Westfalenliga 2

Für FC Lennestadt ist gegen BSV Schüren alles möglich

Jürgen Winkel gibt im Training die Richtung vor. Am Sonntag geht es um den Klassenerhalt.

Jürgen Winkel gibt im Training die Richtung vor. Am Sonntag geht es um den Klassenerhalt.

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   Selten ist ein Saisonfinale derart spannend gewesen wie in diesem Fall. Drei Möglichkeiten hat der FC Lennestadt. Je nach Ergebnis.

Der Abstiegskrimi in der Fußball-Westfalenliga hat seinen Höhepunkt erreicht. Und er endet mit einem echten Finale am Sonntag im Henselstadion zwischen FC Lennestadt (26 Punkte) und dem BSV Schüren (25). Dazwischen klemmt noch der SV Horst-Emscher (25).

Die Ausgangslage ist klar: Für den FC Lennestadt ist alles möglich: Direkter Klassenerhalt, Relegation, aber bei einer Niederlage auch der direkte Abstieg.

Der FC Lennestadt hat allerdings alle Trümpfe in der Hand. Mit einem Sieg ist der Klassenerhalt des Aufsteigers perfekt. Mit einem Unentschieden ist zumindest das Relegationsspiel sicher.

Winkel will nicht auf Remis spielen

Doch dieses Szenario will FCL-Trainer Jürgen Winkel auf jeden Fall vermeiden: „Sicher ist es ein wenig Sicherheit, wenn man weiß, dass ein Unentschieden nicht den direkten Abstieg bedeutet. Aber wir werden alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen. Ein Sieg ist auch Pflicht. Denn ich gehe mal davon aus, dass Horst-Emscher gegen Wanne-Eickel gewinnt. Wir haben alles selbst in der Hand und das wollen wir auch nutzen. Ich hoffe, dass uns dabei möglichst viele Zuschauer unterstützen.“

Jürgen Winkel warnt jedoch davor, das Abstiegsfinale gegen Schüren zu hoch zu hängen, von einem Spiel des Jahres will Winkel nichts wissen. Winkel: „Wir sollten den Ball flach halten und keine unnötige Panik verbreiten. Wir bereiten uns auf das Spiel genauso vor, wie vor jedes andere. Letztlich werden Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden.“

Image der Fahrstuhl-Mannschaft ablegen

Jürgen Winkel gibt aber auch zu: „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, ist das vielleicht noch höher zu bewerten, als der Aufstieg im vergangenen Jahr.“

Und auch FCL-Vorsitzender Andreas Eickelmann, bei den Westfalenliga-Aufstiegen 2016 und 2018 noch Assistent von Jürgen Winkel, versucht, Druck aus dem Kessel zu nehmen: „Es wäre im Prinzip schon schön, die Liga zu halten. Das wäre in der Geschichte des Vereins ja das erste Mal, dass wir zwei Jahre in Folge in der Westfalenliga zu spielen. Damit würden wir auch das Image einer Fahrstuhl-Mannschaft ablegen. Wir nehmen gerne das ein oder andere Jahr Westfalenliga mit. Auf die Dauer muss man sehen, wie es dann weiter geht. Wir haben nicht die finanziellen Mittel wie die Mannschaften im Ruhrgebiet, wo praktisch jedes Jahr andere Mannschaften auf dem Platz stehen.“

Die eigenen Spieler sollen nicht durch Transfers mit auswärtigen Spielern vergrault werden. „Dass wir teure Spieler kaufen, das wollen wir nicht und das wird es mit mir nicht geben. Dann spielen wir lieber eine Klasse tiefer“, stellt Andreas Eickelmann klar.

Gute Ausgangslage für den FCL

Dass der FCL überhaupt diese große Chance ist der starken Leistung in den letzten Wochen zu verdanken. Aus den letzten fünf Spielen holte der FCL zehn Punkte. Zwei der letzten drei Auswärtsspiele wurden dabei gewonnen und sogar Meister RSV Meinerzhagen auf Ostermontag ein 1:1 abgetrotzt.

Nur das Spiel in Hassel an Gründonnerstag ging 0:4 verloren. Dazu kamen zwei spielfreie Sonntag kurz hintereinander, an denen die Konkurrenten auch noch fleißig punkteten. Für das Schüren-Spiel ist Eickelmann auf jeden Fall optimistisch.

„Die Ausgangssituation ist sehr schön. Wir haben es selbst in der Hand. Wir brauchen nicht mit dem Handy rumhampeln, um nach den Ergebnissen der Konkurrenz zu fragen. Ich bin überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden. Die Mannschaft ist gut vorbereitet. Es wird sicher ein Event mit vielen Zuschauern werden.“

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