Westfalenliga

FC Lennestadt ringt Spitzenreiter Meinerzhagen ein Remis ab

Moritz Thöne

Moritz Thöne

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   Wer hätte das gedacht?

Fußball-Westfalenligist FC Lennestadt hat Spitzenreiter RSV Meinerzhagen vor 500 Zuschauern im Henselstadion ein 1:1 abgetrotzt und damit einen ganz wichtigen Punkt im Abstiegskampf geholt. Unter großem Beifall ihrer Fans wurden die FCL-Kicker nach dem Spiel in die Kabine begleitet.

Das größte Lob für sie kam aber von Gästetrainer Demir Mutlu: „Das war eine taktische und mannschaftliche Glanzleistung. Wenn Ihr die weiter an den Tag legt, dann werdet Ihr die restlichen Spiele gewinnen.“

Das umjubelte Ausgleichstor für den FCL erzielte Steffen Hebbeker nach einer Ecke in der 88. Minute. Und um ein Haar hätte der FC Lennestadt sogar noch gewonnen. In der 92. Minute irrte der Ball nach einem verunglückten Befreiungsschlag durch den RSV-Strafraum. Christian Schmidt nahm den Ball volley und schoss ihn ganz knapp am linken Pfosten vorbei. Direkt danach ertönte der Schlusspfiff. „Da war ich leider schon etwas platt“, lachte Christian Schmidt.

Es war echter Krimi, vor allem am Ende. 70 Minuten lang hielt das Bollwerk der Gastgeber. Es roch nach einem 0:0. Meinerzhagen war zwar feldüberlegen, aber mit zunehmender Spieldauer wurde die FCL-Abwehr immer sicherer. Doch 20 Minuten vor Schluss schlug Wurm eine verunglückte Flanke von rechts vor das FCL-Tor. Der Ball senkte sich hinter dem verdutzten FCL-Torwart Kevin Schulte zum 0:1 ins Netz. „Das sieht natürlich blöd aus. Aber ich stand am kurzen Pfosten und kam nicht mehr ran“, sagte Kevin Schulte. FCL-Trainer Jürgen Winkel brachte anschließend neue Offensivkräfte und wurde dafür mit dem 1:1 belohnt.

Einziger Wermutstropfen: Durch den 5:3-Sieg von Schüren gegen Horst-Emscher ist der FC Lennestadt auf Relegationsplatz 14 abgerutscht. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz 15 ist aber auf fünf Punkte angewachsen.

Das Abrutschen konnte die Freude bei Jürgen Winkel über das 1:1 nicht trüben: „Mit dem Punkt können wir sehr gut leben. Es ist wichtig, dass die Jungs mal wieder ein Erfolgserlebnis haben, gerade gegen die beste Mannschaft der Liga. So muss es weiter gehen. Wir werden alles tun, um die Liga zu halten.“ Auch Kevin Schulte, der für den gesperrten Florian Friedrichs die Kapitänsbinde trug, freute sich über das Remis: „Das 1:1 fiel vollkommen verdient. Am Schluss hat man gesehen, dass Leben in der Truppe ist. Das 2:1 wäre auch des Guten zu viel gewesen.“

FCL: Schulte, Haase, Steffen Hebbeker, Daniel Schmidt, Bivolaku (80. André Friedrichs), Holterhoff, Eickelmann (75. Kutsev) Hochstein (80. Gödde), Thöne, Christian Schmidt, Christoph Hebbeker.

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