im Sommer die Nachfolge des zum Saisonende ausscheidenden Trainergespanns Nils Böttcher/Marco Polo an.

Seit Januar 2018 sitzt der 36-jährige auf der Bank des Iserlohner A-Kreisligisten SpVgg Nachrodt. Wie die Werdohler Mannschaft für die neue Serie aussieht – dazu wird der entlassene Sportliche Leiter und Torhüter Alexander Schmale nicht mehr gehören – steht aber immer noch nicht fest.

Mit den Problemen beim Gegner beschäftigt sich Andreas Waffenschmidt nicht. Der hat die „freudige Nachricht“ vom Uebach-Comeback zwar zur Kenntnis genommen, aber es gibt bei den Rot-Weißen noch einige personelle Baustellen. So fehlen Steffen Freitag (Schulter-OP) und Philipp Schuchert (Knie-OP) weiterhin. Schuchert konnte zwar die Krücken ablegen, die Saison ist für ihn aber wohl gelaufen.

Mit einem Punkt beim Krisenklub Werdohl wäre Waffenschmidt zufrieden. Immerhin ist der ehemalige Westfalenligist die beste Heimmannschaft der Landesliga 2.

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