Fußball-Westfalenliga

Finnentrop/Bamenohl hat Respekt vor dem FSV Gerlingen

Die SG Finnnentrop/Bamenohl (Tim Schrage, Phillip Hennes, Tobias Kleppel und Moritz Kümhof (liegend) wollen gern den neunten Sieg bejubeln.

Die SG Finnnentrop/Bamenohl (Tim Schrage, Phillip Hennes, Tobias Kleppel und Moritz Kümhof (liegend) wollen gern den neunten Sieg bejubeln.

Foto: Michael Meckel

Finnentrop/Bamenohl.  Die SG Finnentrop/Bamenohl und der FSV Gerlingen stehen sich im Freitagsspiel der Fußball-Westfalenliga gegenüber.

Am zehnten Spieltag ist es das zweite Kreisderby der Saison. Der souveräne Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl, der bisher alle acht Spiele gewinnen konnte, empfängt den seit fünf Spielen ungeschlagenen Aufsteiger FSV Gerlingen. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Mit diesem Spiel steigt die SG Finnentrop/Bamenohl nach dem spielfreien letzten Wochenende wieder ins Geschehen ein. Die Lage an der Spitze hat sich für sie trotz der Spielpause noch einmal gebessert. Denn durch die 1:2-Niederlage des FC Lennestadt gegen Wiemelhausen blieb das Sechs-Punkte-Polster auf den Tabellenzweiten erhalten. Der heißt allerdings jetzt SV Hohenlimburg, übrigens der übernächste Gegner der SG Finnentrop/Bamenohl.

Mike Schrage leitet Training

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Vor dem Spitzenspiel in Hohenlimburg muss die SG Finnentrop/Bamenohl zunächst den Kreisrivalen aus Gerlingen bezwingen. Das ist auch das große Ziel des Spitzenreiters. „Wir wollen den neunten Sieg in Folge. Unser Plan steht soweit. Aber den werde ich natürlich nicht verraten“, lacht Mike Schrage, der spielende Co-Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl, der in der vergangenen Woche das Training für Cheftrainer Ralf Behle leitete. Behle hospitiert in diesen Tagen bekanntlich beim FC Bayern München. Das geschieht natürlich in enger Absprache mit Ralf Behle. „Am Montag zum Beispiel klingelte noch um halb zehn abends mein Handy. So spät, weil Ralf vom Trainingsplatz noch etwa 30 bis 40 Minuten fahren musste. Dann haben wir einiges besprochen“, berichtet Mike Schrage.

Köpfe frei bekommen

Beim Unterfangen, auch die zweite Hinrunden-Hälfte so erfolgreich zu bewältigen wie die erste, sei, so Mike Schrage, die Pause letzte Woche „gerade zur rechten Zeit gekommen“. Mike Schrage: „Gerade zur Mitte der Hinrunde war es wichtig, mal die Köpfe frei zu bekommen. Die Spieler hatten es sich verdient. Man muss ja noch bedenken, dass wir noch das Westfalenpokalspiel gegen Meinerzhagen und des Kreispokalspiel letzte Woche gegen Serkenrode/Fretter bestritten haben. In den letzten Spielen hat man schon gesehen, dass wir vom Kopf und der Power her etwas anfälliger waren. Außerdem hatten wir in den letzten Jahren immer im Oktober und November eine Phase, in der es nicht so rund lief. Da war die Pause sehr gut.“

Die Gerlinger sind inzwischen gut in der Westfalenliga angekommen. Nach den vier Auftaktniederlagen sind sie seit fünf Spielen ungeschlagen. Mike Schrage: „Sicher sind da auch vier Unentschieden dabei. Aber wir haben vor Jahren als Aufsteiger auch gemerkt, wie schwer es in der Westfalenliga ist. Wir hätten damals gerne solch eine Serie gehabt.“ Gerade der der letzte Auftritt der Gerlinger sollte Warnung genug sein. Mike Schrage: „Wenn eine Mannschaft gegen einen so starken Gegner wie Lünen ein 0:2 in ein 2:2 drehen kann, dann spricht das für sich.“

Hennecke muss nicht motivieren

Mit diesem „Problem“ dürfte Gerlingens Trainer Dirk Hennecke wohl keine Probleme haben. „Wenn man gegen den unangefochtenen Tabellenführer spielt, der bisher alle Spiele gewonnen hat, dann muss ein Trainer niemanden mehr motivieren,“ sagt er. Durch das 2:2 gegen Lünen ist der FSV Gerlingen auf Relegationsplatz 13 geklettert. „Dass wir da noch das 0:2 aufholen konnten, war natürlich klasse. Mit unserer Entwicklung bin ich sehr zufrieden, auch wenn vielleicht ein paar Unentschieden zu viel dabei waren. Aber der Trend ist absolut positiv.“

Allerdings jetzt stehen harte Woche vor dem Aufsteiger. Nach dem Spiel in Bamenohl ist spielfrei und dann kommt der Tabellenzweite, Mitaufsteiger SV Hohenlimburg, auf den Bieberg. Da sind auch schnell mal null Punkte drin. Dirk Hennecke will das auf jeden Fall vermeiden, am besten schon am Freitag gegen die, so Hennecke „zu Recht beste Mannschaft im Kreis Olpe.“ Der FSV-Trainer: „Wir wollen dem souveränen Tabellenführer einen heißen Tanz liefern und versuchen, ihm als erstem Gegner Punkte zu entreißen. Klar wird das sehr schwer, aber im Fußball hat es schon viele Überraschungen gegeben. Ich freue mich sehr auf das Spiel, besonders unter Flutlicht und vor hoffentlich großer Kulisse. “

Personell sieht es bei der SG Finnentrop/Bamenohl etwas besser aus. Bis auf Robin Entrup (Leistenverletzung) sind beim Spitzenreiter alle Spieler fit. Beim FSV Gerlingen steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Philipp Bredebach, den eine Zerrung plagt. Fehlen wird auf jeden Fall Dennis Busenius wegen einer Magenschleimhautentzündung.

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