Westfalenliga

FC Lennestadt droht der Sturz auf den Relegationsplatz

Trotz großen Einsatzes kann auch Steffen Hebbeker (rechts) die 0:4-Klatsche nicht verhindern. Dem Ex-Olper droht nun der zweite Westfalenliga-Abstieg in Folge

Trotz großen Einsatzes kann auch Steffen Hebbeker (rechts) die 0:4-Klatsche nicht verhindern. Dem Ex-Olper droht nun der zweite Westfalenliga-Abstieg in Folge

Foto: Michael Meckel

Gelsenkirchen.   Fußball-Westfalenligist FC Lennestadt musste einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen.

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Statt sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 14 beträgt sein Polster nun nur noch einen Zähler.

Der Grund war die klare 0:4 (0:1)-Klatsche des FC Lennestadt bei YEG Hassel. Und zum anderen der nicht unbedingt erwartete 2:1-Sieg des Drittletzten Schüren beim Sechsten Wiemelhausen. Jetzt droht Aufsteiger FC Lennestadt am Ostermontag der Relegationsplatz. Denn während der FCL mit Tabellenführer RSV Meinerzhagen eine echte Herkulesaufgabe zu bewältigen hat, spielen Schüren (18 Punkte) und SV Horst-Emscher (15) gegeneinander. Und was die Aufgabe des FCL im Abstiegskampf noch besorgniserregender macht: Er hat schon zwei Spiele mehr auf dem Konto als Schüren und Horst-Emscher.

Die Partie in Hassel begann recht gut für den FCL, der ohne den Gelb-gesperrten Moritz Thöne antrat. Der Aufsteiger hätte dabei durchaus früh führen können, wenn nicht müssen. Florian Friedrichs hatte zwei gute Chancen (11./17.), beide Male flog der Ball am linken Pfosten vorbei. Es war nicht der Abend des FCL-Kapitäns, der kurz vor seiner Auswechslung (67.) auch noch die fünfte Gelbe Karte sah. Er wird - wie auch Lukas Völmicke wegen des gleichen Delikts - am Montag fehlen.

So kam es, wie es kommen musste. Nur 60 Sekunden nach Friedrichs ganz großer Möglichkeit für den FCL (17.) hieß es 1:0 für Hassel. Baser schloss einen Angriff über die linke gekonnt mit einem Schuss ins lange rechte Eck ab. Danach wurde Hassel stärker, und der FCL konnte sich bei Kevin Schulte bedanken, dass es „nur“ mit dem 0:1-Rückstand in die Pause ging. Bei zwei Schüssen aus kurzer Distanz von Demircan (33.) und Tosun (40.) reagierte der FCL-Keeper hervorragend.

„Für die zweite Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, aggressiver nach vorne zu spielen. Außerdem wollten wir bewusster deren linke Seite zustellen. Das hat leider nicht funktioniert. Da sind wir mehrmals ausgekontert worden“, fasste FCL-Trainer Jürgen Winkel passend das zusammen, was sich in den ersten 20 Minuten nach der Pause ereignete. In der 47. Minute stand es plötzlich 2:0 durch Eren. Mit einem Doppelschlag von Demircan (60.) und Baser (62.) schraubten die Hasseler, die im Hinspiel noch mit 0:6 untergingen, das Ergebnis auf 4:0.

Jürgen Winkel war bitter enttäuscht: „Nach dem 0:1 sind wir leider völlig aus dem Rhythmus gekommen. Es fehlten Aggressivität und Spielwitz. Dazu haben wir schlecht gegen den Ball verteidigt. Aufgrund der vielen Fehler und der zweiten Halbzeit haben wir dann auch verdient 0:4 verloren.“

Spitzenreiter Meinerzhagen werde am Montag natürlich eine „Hausnummer“. Aber so Winkel: „Es hilft nichts, die Köpfe runterzunehmen, sondern wir müssen weiter machen, gut stehen und gute Konter zu setzen.“ Neben Florian Friedrichs und Lukas Völmicke fehlt auch Marvin Gouranis, der wegen seiner Roten Karte gegen Iserlohn bis zum 12. Mai gesperrt wurde. Dagegen ist Moritz Thöne wieder dabei.

FC Lennestadt: Schulte, Völmicke (72. Haase), Steffen Hebbeker, Daniel Schmidt, Bivolaku, Holterhoff, Eickelmann, Hochstein (80. André Friedrichs), Florian Friedrichs (67. Kutsev), Christoph Schmidt, Christoph Hebbeker.

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