Westfalenliga

Finnentrop/Bamenohl ist gerüstet für das absolute Topspiel

Florian Gräwe (rechts) wird vom Schürener Michael Hines gefoult. Schiedsrichter Mehmet Ercan steht direkt daneben und wird auch gleich den strafenden Pfiff ertönen lassen.

Florian Gräwe (rechts) wird vom Schürener Michael Hines gefoult. Schiedsrichter Mehmet Ercan steht direkt daneben und wird auch gleich den strafenden Pfiff ertönen lassen.

Foto: Lothar Linke

Dortmund.  Mit dem 3:0 beim BSV Schüren betrieb die SG Finnentrop/Bamenohl beste Eigenwerbung für das Spitzenspiel am 10. November gegen Wanne-Eickel.

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Erster gegen Zweiter heißt es dann in der H&R-Arena.

Am Sonntag war die Sehnsucht nach dem zweiten Tor förmlich greifbar in den Reihen des Fußball-Westfalenligisten SG Finnentrop/Bamenohl im Spiel beim BSV Schüren.

Wen wundert’s. Denn die Gäste waren früh in Führung gegangen. Tobias Kleppel rammte in der 11. Minute eine clevere Kopfballvorlage von Tim Schrage aus kurzer Entfernung ins Tor. Die Hoffnung, dass das 2:0 nicht allzu lange auf sich warten lassen sollte, war nicht unberechtigt. Denn die SG hatte Chancen zu einer deutlicheren Halbzeitführung. Die größte davon vergab Moritz Stange in der 31. Minute. Der setzte den „Nachkopfball“ aus ein paar Metern über das Tor, nachdem der Schürener Torwart einen Kurzdistanz-Kopfball von Tobias Kleppel nur nach vorn abklatschen konnte.

Unnötig spannend

Hinzu kam, über das Spiel gesehen, eine Ballbesitz-Quote von geschätzt 70 Prozent zugunsten der Finnentrop/Bamenohler. Trotzdem ließ das 2:0 schier unendlich auf sich warten. Es fiel erst in der Nachspielzeit, das 3:0, das Endergebnis, logischerweise auch.

Ralf Behle, Trainer der SG, hätte sich diese Spannung auch gern erspart. „Wir waren über 90 Minuten die bessere und dominierende Mannschaft, darin liegt natürlich auch immer eine Gefahr, im Umschaltspiel kommt Schüren, das wussten wir vorher.“ Man habe dem Gegner nicht in die Karten spielen wollen, deshalb habe seine Mannschaft idealerweise diagonale und lange Bälle gespielt, anstatt durchs Zentrum. Die Schürener aber verteidigten gut und durften dann auch ein Lob ihres Trainers Arthur Matlik entgegen nehmen: „Die Niederlage ist nicht schlimm. Wir haben eine richtig gute Partie gemacht.“ Immerhin sei da der Tabellenführer zu Gast gewesen.

Jetzt das Spitzenspiel

Mike Schrage legte die beiden letzten Tore mit feinen Pässen auf. Er war erst in der 73. Minute ins Spiel gekommen. „Wenn man schon nur so wenig spielt, dann muss man wenigstens was Sinnvolles tun,“ kommentierte er nachher cool lächelnd seine spielentscheidende Rolle. Philip Fischer in der 90+1. und Phillip Hennes in der 90+3. Minuten vollendeten Mike Schrages Vorlagen; vor dem 2:0 hatte Lasse Strotmann den Ball noch quer und genau in den Fuß des Torschützen Philip Fischer geschoben.

Die war auch deshalb verdient, weil die SG es schaffte, die Standardsituationen der Dortmunder zu verteidigen, aus denen sind die Hälfte der BSV-Treffer entstanden. Ralf Behle: „Wir wussten, dass die da gefährlich sein würden.“ Aber insgesamt hatte er so wirklich keine Szene im Gedächtnis haften geblieben, in der die Gastgeber einem Tor sehr nahe gewesen wären; dass sie zum Schluss nochmals anrannten und in Person von Fabio Rummenigge (84.) und Björn Mennekes Ecke scharf vors Tor (86.) den SG-Torwart Ingmar Klose Arbeit bereiteten, war zu erwarten. Was Finnentrop/Bamenohl nun erwartet, weckt Vorfreude: Das absulute Spitzenspiel gegen den Liga-Zweiten DSC Wanne-Eickel am Sonntag.

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