Westfalenpokal

Finnentrop/Bamenohl ist Außenseiter, aber nicht chancenlos

Nicolas Herrmann erzielte beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften per Kunstschuss aus 40 Metern den Siegtreffer für Finnentrop/Bamenohl.

Nicolas Herrmann erzielte beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften per Kunstschuss aus 40 Metern den Siegtreffer für Finnentrop/Bamenohl.

Foto: martin droste / Martin Droste

Bamenohl.  Im Westfalenpokal empfängt Westfalenliga-Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl am Mittwoch (19.30 Uhr) Oberliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen.

Erst das Freitagsspiel in der H&R-Arena gegen den FC Iserlohn. Dann das Schützenfest-Wochenende in Bamenohl. Kurz darauf das Westfalenpokal-Heimspiel am Mittwochabend (19.30 Uhr) gegen Oberliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen.

Und als krönender Abschluss das Westfalenligaspiel am Sonntag beim TuS Hordel. Über Langeweile können sich Spieler und Verantwortliche der SG Finnentrop/Bamenohl derzeit nicht beklagen.

Der Termin im Westfalenpokal passt SG-Trainer Ralf Behle „eigentlich gar nicht“, vor allem wegen der großen Belastung seiner dauergestressten und ersatzgeschwächten Mannschaft in den letzten Wochen. „Ich hoffe, dass wir verletzungsfrei bleiben“, hat Behle schon das Meisterschaftsspiel beim Tabellensechsten Hordel im Blick.

Erinnerungen an Herrmanns Traumtor

Aber vor der Pflicht wartet noch die Kür auf den Spitzenreiter der Westfalenliga 2. Mit dem RSV Meinerzhagen kommt ein alter Bekannter nach Bamenohl. Hinter dem von Bundesligaprofi Nuri Sahin unterstützten Oberliga-Aufsteiger wurde Finnentrop/Bamenohl in der Saison 2018/19 Vizemeister und fügte den Märkischen durch den Kunstschuss von Nicolas Herrmann beim letzten Aufeinandertreffen in Meinerzhagen eine 0:1-Heimpleite zu. An den Treffer aus 40 Metern wird sich Jonas Ermes noch gut erinnern, der damals im und weit vor dem RSV-Tor stand und heute zum Trainerteam von Demir Mutlu gehört.

Meinerzhagen hat in der ersten Runde den Regionalligisten SC Verl ausgeschaltet, der wenige Tage zuvor noch im DFB-Pokal über den Bundesligisten FC Augsburg triumphiert hatte. Die Ostwestfalen waren mit einer B-Mannschaft im Stadion an der Oststraße angetreten.

Keine Rotation bei Meinerzhagen

RSV-Cheftrainer Mutlu, der ohnehin großen Respekt vor Finnentrop/Bamenohl hat, denkt nicht an eine Rotation und kommt mit dem Kader, der am Wochenende den FC Gütersloh mit 3:1 geschlagen hat. Die Tore für den Aufsteiger erzielten mit Andreas Spais (2) und Ewald Platt zwei alte Bekannte. „Meinerzhagen hat eine Riesenqualität in seinem Kader und hat sich nach dem Aufstieg noch einmal verstärkt“, schiebt Ralf Behle den Märkischen die klare Favoritenrolle zu. Chancenlos sieht der SG-Coach sein Team in einem Pokalduell zweier „offensiv ausgerichteten Mannschaften“ aber nicht. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, hat der Kirchhundemer nach fünf Siegen in fünf Meisterschaftsspielen allen Grund, selbstbewusst in das Westfalenpokalspiel gegen den Augsburg-Sieger-Besieger zu gehen.

Während bei den Gästen unter anderem die verletzten Tim Treude und Nik Kunkel fehlen, muss Finnentrop/Bamenohl auf die Urlauber Robin Entrup und Hasan Dogrusöz sowie vielleicht auch Heiko Entrup verzichten. Türkei-Rückkehrer Burhan Tuncdemir stand gegen Iserlohn wieder im Kader, wurde aber nicht eingesetzt.

Kein Grund für Veränderungen

Das könnte sich bald ändern. „Burhan muss sich im Training wieder anbieten. Es gab auch in der Innenverteidigung keinen Grund, etwas zu verändern. Aber ich habe keine Sorge, dass er schnell wieder da ist“, sagt Trainer Behle über ein mögliches Tuncdemir-Comeback.

Bei Neuzugang Ali Yaser Yilmaz fehlte Anfang der Woche der Pass-Stelle noch ein Formular für die Spielberechtigung. Ganz andere Probleme hat Offensivspieler Mervan Aydin. Der ehemalige Offensivspieler aus der A-Junioren-Bundesliga von RW Essen bangt um seine Fußballkarriere. Eine Nasenoperation ist nicht so verlaufen wie gewünscht, das Risiko eventuell zu groß.

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