Fußball

Aus Inter Olpe wird der TSC Olpe 09

Heimspielstätte des TSC Olpe 09: Der Sportplatz Altenkleusheim

Heimspielstätte des TSC Olpe 09: Der Sportplatz Altenkleusheim

Foto: Lothar Linke

Olpe.  Wer auf den Spielplan des Fußball-Stadtpokals Olpe blickt, wird einen neuen Vereinsnamen entdecken.

Und einen altvertrauten vermissen. Der Türkische Sportclub (TSC) Olpe 09 wird beim Turnier in Oberveischede mitspielen. Dagegen taucht der Name FC Inter Olpe erstmals seit Jahren nicht auf.

Dahinter steckt aber weder eine Vereins-Auflösung, noch eine Neugründung. Es ist einfacher: Inter Olpe hat seinen Namen in TSC Olpe 09 umgeändert. Und wieso null-neun? Volkan Kucam, Sportlicher Leiter, klärt auf: „Aus Respekt vor denen, die Inter 2009 gegründet haben.“

Der Namenswechsel ist ein äußeres Zeichen für einen Neubeginn des Vereins. Für einen Wandel, der intern allerdings tiefgreifend ist.

Die Geschichte begann nach der Winterpause 2018/19. In Scharen hatten Spieler dem Verein Inter Olpe den Rücken gekehrt. Es war ein Akt der Solidarität mit Mannschaftskameraden, von denen sich der Klub hatte trennen wollen. Weil er sie als Ursache für Negativ-Schlagzeilen ansah. Zu häufig war Inter vor das Kreissportgericht zitiert worden. Der Klub sah ein Imageproblem.

Erste Erfolge

Das soll fortan anders sein. „Wir wollen positiv und sympathisch wahrgenommen werden,“ wünscht sich Deniz Isiklar, 2. Vorsitzender. Erste Erfolge hat er registriert: „Wir haben zwei erfreuliche Freundschaftsspiele gemacht und ein sehr gutes Feedback, auch von den Schiedsrichtern, bekommen.“ Gute Beziehungen zu anderen Vereinen liegen dem TSC sehr am Herzen. Genau wie auch die Integration. Isiklar: „Bei uns sind alle Nationalitäten willkommen.“

Der Wandel im Winter hätte fast einen hohen Preis gehabt. Es grenzt an ein Wunder, dass der Verein nach der Massen-Abwanderung noch existiert. Und erst recht, dass er den Klassenerhalt in der Kreisliga C geschafft hat. „Wir haben damals auch mit dem Gedanken gespielt, den Verein dicht zu machen,“ gibt Isiklar zu.

Doch Rettung nahte: „Es kamen viele Freunde und Brüder, die ihre aktive Laufbahn schon beendet hatten. Die haben sich nochmal hier angemeldet," berichtet Isiklar und sagt, fast immer noch ungläubig: „Da hatten wir auf einmal 20 bis 22 Leute.“ Doch die hatten teils keine Vorbereitung, es gab Verletzte. Manches Spiel begann Inter zu zehnt. „Aber wir haben es geschafft,“ sagt Isiklar. Noch stolzer macht ihn eine andere Bilanz: „In der gesamten Rückrunde hatten wir nur fünf Gelbe Karten.“

Mit einem breit aufgestellten Vorstand und mit Disziplin auf dem Platz soll es besser werden. Sportlich soll es ein renommierter Trainer richten: Ahmet Cinar (43) einst Spieler und Trainer in Altenhof, Ottfingen und Rothemühle.

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