Fußball-Westfalenliga

FSV Gerlingen ist erneut ein Meister der Aufholjagd

Nach dem 2:2 in der Nachspielzeit ist Torschütze Matthias Beckmann (vorne) von seinen Mannschaftskollegen kaum einzufangen.

Nach dem 2:2 in der Nachspielzeit ist Torschütze Matthias Beckmann (vorne) von seinen Mannschaftskollegen kaum einzufangen.

Foto: martin droste

Gerlingen.  Der FSV Gerlingen schien zur Halbzeit fußballerisch mausetot gegen den starken BSV Schüren. 0:2 hieß es aus Sicht des Westfalenliga-Aufsteigers.

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Doch: Wer auf die Spiele des FSV Gerlingen wettet, sollte ein 2:2 tippen. Zum wiederholten Mal schloss der Westfalenliga-Aufsteiger eine verloren geglaubte Partie mit diesem Ergebnis ab – erfolgreiche Aufholjagd eingeschlossen.

„Unentschieden scheint unsere Spezialdisziplin zu sein“, wusste Trainer Dirk Hennecke nach der Begegnung gegen den spielerisch überlegenen BSV Schüren nicht, „ob ich weinen oder lachen soll“.

Dem Tabellensechsten reichten gegen hinten nicht sattelfeste und vorne harmlose Platzherren zwei schnelle Angriffe zur 2:0-Führung durch Tore von Zivko Radojcic (35.) und Muhammed Güreser (41.).

Florian Brüsers Rettungstat

Was folgte, kennen die Gerlinger. Hennecke musste in der zweiten Hälfte reagieren, wechselte zwei Mal und stellte um. Fast wäre der Schuss nach hinten losgegangen. Mit einem mutigen Tackling stoppte Kapitän Florian Brüser Schürens Kamil Bednarski auf dem Weg zum 3:0.

In der 74. Minute bebte der Bieberg, als Dominik Zimmermann auf 1:2 verkürzte. Die Folge war ein einziger Sturmlauf des Neulings. Einen Laube-Schuss konnte BSV-Keeper Sascha Samulewicz um den Pfosten drehen. Dann folgte die erste Minute der Nachspielzeit. Nach einem Foul an Lukas Rademacher schnappte sich Matthias Beckmann den Ball und jagte den Freistoß in den Winkel. „Ich habe gesehen, dass der Schlussmann ziemlich weit in seiner Torwartecke stand“, schmunzelte Beckmann später. „Matthias hat wieder fantastisch gespielt und hat seine Leistung mit dem Tor gekrönt“, erhielt die Nummer 23 ein Sonderlob vom Trainer.

In der letzten Minute hielt Torhüter Christoph Sauermann den Punkt fest. „Insgesamt ist der Punkt zu wenig, wir kommen nicht von der Stelle. Aber eines verspreche ich: Wir werden bis zum 34. Spieltag alles versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen“, gab sich Dirk Hennecke auf der Pressekonferenz im gut besuchten Vereinsheim kämpferisch.

Gerlingen: Sauermann, F. Brüser, Scheppe (46. Zimmermann), Stahl, Rademacher, Laube, Chr. Brüser (46. Humberg), Bredebach (73. Busenius), Beckmann, Schuchert, Häner (84. Boßert).

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