Volleyball-Oberliga

Endlich wieder Jubel beim VC SFG Olpe

Endlich kann wieder gejubelt werden: ein klares 3:0 gegen TuSEM Essen. Von links:  Janette Bacher, Sandra Petrausch, Lea Uebach (1), Libera Claudia Radeke (4), Clara Strunk (12) und Kristin Bürger.

Endlich kann wieder gejubelt werden: ein klares 3:0 gegen TuSEM Essen. Von links:  Janette Bacher, Sandra Petrausch, Lea Uebach (1), Libera Claudia Radeke (4), Clara Strunk (12) und Kristin Bürger.

Foto: Volkher Pullmann

Olpe.  „Endlich mal wieder“, atmete Michael Jürgens, Trainer des Volleyball-Oberligisten VC SFG Olpe, tief durch.

Nach zwei Auftaktpleiten im „schwarzen September“ bescherte der „Olper Herbst“ den SFG-Volleyballerinnen den ersten Dreier. Und daran ließen sie schon vom ersten Ballwechsel an kaum einen Zweifel aufkommen, auch wenn die beiden ersten Punkte für den Gegner TuSEM Essen aus Fehlangaben resultierten. Mit 3:0 (25:12, 25:21, 25:17) und leeren Händen wurden die Gäste zurück an die Ruhr geschickt.

Engagiert, mit guter Annahme und variablem Angriff sahen sich die TuSEM-Damen schon frühzeitig im Hintertreffen. „Das war schon im ersten Satz ein Klassenunterschied, ähnlich wie im dritten auch“, bewertete der SFG-Coach die starke Vorstellung seiner Mädels, fügte aber auch gleich hinzu, dass Essen nicht gerade zu den Spitzenteams der Oberliga zählt. „Ich hatte vorher schon ein gutes Gefühl. Die Mädels haben meine Anweisungen aus dem Training heute wesentlich besser umgesetzt, die Mannschaft findet sich.“

Sandra Petrausch zieht die Fäden

Und dann blickte er noch einmal zurück: „Es ist immer schwierig, gleich am Anfang der Saison gegen sehr motivierte Aufsteiger zu spielen, zumal wir durch personelle Änderungen, Ab- und Neuzugänge, erst richtig zusammenwachsen müssen.“ Dieser Prozess setzte sich nun gegen Essen fort. Trotz des Ausfalls von Zuspielerin Alina Schulzki wegen eines Kreuzbandrisses konnte Sandra Petrausch, die zuletzt wegen Krankheit fehlte, routiniert die Fäden ziehen und verstand sich mit ihren Angreiferinnen bestens. Variable Kombinationen stellten den TuSEM-Block oft vor unlösbare Probleme.

Die körperliche Überlegenheit der Gastgeberinnen war unübersehbar. Allein vier Damen mit Gardemaß von rund 1,85 Meter, zwei weitere Spielerinnen etwa 1,80 Meter. Für Neuzugang Sandra Petrausch ziemlich ungewohnt: „Ich muss die Bälle jetzt deutlich höher zuspielen.“ Aber die Zuspielerin löste ihre Aufgabe hervorragend – auch und gerade mit der zweiten Neuen Janette Bacher. Als hätten sie sich gesucht und gefunden.

Kristin Bürgers Angriffswucht

„Sandra ist eine Kampfsau“, titulierte Trainer Michael Jürgens seine neue Zuspielerin, „sie will den zweiten Ball auf jeden Fall. Aber auch im Falle des Falles überzeugte sie mit verbesserter Annahme. Starke Fortschritte macht laut Jürgens Janette Bacher: „Sie hat mir sehr gut gefallen, sorgt für viel Stimmung. Ich habe sie am Anfang nicht in der ersten Sechs gesehen.“

Zur „most valuable player“ kürte Jürgens Kristin Bürger, deren Angriffswucht die Gäste nichts entgegenzusetzen hatten. „Wo Kristin hinschlägt, wächst kein Gras mehr“, hörte man aus den Reihen der Zuschauer. Cheftrainer Jürgens verzichtete auf viele Wechsel. Nach dem schwierigen Start war Solidität gefragt. Fazit: Starker Block, allen voran Clara Strunk. Gesamtleistung also topp. Aber Jürgens bremste auch sofort aufkommende Euphorie: „Bei aller Stimmung will ich das Ergebnis nicht zu hoch aufhängen. Es ist ein Neuanfang. Aufbruchsstimmung. Wir setzen uns nicht unter Druck.“ Es folgen vier Wochen Pause, bevor es zum PTSV Aachen 3.

SFG 1: Janette Bacher, Kristin Bürger, Maria Burghaus, Katharina Fink, Rike Imhäuser, Daria Knorn, Lea Kühr, Sandra Petrausch, Claudia Radeke, Clara Strunk, Lea Uebach, Helen Schneider.

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