Basketball

Zum Abschluss gelingt den Iserlohn Kangaroos ein Willenssieg

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Kapitän Joshua Dahmen kam gegen Ulm auf exakt 27 Minuten Einsatzzeit, und damit mehr als jeder andere seiner Teamkollegen.

Kapitän Joshua Dahmen kam gegen Ulm auf exakt 27 Minuten Einsatzzeit, und damit mehr als jeder andere seiner Teamkollegen.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Im letzten Spiel der Gruppen-Play-offs wird die Orange Academy Ulm niedergerungen.

Die Iserlohn Kangaroos haben ihre siebte Saison hintereinander in der zweiten Basketball-Bundesliga ProB versöhnlich beendet. Im dritten und letzten Spiel der Play-off-Gruppe 3 gegen die ebenfalls bereits ausgeschiedene Orange Academy Ulm gab es daheim einen umkämpften aber letztendlich verdienten 94:89-Erfolg.


2. Basketball-Bundesliga ProB, Gruppen-Play-offs, 3. Spieltag. Iserlohn Kangaroos - Orange Academy Ulm 94:89 (26:18/41:44/67:63). Nur im zweiten Viertel rannten die Kangaroos der Musik hinterher. Dabei lief bei den Gästen, denen zunächst vielleicht noch etwas die lange Busfahrt in den Knochen steckte, auch nicht alles rund. Unter anderem wurden fünf Freiwürfe in Folge verworfen. Iserlohn kam zwar zu vielversprechenden Gelegenheiten, aber jeweils vier verworfene Dreier und Korbleger schmerzten.

Ganz anders der Ulmer Moritz Henning Hermann Krimmer: 15 der 26 Punkte, die das Team der Orange Academy in der Matthias-Grothe-Halle im zweiten Viertel erzielte, steuerte der bundesligaerfahrene Power Forward bei – das waren genauso viele wie die Kangaroos insgesamt in diesem Abschnitt erzielten. Nach 40 Minuten standen in der Statistik von Ulms Nummer 27 beeindruckende 38 Punkte. Während einer Auszeit war Coach Deniz Shirvan zwar nur von hinten zu sehen, aber seine energische Körpersprache offenbarte, wie unzufrieden er mit seinen Spielern war.

Kopf-an-Kopf-Rennen bis in die Schlussphase

Doch die Ansagen, die sicherlich auch in der Halbzeitpause erfolgten, zeigten Wirkung. Ihm gelang es, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen – dorthin also, wo sie sich auch schon in den ersten zehn Spielminuten befand. Als Erster traf Kapitän Joshua Dahmen per Dreier, vier weitere folgten bis zum Ende dieses Abschnitts. Dadurch hielt Iserlohn die Gäste bis auf zwei Ausnahmen, als es mal 8:9 und 10:11 stand, auf Distanz.

Die 26:18-Führung, mit der es ins zweite Viertel ging, bedeutete bereits den komfortabelsten Vorsprung der gesamten Partie. Die deutlichste Ulmer Führung gab es kurz nach der Pause, als es für einige Sekunden 41:46 hieß. Es verging keine Minute, bis der Rückstand der Kangaroos nur noch einen Punkt betrug (45:46). Tanner Graham sorgte nach 3:37 Minuten im dritten Viertel mit einem seiner wenigen Treffer aus dem Spiel heraus erstmals wieder für eine Führung (51:50). Aber er erzielte wichtige Punkte. Zum Ende des dritten Viertels gelangen ihm zwei Dreier, aus der Distanz war zudem Faton Jetullahi erfolgreich, was der Mannschaft auf den letzten Metern dieses Abschnitts eine Vier-Punkte-Führung einbrachte. Graham steuerte insgesamt 15 Punkte bei, sieben Mal war er per Freiwurf erfolgreich, womit er sie zu 100 Prozent verwandelte.

Fünf Iserlohner Spieler punkten zweistellig

Überhaupt verteilten sich die Punkte bei den Kangaroos auf die Breite. Fünf Spieler punkteten zweistellig, auf Ulmer Seite waren es nur drei. Zudem gab Deniz Shirvan jedem seiner Schützlinge Einsatzzeit. Im Schlussviertel sorgte zunächst eine 6:0-Serie der Gäste für einen erneuten Rückstand (67:69), was jedoch nicht zu Nervosität auf Iserlohner Seite führte.

Zu ihrem heimlichen Anführer entwickelte sich Ruben Dahmen mit wichtigen Ballgewinnen, Assists und erfolgreichen Freiwürfen. Und er führte in den letzten beiden Minuten mit zwei Dreiern in Folge (89:82) die Vorentscheidung herbei. Mit 16 Punkten war er erfolgreichster Schütze eines homogenen Kangaroos-Teams, das sich nach dem Spiel in der Mitte der Halle versammelte, sich bei den Fans für die virtuelle Unterstützung bedankte und sich von ihnen in die Sommerpause verabschiedete.

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